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Nach Eklat: Saisonende ohne einen Meister?

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Symbolbild. © pixabay (CC0 Public Domain)

Es ist eine vertrackte Situation. Weil das Spiel von Meisterschaftsanwärter Anagennisis Schorndorf in Schornbach abgebrochen wurde und erst das Sportgericht über den Ausgang entscheiden muss, steht womöglich nach dem letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga B I gar kein Meister fest.

Wie berichtet wurde die Partie TSV Schornbach II – Anagennisis Schorndorf in der 75. Minute beim Stand von 4:3 abgebrochen. Es gab Tumulte, Schlägereien und die Polizei Schorndorf – mit Unterstützung aus Waiblingen und Schwäbisch Gmünd – musste für Ruhe sorgen. Wer für den Abbruch verantwortlich ist, lässt sich aus den Stellungnahmen der Beteiligten nicht nachvollziehen. Letztlich hängt es am Bericht von Schiedsrichter Antonio Jimenez und wie deshalb das Sportgericht entscheidet. Würde die Partie für Schornbach als gewonnen gewertet, müsste Anagennisis die Meisterschaft wohl abschreiben (und dem TSV Schlechtbach überlassen) und selbst in die Relegationsrunde gehen.

Gut für Schlechtbach

Lukas Tauschek, Spieler und Abteilungsleiter des TSV Schlechtbach, zur neuen Chance auf die Meisterschaft: „Wir haben eigentlich nicht mehr damit gerechnet, es war nur noch eine Minichance. Schornbach hat ja auch den SV Plüderhausen geschlagen.“ Entscheidet das Sportgericht gegen Anagennisis, dann liegt der TSV einen Punkt vor den Schorndorfern. „Wir haben es dann im letzten Spiel selbst in der Hand.“

Tauschek geht davon aus, dass das Urteil bis zum Wochenende feststeht. Obwohl die Zeit knapp ist, Schiedsrichter und beide Mannschaften gehört werden müssen, geht auch Spielleiter Ralph Rolli davon aus. Allerdings: Da gibt es noch die Einspruchsfrist. Das würde den Bezirk in die Bredouille bringen, schließlich steht schon am Donnerstag, 31. Mai, das erste Aufstiegsspiel an.

Das Spiel im Überblick

TSV Schornbach II – Anagennisis Schorndorf abgebrochen in der 75. Minute beim Stand von 4:3. 1:0 Fabio Romanello (25.), 2:0 Marc Schneider (27.), aus dem Getümmel erzielte er das 2:0, 2:1 Theofanis Samourakis (44.), 3:1 Marc Schneider (57.) 3:2 Samourakis (64.), 4:2 Marcus Weng (66.) 4:3 Samourakis (73., Foulelfmeter). In der 75. Minute brach der Schiedsrichter die Partie ab. Nach einem Foulspiel an einem Gästestürmer an der Außenlinie eskalierte die Lage. Außenstehende rannten auf den Sportplatz, es folgte ein Getümmel mit Schlagen und Treten. Der Schiedsrichter brach daraufhin die Begegnung ab.