Fußball in Rems-Murr

Nach der Öffnung: Viele offene Fragen bei den Fußballern

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Sieht so der Neutart aus, wie vor einem Jahr bei der AH des VfL Winterbach?

Die Fußballer atmen auf, sie dürfen nach den neuesten Corona-Beschlüssen wieder eingreifen. Doch wie genau? Das ist nicht so einfach, wie es scheint.

Klar ist: Liegt die Inzidenz im Kreis unter 50, dann kann es losgehen: Kontaktarmer Sport mit bis zu 20 Jugendlichen unter 15 Jahren bzw. zehn ab 15 Jahren ist erlaubt. Steigt die Inzidenz über 50 und hält sich dort drei Tage lang, ist sofort wieder Schluss. Gemeinsamer Sport ist dann nur noch für fünf Leute aus zwei Haushalten möglich.

Doch so weit ist es ja noch nicht. Die Inzidenz liegt im Kreis unter 50, also: Raus auf den Sportplatz!

Was ist eigentlich kontaktarmer Sport?

Aber was darf man da? Was ist "kontaktarmer Sport", wie es in der Coronaverordnung heißt?

Das weiß so  recht noch niemand. Die Vereine sind verunsichert. Die SV Remshalden beispielswiese wollte erst mal gar nicht anfangen mit Mannschafstraining. Dann aber hat der Württembergische Fußballverband in Absprache mit dem Land verkündet: „Kontaktarm bedeutet, dass normale Trainingssituationen mit Zweikämpfen oder auch ein Trainingsspiel erlaubt sind. Die Kontaktzeiten und Ansteckungswahrscheinlichkeiten sind hier sehr gering, wie mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien zeigen. Auf Partnerübungen oder statische Situationen, in denen über längere Zeit kein Abstand gewahrt  wird (z.B. Eckball-Training), muss hingegen verzichtet werden. Übungen mit engem, dauerhaftem Körperkontakt sind zu vermeiden. Trainiert werden kann aber ausschließlich im Freien. Kabinen und Sanitärräume bleiben geschlossen.“ 

Damit kann man doch was anfangen. Die Remshaldener wollen nun zügig anfangen.

Und was ist  eine weitläufige Anlage?

Nicht vollständig geklärt ist: Zählt ein Sportplatz zu den "weitläufigen Außenanlagen"? Dann dürfte darauf nämlich mehr als nur ein Gruppe trainieren.

In der Verordnung des vergangenen Jahres war och klar geregelt gewesen: kein Kontakt, auch der Mindestabstand von 1,50 Meter war vorgeschrieben. Nun ist der nur noch „empfohlen“.

Damals war auch die örtliche Polizeibehörde zuständig (also letztlich jede einzelne Gemeinde), diesmal gibt die Landesregierung vor, war erlaubt ist.

Es fehlt nicht  viel zur Inzidenz über 50 - und dann ist alles schnell zu Ende

Die Aufbruchstimmung - trotz aller Unsicherheit - könnte schnell in sich zusammenbrechen, wenn die Inzidenz über 50 steigt.  Bleibt sie dort drei Tage hintereinander, sind alle Bemühungen umsonst gewesen. Teamtraining ist nicht mehr möglich.

Tagesaktuelle Tests - wie soll das gehen?

Bleibt sie jedoch stabil unter 50, wäre vom 22. März an sogar normales Mannschaftstraining auf dem Platz möglich, erneut mit dem Damoklesschwert Inzidenz belastet. Steigt dann die Zahl über 50, dürfte zwar weiterhin trainiert werden, aber „jeweils mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest“? Aber: Wie soll das funktionieren  und wie von wem wird das finanziert?

An einen Punktspielbetrieb mag man da gar nicht denken. Was passiert beispielsweise, wenn in der Landesliga die Rems-Murr-Klubs kicken dürfen (Inzidenz unter 50), aber die im Unterland (womöglich weit darüber) nicht?