Handball im Rems-Murr-Kreis

Nach Corona-Regel-Chaos: Im Handball nur noch Oberliga-Spiele bis zum Jahresende

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Symbolfoto. © Pixabay

Wie von Manager Thomas Dieterich unter Vorbehalt angekündigt, setzt der Handball-Verband Württemberg die Saison bis zum Jahresende aus. Dagegen wird der Spielbetrieb in den Baden-Württemberg-Oberligen bereits an diesem Wochenende (11./12. Dezember) wieder aufgenommen.

Einstimmig für die vorzeitige Winterpause bei den württembergischen Amateur-Handballern gestimmt hat der Verbandsausschuss Spieltechnik (VAST) des HVW. Der Beschluss gilt sowohl für die Aktiven als auch für die Jugend. Seine Entscheidung begründete der VAST unter anderem mit seiner sozialen Verantwortung bei der Bekämpfung der Pandemie.

„Wir als Handball-Verband möchten unseren Beitrag zur Bekämpfung der vierten Welle vor Weihnachten beitragen“, wird VAST-Vorsitzender Michael Roll in einer Pressemitteilung zitiert. „Es gilt, auch wenn es uns allen sehr schwerfällt, ganz aktuell ein Zeichen zu setzen und Kontakte zu vermeiden. Nur reden hilft nicht, wir müssen jetzt handeln. Umso mehr sind wir davon überzeugt, ab Januar wieder in den regulären Spielbetrieb einsteigen zu können.“

Impf-Appell von Michael Roll

Roll appelliert an alle, die Zeit zu nutzen, um sich – sofern möglich – impfen und boostern zu lassen. „Denn nur dann unterliegen wir nicht ständig neuen Restriktionen durch die Politik.“

Mit Blick auf das chaotische Wochenende, an dem die Landesregierung gleich zweimal bei seinen verschärften Corona-Regeln zurückruderte, fügt der Horkheimer hinzu: „Immer wieder neue Regelungen sind vor Ort durch die Vereine schwer zu kontrollieren und umzusetzen.“

Anders als bei der Jugend besteht im Spielbetrieb der Frauen und Männer die Möglichkeit, die bereits seit 27. November ausgefallenen Spiele in die Rückrunde zu integrieren. Im Mai 2022 würden den Vereinen dann weitere Spielwochenenden zur Verfügung stehen.

Zur Not wieder Quotienten-Regelung

Geplant ist der Wiederbeginn fürs Wochenende 8./9. Januar. Sollte der Spielbetrieb aber längerfristig zum Erliegen kommen, könnte für die Berechnung der Tabellen wie bei der Jugend erneut die Quotienten-Regelung angewendet werden.

Denn der HVW sieht eine gute Chance, mindestens 50 Prozent seiner Spiele auszutragen. Damit wäre die Voraussetzung für die Quotienten-Regelung gegeben. Die meisten Vereine haben bereits 40 Prozent ihrer Partien absolviert.

Oberliga-Vereine stimmen für Fortsetzung der Saison

Schon am kommenden Wochenende wieder gespielt wird bei den Aktiven in den Baden-Württemberg-Oberligen. Das haben der Verband Handball Baden-Württemberg und seine Mitglieder, der Badische und der Südbadische Handball-Verband (BHV) sowie der HVW, einstimmig entschieden. Im Vorfeld hatte sich schon die überwältigende Mehrheit der beteiligten Vereine für die Wiederaufnahme ausgesprochen.

Zum Erliegen gekommen war der Spielbetrieb am Wochenende wegen des von der Landesregierung verantworteten Regel-Chaos. Am Freitag, 3. Dezember, war zunächst die Ausweitung der 2G-plus-Regel auf Mannschaften, Schiedsrichter etc. verkündet worden.

Weil das eine allgemeine Testpflicht und Zumutung für alle Beteiligten bedeutet hätte, zogen die Verbände die Reißleine. Noch am Freitag aber nahm die Regierung Geboosterte von der Regel aus. Am Sonntag folgte die Nachbesserung auch für Personen, deren vollständige Impfung weniger als sechs Monate zurückliegt.