Handball im Rems-Murr-Kreis

Name mit Tradition: Maren Keil wechselt zum Handball-Zweitligisten VfL Waiblingen

Keil
Neu beim VfL Waiblingen: Maren Keil. © Heiko Potthoff

Vom Jugendhandball-Bundesligateam des TuS Metzingen kommt der fünfte Neuzugang des VfL Waiblingen für die Saison 2021/2022: Das erst 15-jährige Talent Maren Keil unterschrieb beim VfL einen Drei-Jahres-Vertrag, wie Vorstandsmitglied Peter Müller mitteilt. Den schon etwas älteren Handballfans im Rems-Murr-Kreis ist der Name Keil bestens bekannt.

Maren Keils Mutter Bea spielte, damals noch unter ihrem Mädchennamen Orlitz, von 1995 an mehrere Jahre für den VfL Waiblingen in der damaligen Regionalliga (heutige 3. Liga). Später ging sie noch viele Jahre für den SC Korb auf Torejagd.

Und nun wird also auch Tochter Maren Erfahrungen bei den Aktiven des VfL Waiblingen sammeln. Sie hat zudem ein Zweitspielrecht für den Drittligisten SG Schozach-Bottwartal.

In Korb mit dem Handball begonnen

Keil startete ihre Handballkarriere schon mit vier Jahren beim SC Korb. Über den VfL Waiblingen und die Hbi Weilimdorf-Feuerbach kam das Talent 2019 zum TuS Metzingen. Für diesen spielte sie mit den A- und den B-Juniorinnen in der Jugend-Bundesliga. Außerdem steht die Zehntklässlerin im Nationalmannschaftskader der U 17.

Der Waiblinger Zweitligatrainer Thomas Zeitz freut sich sehr darüber, dass der VfL eine Nachwuchsspielerin aus der nahen Umgebung gewonnen hat: „Maren und ihre Familie sind mit dem Handball und der Region stark verwurzelt. Das passt zu uns.“ Zeitz sieht bei der Linkshänderin hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Handballkarriere: „Maren ist sehr talentiert und ehrgeizig. Ich freue mich darauf, mit ihr zu arbeiten.“

Trainer Thomas Zeitz will Keil vorsichtig aufbauen

Der Trainer will aber nicht gleich zu viel Verantwortung auf die Schultern der erst 15-Jährigen legen. „Das mit der SG Schozach-Bottwartal vereinbarte Zweitspielrecht bietet Maren die Chance, in der 3. Liga Spielpraxis zu sammeln. Davon profitieren alle Beteiligten.“

Der VfL hat das Erstzugriffsrecht auf das Talent. Maren Keil wird also primär mit Waiblingen trainieren. Zwar solle sie, so oft es der Spielplan beider Teams zulässt, Partien mit der SG bestreiten, so Zeitz. „Ich bin mir aber sicher, dass sie auch in unserer Mannschaft ihre Einsatzzeiten bekommt. Wir wollen Maren sukzessive weiterentwickeln und für die 2. Liga aufbauen.“

Ein Neuzugang mit Ehrgeiz

Maren Keil geht ihre neue Aufgabe ehrgeizig an: „In Waiblingen habe ich mit den optimalen Rahmenbedingungen und dem tollen Trainer sehr gute Chancen, mich handballerisch und persönlich weiterzuentwickeln. Es ist auch ideal, dass ich zudem Erfahrungen bei einem ebenfalls ambitionierten Verein in der 3. Liga sammeln kann.“

Auch die nun kürzeren Strecken zwischen dem Wohnort Korb, der Schule in Bad Cannstatt und den Sporthallen hätten zur Entscheidung für den Wechsel zum VfL beigetragen. Auch Mama und Chauffeurin Bea Keil wird sich sicherlich über die geringeren Fahrtzeiten freuen.