Rems-Murr-Sport

Miserable Startphase ist überwunden

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Grund, so zu jubeln, hatte Ioannis Fotarellis lange Zeit nicht. Der SC Urbach kam erst am fünften Spieltag in Schwung. © Steinemann / ZVW

In der Rückrunde der vergangenen Saison mischte der SC Urbach die Fußball-Kreisliga A I auf. Nach verhaltenem Start hätte es fast noch zu Platz zwei gereicht. Eine Fortsetzung fand der furiose Auftritt in der aktuellen Saison nicht. Nach vier Spieltagen war der SC sogar ohne jeden Punkt. Seitdem aber geht’s aufwärts.

Platz zwei in der Rückrunde hinter dem überragenden Meister SV Breuningsweiler, punktgleich mit dem Zweitplatzierten FSV Waiblingen – der SC Urbach hätte gute Gründe gehabt, optimistisch in die Spielzeit 2016/17 zu gehen. Allerdings auch einen Grund, der dem entgegenstand: Mit Arda Cetinkaya hatte den SC der Torschützenkönig der Liga in Richtung TSG Backnang verlassen.

"Wir sind jetzt auf mehreren Positionen torgefährlich"

„Arda ist nicht zu ersetzen“, sagt SC-Trainer Ioannis Fotarellis. Wobei er nicht nur dessen sportliche Leistung meint, sondern auch Einstellung und Disziplin. Dennoch sagt Fotarellis auch: „Die Mannschaft hat das gut hingekriegt. Wir sind jetzt auf mehreren Positionen torgefährlich.“ Der SC veränderte seine Spielweise und sei deshalb schlechter auszurechnen.

Zu Saisonbeginn war davon allerdings nichts zu sehen. Das Problem sei in erster Linie jedoch ein personelles gewesen, sagt der Trainer. Die Vorbereitung war nicht optimal, unter anderem weil sich einige Spieler noch kurz vor Beginn verletzt hatten. Denen fehlte deshalb an den ersten Spieltagen die Fitness. Fotarellis setzte sie dennoch ein, um ihnen Spielpraxis zu geben „und sie in den Rhythmus zu bringen“. Das ging, zumindest was die Ergebnisse anbelangt, in die Hose.

"Da hat überhaupt nichts gepasst"

Der Tiefpunkt war das 0:5 auf eigenem Platz gegen den TV Weiler. „Da hat überhaupt nichts gepasst.“ Die schlechte Phase aber, so Fotarellis, „müssen wir akzeptieren und daraus lernen“. Immerhin endete sie am fünften Spieltag. 1:1 gegen den TSV Haubersbronn. Fotarellis: „Die hätten wir eigentlich abschießen müssen.“

Mitgeholfen habe auch, dass der SC im Bezirkspokal gegen den Bezirksligisten SV Unterweissach zwar als SC Urbach II, überwiegend aber mit Spielern der ersten Mannschaft angetreten und erfolgreich gewesen war. Der 1:0-Sieg habe den Spielern den Glauben an sich wiedergegeben. Wenn auch mit Verzögerung, denn das 0:5 gegen den TV Weiler folgte direkt darauf. Seit dem 1:1 gegen Haubersbronn aber „läuft’s“. Sogar der FSV Waiblingen wurde mit 2:1 besiegt (später vom Sportgericht als 3:0 gewertet).

"Wir schauen nicht auf die Tabelle"

Vom letzten Platz hat sich der SC auf Rang neun vorgearbeitet. Startet er nun wieder eine Aufholjagd wie in der vergangenen Saison? „Wir schauen nicht auf die Tabelle“, sagt Fotarellis. Sein Ziel sei, die Spieler weiterzuentwickeln. „Das Potenzial haben sie.“ Und mittlerweile sind auch alle fit. Das Spiel gegen den SV Plüderhausen soll deshalb Sieg Nummer fünf bringen, wobei für Fotarellis das Nachbarschaftsderby „ein ganz normales Spiel“ ist. Zeitlich wurde es nach hinten verlegt, wird am Sonntag erst um 16.45 Uhr angepfiffen. Fehlen wird den Urbachern lediglich Mario Schrehardt, der für drei Wochen im Urlaub ist.

Was die Urbacher Spieler vom Nachbarschaftsduell erwarten, sehen Sie in unserem Video „Der Wochenend-Tipp“: