Rems-Murr-Sport

Manchem Rems-Murr-Club droht vorzeitiges Aus

Symbolbild Fußball
Symbolbild. © Danny Galm

Bayern raus, Dortmund raus – auch Rems-Murr-Clubs droht ein vorzeitiges Aus. Um eine gute Position im Verfolgerfeld geht es im Duell SG Weinstadt – KTSV Hößlinswart.

Es war zu befürchten, und dennoch war’s eine miese Champions-League-Woche für die deutschen Clubs. Bayern raus, Dortmund raus – und am Wochenende könnte für manchen Rems-Murr-Club das Aus in der Liga zumindest ziemlich konkrete Formen annehmen.

Bezirksliga. In der Bezirksliga zeichnen sich zwei, drei heiße Anwärter für die ungeliebte Position ab und am Wochenende kann sich Vorentscheidendes ereignen. Schlägt der VfL Winterbach Schlusslicht SV Hegnach, wäre das für den VfL ein weiterer Riesenschritt in Richtung Klassenverbleib, denn Hegnach läge dann schon zehn Punkte zurück. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der SV Unterweissach dem SC Korb unterliegt. Dann hätte auch Unterweissach acht Punkte Rückstand und müsste umso mehr darauf hoffen, dass den SV Fellbach II der Zwangsabstieg ereilt und der FC Oberrot weiterhin nichts zuwege bringt (und nebenbei sein Torverhältnis immer mehr ruiniert). Aber kann der SC Korb in Unterweissach gewinnen? Ja, denn in dieser Liga ist alles möglich. Gerade die Korber haben das vor kurzem mit dem Sieg über den ansonsten sehr souveränen SV Breuningsweiler gezeigt. Es liegt folglich auch im Bereich des Möglichen, dass die Oberroter ihre 0:7-Klatsche bei der SG Schorndorf abstreifen und in Remshalden gewinnen. Sonderlich wahrscheinlich allerdings ist das nicht. Und so könnte sich am Ende des 24. Spieltages eine deutliche Kluft zwischen Hegnach, Unterweissach und Oberrot und dem Rest des Feldes auftun. Eine vorentscheidende. Eine Sonderrolle in all dem nimmt weiter der SV Fellbach II ein. Gegen den in der Rückrunde schwachen – zuletzt aber immerhin zweimal erfolgreichen (vier Punkte) – TSV Sulzbach-Laufen könnte er in punktemäßig fast sichere Gefilde vordringen und muss doch weiter darauf hoffen, dass seine erste Mannschaft in der Landesliga bleibt. Was immer aussichtsloser erscheint. Um nichts geht es mehr für die SG Schorndorf und ihre Gäste vom SV Allmersbach müssen sich ebenfalls keine ernsthaften Sorgen mehr machen. Vielleicht schlagen sie wieder zu wie zuletzt in Kaisersbach. Die Kaisersbacher wiederum haben durch das 0:3 womöglich Platz zwei verspielt. Erreichbar ist der trotzdem noch, der SVK muss dazu aber am Sonntag auf jeden Fall die TSG Backnang II schlagen. Dann bleibt der TSV Nellmersbach in Reichweite, der in seinem Spiel gegen den VfR Murrhardt Favorit ist, aber nur, weil auch die Murrhardter in der Rückrunde wenig bewegt haben. Tabellenführer SV Breuningsweiler kann sich das alles ganz beruhigt anschauen, auch wenn er am Wochenende sicher leer ausgehen wird. Der SV ist spielfrei.

Kreisliga A. In der A I haben zwei Mannschaften zwei der drei Abstiegsplätze schon sicher. Die SV Winnenden hat sich abgemeldet, ASGI Schorndorf hat nur noch theoretische Chancen; seeeehr theoretische. Platz drei auf der Fahrt nach unten wird wohl unter SV Plüderhausen und TSV Haubersbronn ausgemacht. Der TV Stetten, ohnehin nur noch rein theoretisch gefährdet (zumindest was den direkten Abstiegsplatz anbelangt), könnte mit einem Heimsieg gegen den TB Beinstein drei weitere Punkte zwischen sich und der Abstiegszone legen. Denn dass der TSV Haubersbronn beim SSV Steinach-Reichenbach gewinnt, ist recht unwahrscheinlich. Sollte zudem der SV Plüderhausen dem in der Rückrunde starken TV Weiler unterliegen, machen SVP und Haubersbronn die letzte offene Abstiegsfrage endgültig unter sich aus: Wer schafft es noch auf den Relegationsplatz? Dem entgegen steht einzig das Stettener Problem Heimsieg: ein seltenes (einmaliges) Ereignis in dieser Spielzeit.

Ziemlich sicher dagegen darf sich der FSV Waiblingen der Meisterschaft sein – und wohl auch des Sieges am Sonntag gegen den SC Urbach. Auch der TSV Schmiden muss um Platz zwei nicht mehr sonderlich bangen, um den Sieg am Sonntag allerdings durchaus. Der TSV muss zur zweitbesten Rückrundenelf, dem VfR Birkmannsweiler. Allerdings: Die Schmidener haben auch nur einen Zähler weniger geholt. Spannende Angelegenheit also, wir sind deshalb mit der Kamera dabei.

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Um eine gute Position im Verfolgerfeld geht es im Duell SG Weinstadt - KTSV Hößlinswart.

In der Staffel II spitzt sich die Lage für den FC Welzheim zu. Am Donnerstagabend reichte es auch nur zu einem 1:1 gegen die Spvgg Kirchberg. Am Sonntag empfängt der FC den TSV Schwaikheim II. Das könnte die schwierigere Aufgabe sein. Andererseits ist der TSV mit seiner überraschenden 3:5-Niederlage gegen den TV Althütte mitverantwortlich für das Abrutschen des FC auf den Relegationsplatz. Auf dem kann jedoch ruckzuck auch Althütte wieder stehen, denn beim TSV Rudersberg wird kaum etwas zu holen sein. Der FSV Weiler zum Stein wiederum kann mit einem Sieg bei der Viktoria Backnang II einen großen Schritt Richtung Ligaverbleib machen.

Kreisliga B. In den Kreisligen B gibt es eine Sorge nicht: Absteigen muss niemand. Aber nicht um die Aufstiegsplätze mitzukämpfen ist oft schon ein Abstieg. Denn wer kann, will raus aus der Liga – nach oben allerdings. Dazu hat in der B I Anagennisis Schorndorf die besten Karten. Der TSV Strümpfelbach wird kaum zur Stolperfalle werden. Die SF Höfen-Baach in Neustadt und der TSV Schlechtbach beim VfL Waiblingen sind ebenfalls klarer Favorit, so wird sich an den Spitzenpositionen wohl nichts ändern. Iraklis Waiblingen muss sich im Stadtderby gegen Zrinski behaupten, soll die kleine Chance auf den Relegationsplatz erhalten bleiben. Hertmannsweiler ist Favorit gegen Rommelshausen, Miedelsbach in Buhlbronn, das Duell TSV Schornbach II – FC Hohenacker dagegen ist offen.

In der B II darf sich Tabellenführer SKG Erbstetten weiterhin keine Blöße geben, hinter ihm lauern Alexander Backnang und die Spvgg Kleinaspach. Diesmal steht bei der SG Oppenweiler-Strümpfelbach (Vierter) allerdings eine heikle Aufgabe an.

In der B III hat der SV Breuningsweiler II die Meisterschaftsfrage schon für sich beantwortet. Die besten Chancen auf den Relegationsplatz hat der SC Korb II, diesmal Favorit in Unterweissach. Der SV Hegnach II (diesmal beim VfL Winterbach II zu Gast) wird wohl kaum noch herankommen.

In der B IV liegt der VfR Birkmannsweiler II zwar 14 Punkte vor den punktgleichen Verfolgern TSV Schmiden II und TV Oeffingen II, doch auf eine vorzeitige Meisterschaft muss er bei sieben ausstehenden Spieltagen noch etwas warten. Er kann das Ganze aber beschleunigen. Seine nächsten Gegner lauten nämlich TSV Schmiden II (am Sonntag zu Hause) und eine Woche später TV Oeffingen II (auswärts). Womöglich kann sich dann der TB Beinstein II (zu Gast in Stetten) wieder Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen. Für den Rest der Liga geht es um nichts mehr.

In der B V ist der SV Steinbach II drei Spiele im Rückstand und so etwas wie der heimliche Tabellenführer. In Lippoldsweiler ist er wohl kaum in Gefahr, die gute Position zu verspielen. Aber auch Spitzenreiter TSV Schwaikheim III muss sich vor der Partie beim FC Welzheim II nicht sorgen, genauso wenig wie der SV Allmersbach III (Zweiter) in Oberbrüden.

(Bild: Gisbert Niderführ, Quelle: Schneider/ZVW)