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Nächster Schritt in Richtung Ligaverbleib?

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Für Christian Mayer (rechts, gegen Dominik Pedro vom VfL Nagold ) und den SV Breuningsweiler steht das nächste Endspiel um den Klassenverbleib an. Zu Gast ist der VfL Sindelfingen. © Volker Mueller

Auf gutem Weg Richtung Ligaverbleib sind Fußball-Oberligist TSG Backnang und Verbandsligist SV Breuningsweiler. Am Wochenende können beide einen weiteren großen Schritt machen. In der Landesliga muss Schornbach bei den Aramäern Heilbronn gewinnen.

3. Liga

Karlsruher SC (2. Platz; 65 Punkte) – Sonnenhof Großaspach (17., 39 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher sind wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und die Gefahr ist groß, dass sie vorerst dort bleiben. Zum Karlsruher SC fährt die SG als klarer Außenseiter. Die Karlsruher müssen alles daransetzen, Platz zwei abzusichern, die Sonnenhöfer hoffen, dass sich die Teams vor ihnen nicht weiter absetzen. Braunschweig aber hat gute Chancen in Aalen, für Jena dagegen wird’s gegen Würzburg schwerer und Lotte hat mit Wehen Wiesbasen der Tabellendritten zu Gast. Bei Aspach fehlen Choroba (suspendiert), Dem (Muskelriss im Oberschenkel), Gerezgiher (Wadenbeinbruch und Syndesmoseriss) und Meiser (Außenbandriss im Knie).

Oberliga

TSG Backnang (15., Platz, 33 Punkte) – SV Linx (13., 35 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Backnanger haben am Mittwoch zwar Platz 15 nicht verlassen können, sich mit dem 3:0 in Ilshofen aber die Chance für den kommenden Sonntag erarbeitet. Mit einem Sieg gegen den SV Linx würde er die Gäste überholen und voraussichtlich auch noch den TSV Ilshofen, der bei der SGV Freiberg lediglich als Außenseiter antritt. Platz 13 wäre die beste Platzierung seit dem sechsten Spieltag und würde am Saisonende voraussichtlich den Ligaverbleib bedeutet.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (14. Platz, 24 Punkte) – VfL Sindelfingen (6., 33 Punkte; Sonntag, 14 Uhr). Dem SV Breuningsweiler ist in Rutesheim die Überraschung des Tages gelungen: 2:1 beim zuvor auf eigenem Platz unbesiegten Tabellenzweiten. „Das war ganz wichtig für die Moral“, sagt Trainer Toni Guaggenti. Und noch wichtiger für die Tabelle. „Wir sind jetzt wieder in Schlagdistanz zu allen.“ Zwei Zähler sind es nur noch bis zum Relegationsplatz. Der nach der Vorrunde abgeschlagene Tabellenletzte liegt in der Rückrundentabelle auf Platz acht. In Rutesheim attestiert Guaggenti seinem Team eine „recht ansprechende Leistung in allen Bereichen“. Wille und Kampfbereitschaft stimmten, ein wenig Glück kam hinzu. „Die Tore sind zum richtigen Zeitpunkt gefallen.“ Und das mit einer Mannschaft, in der weiterhin wichtige Spieler fehlen – auch am Sonntag. Niko Rummel und Marko Kovac stehen wohl wieder im Kader, dafür fehlen Loris Hoffmann und Marian Asch (privat verhindert) und der Einsatz von Kai Wolbers (Fersenprobleme) ist fraglich. „Eventuell werde ich den einen oder anderen aus der zweiten Mannschaft nach oben nehmen“, sagt Guaggenti. Sindelfingen schätzt er sehr stark ein, was am Ziel nichts ändert: Der SVB muss gewinnen. Wir sind mit der Kamera dabei.

Landesliga

SV Fellbach (1. Platz 49 Punkte) – SV Schluchtern (13., 27 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Vier Punkte Vorsprung hat sich der SVF schon erarbeitet. Schwer vorstellbar, dass sich der durch das Spiel gegen Schluchtern verringern könnte.

TSV Schwaikheim (4., 41 Punkte) - TSV Crailsheim (3., 41 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Schwaikheimer Erfolgsserie wurde in Schornbach beendet – oder nur unterbrochen? Beim 0:1 präsentierte sich der TSV stark, allerdings nicht so effektiv wie sonst. „Mit dem Auftreten der Mannschaft in Schornbach war ich sehr zufrieden“, sagt Trainer Aleksandar Kalic. Jetzt aber sollen zu Spielende jedoch wieder Punkte stehen. Allerdings hat auch der TSV Crailsheim einen Lauf. Sechs Siege und zwei Unentschieden gelangen zuletzt. Kalic muss weiter auf Toptorjäger Falco Frank verzichten. Christian Seitz aber steht wieder zur Verfügung. Er wird neben Marius Pfender stürmen, Ralph Pfender könnte ins Mittelfeld zurückweichen und Felix Weiblen bei den Offensivaktionen unterstützen. Wieder im Kader ist Robin Laudon, Sven Seibel fehlt urlaubshalber.

Aramäer Heilbronn (15., 23 Punkte) – TSV Schornbach (14., 24 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Eine schwache Halbzeit, eine gute - das reichte gegen Schwaikheim mit etwas Glück zum Sieg. Wollen die Schornbacher aber aus der Abstiegszone herauskommen, muss gleich der nächste folgen. Dazu braucht’s eine Leistung wie in Hälfte zwei. Spielertrainer Marius Jurczyk: „Wir müssen gewinnen, egal wie.“ Das gilt allerdings für die Heilbronner genauso. „Für die ist das auch ein Endspiel.“ Schornbach muss sich also auf heftige Gegenwehr einstellen und dagegenhalten. Dazu muss die Einstellung stimmen. Personell gibt’s keine Probleme. Lediglich bei Geo Mahlelis (Leiste) ist weiterhin unsicher, ob er auflaufen kann.

SV Allmersbach (16., 17 Punkte) – TSG Öhringen (12., 27 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Der Abstieg steht so gut wie fest, zuletzt gab’s ein 1:6 in Crailsheim – Hauptaufgabe für Trainer Thomas Sommer ist es deshalb derzeit, die Mannschaft aufzubauen, damit am Sonntag wieder etwas Zählbares gelingt. Die Stimmung im Training sei gut gewesen, sagt Sommer. „Wir haben Alt gegen Jung gespielt.“ Was bedeutet habe: der Jahrgang 1998 gegen 99/2000. Ziel gegen Öhringen ist: „Mindestens auf Augenhöhe zu sein.“ Er ist zuversichtlich. „Wir sind einen Schritt weiter als in der Vorrunde“, als der SV Allmersbach trotz 3:1-Führung noch mit 3:5 verlor.

TSV Pfedelbach (10., 30 Punkte) – TV Oeffingen (8., 34 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Oeffinger mussten sich im Stadtderby Tabellenführer SV Fellbach beugen. Nach guter Vorrunde müssen sie allmählich aufpassen, nicht noch in die abstiegsgefährdete Zone abzurutschen. Seit dem Sieg über den TSV Heimerdingen (damals Tabellenführer) gelangen nur noch ein Sieg und ein Unentschieden, vier Spiele gingen verloren. In Pfedelbach sollte nicht Niederlage Nummer fünf folgen.