Rems-Murr-Sport

Mona Sing ist Europameisterin im Ski-Inline

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Kraftvoll ins Ziel: Mona Sing (rechts) holte sich in Spanien den EM-Titel. © Leonie Kuhn

An drei Renntagen sind in Spanien die Europameisterschaften im Inline-Alpin-Parallelslalom, -Slalom und ein Weltcuprennen ausgerichtet worden. Mona Sing (SV Winnenden) gewann den Titel im Parallelslalom, ihr Bruder Noah belegte Platz vier. Gute Ergebnisse feierten die Geschwister auch im EM-Slalom mit dem Vizemeistertitel für Mona und Platz sieben für Noah.

Die Rennen fanden mitten in Villablino bei Leon in den kantabrischen Kordilleren statt. Der ortsansässige Skiclub glänzte mit zahlreichen freiwilligen Helfern als hervorragender Ausrichter. Fernsehteams und Reporter waren vor Ort und übertrugen die kompletten Rennen live übers Internet. 169 Starter aus acht Nationen waren zu den Titelrennen angereist, zahlreiche Zuschauer säumten die Rennstrecke und sorgten bei besten Wetterbedingungen für eine tolle Atmosphäre.

Der Parallelslalom wurde publikumswirksam inszeniert. Frühmorgens mussten sich in einem Vorlauf die 16 schnellsten Läufer je Altersklasse für das Achtelfinale qualifizieren und traten anschließend im K.o.-System in je zwei Durchgängen im Parallelslalom gegeneinander an. Zur besten Sendezeit zwischen 18 und 20.30 Uhr wurden die Finalläufe ausgetragen.

Mona Sing gewann das Finale relativ klar

Nachdem Mona Sing im Vorlauf die klare Bestzeit aller Frauen gefahren war, hatte sie im Achtelfinale gegen die Lettin Iva Meldere noch leichtes Spiel. Doch bereits im nächsten Rennen traf sie auf ihre Nationalteam-Kameradin, die Weltranglistenzweite Manuela Schmohl vom SC Unterensingen. Mit zwei knappen Siegen kam Sing weiter. Im Halbfinale musste sie gegen ihre nächste Teamkameradin, die Weltranglistenerste Claudia Wittmann vom FC Chammünster, antreten. Auch diesen Zweikampf entschied das Energiebündel von der SV Winnenden für sich. Das Finale gewann Mona Sing gegen Gabriela Kudelaskova vom tschechischem Team relativ klar.

Pech für Bruder Noah Sing

Noah Sing kämpfte sich mit zwei Siegen ins Halbfinale und traf dort auf den späteren Europameister Miks Zvejnieks aus Lettland. Das Rennen war schon im ersten Durchgang entschieden: Sing rutschte beim Start, kam zu spät aus der Rampe und verlor den ersten Lauf mit über drei Toren Unterschied.

Trotz einer Adduktorenzerrung trat er im kleinen Finale um Platz drei gegen den Italiener Massimiliano Losio an. Mit diesem lief er vom Start bis ins Ziel nahezu synchron. Mit wenigen Hundertstel Sekunden Vorsprung entschied der Italiener diesen Kampf für sich. Die Zuschauer waren von diesem Rennen begeistert.

Im Weltcuprennen schied Noah Sing durch Torfehler aus, Mona Sing kam auf den hervorragenden zweiten Rang.