Handball im Rems-Murr-Kreis

Nach Niederlage im Spitzenspiel: VfL Waiblingen braucht Sieg bei Kurpfalz Bären

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Das Team des VfL Waiblingen (beim Wurf Vivien Jäger gegen die Solinger Torhüterin Senanur Gün, hinten Lucy Jörgens) darf im Spiel bei den Kurpfalz Bären nicht an die Niederlage aus dem Spitzenspiel denken. © Ralph Steinemann

Die Enttäuschung nach der 35:36-Heimniederlage im Spitzenspiel am Mittwoch, 13. April, gegen den HSV Solingen-Gräfrath sitzt bei den Handballerinnen des VfL Waiblingen tief. Nun aber muss er in der Zweitliga-Partie bei den Kurpfalz Bären in Ketsch eine Reaktion zeigen. Weitere Punktverluste wären im Aufstiegskampf fatal.

Kurpfalz Bären (8. Platz, 24:22 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 43:7 Punkte; Samstag, 16. April, 18 Uhr). Was war das am Mittwoch für ein tolles Handballspiel in der Waiblinger Rundsporthalle: hohes Tempo, listige Spielzüge, Tore am Fließband, kaum technische Fehler. Und die über 650 Fans sorgten für eine würdige Kulisse. „Die Stimmung war sensationell“, sagt VfL-Trainer Thomas Zeitz. „Und ich war selten so stolz auf meine Mannschaft.“ Trotz der Niederlage gegen Solingen.

Denn Waiblingen zeigte eine überragende Moral. Dreimal lag der Tabellenführer mit sieben Toren zurück, dreimal kämpfte er sich wieder heran. „Das war Weltklasse“, jubelt Zeitz. Erst in der letzten Minute sicherte sich der HSV den Sieg. Dass dieser verdient war, räumt der Waiblinger Trainer dennoch ohne Zögern ein.

Trainer Thomas Zeitz: Rückstand sorgt beim VfL Waiblingen für Stress im Angriff 

Beide Defensiven, klar bei so vielen Toren, waren nicht auf der Höhe. Doch in der ersten Hälfte „haben bei uns die Abwehr- und Torhüterleistung komplett gefehlt“. Deshalb sei der VfL stets einem Rückstand hinterhergelaufen. Der habe für Stress im Angriff gesorgt. „Aus diesem Teufelskreis sind wir nicht herausgekommen.“

Allerdings sei das angesichts des unbändigen Willens der gesamten Mannschaft nicht als Vorwurf zu verstehen. Solingen, gestützt auf die herausragende Torhüterin Senanur Gün, „war einfach einen Tick besser als wir“. Trainerin Kerstin Reckenthäler habe das Team sehr gut auf den VfL, bei dem Sinah Hagen mit elf und Vanessa Nagler mit zehn Treffern glänzten, eingestellt.

In der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ist es noch enger geworden. Gewinnt der Dritte FA Göppingen (derzeit 40:6 Punkte) seine beiden Nachholspiele, übernimmt er vom VfL (43:7) die Tabellenführung. Solingen (41:9) wäre dann Dritter. Eine unglaubliche Spannung: Am Ende steigt der Meister direkt auf, der Zweite muss in die Relegation, der Dritte geht leer aus.

Fernduell um Aufstieg aus 2. Handball-Bundesliga ist Kopfsache

Fünf Partien stehen für Waiblingen und den HSV noch auf dem Programm. Wer hat die Nerven besser im Griff? Am Samstag muss der VfL beweisen, dass er reif für den Aufstieg ist. Im Spiel bei den Kurpfalz Bären in Ketsch, für beide Teams ist es die dritte Partie binnen acht Tagen, müssen die Waiblingerinnen wie in der Vorrunde (34:30) gewinnen.

Schlagen kann sich der VfL eigentlich nur selbst. Die Psyche werde die entscheidende Rolle spielen, ist Zeitz überzeugt. „Wir müssen die Enttäuschung über die knappe Solingen-Niederlage ins Positive wenden und unsere überragende Moral mitnehmen. Sonst blüht uns in Ketsch nichts Gutes.“ Nicht zuletzt, weil die Gastgeberinnen mit Lara Eckhardt und Cara Reuthal (beide Rückraum) über zwei Topspielerinnen der 2. Bundesliga verfügen.

Antreten wird der VfL Waiblingen erneut ohne Alina Ridder und Margot Bergfeld.

Die Enttäuschung nach der 35:36-Heimniederlage im Spitzenspiel am Mittwoch, 13. April, gegen den HSV Solingen-Gräfrath sitzt bei den Handballerinnen des VfL Waiblingen tief. Nun aber muss er in der Zweitliga-Partie bei den Kurpfalz Bären in Ketsch eine Reaktion zeigen. Weitere Punktverluste wären im Aufstiegskampf fatal.

Kurpfalz Bären (8. Platz, 24:22 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 43:7 Punkte; Samstag, 16. April, 18 Uhr). Was war das am Mittwoch für ein tolles

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