Rems-Murr-Sport

Neue Sportverordnung stellt klar: Auch in Umkleide 3G-Pflicht

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Gleich zwei Derbys stehen am Wochenende in der Landesliga auf dem Programm. © Pixabay

(pm/sch). Eine neue Corona-Regel der Landesregierung erwischte Freiluftsportler in der vergangenen Woche kalt. Weil es noch keine aktualisierte Sportverordnung gab, hatten die meisten nicht auf dem Zettel, dass künftig auch für Fußballer, Leichtathleten und Co. eine 3G-Pflicht in der Umkleidekabine gilt. Nun ist auch die Sportverordnung vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport entsprechend verändert worden.

Damit sei der „Interpretationsspielraum“, der aufgrund der seit Montag, 16. August, geltenden Corona-Verordnung entstanden sei, geschlossen. Das schreibt der Württembergische Fußball-Verband in einer Erklärung an Medien und Vereine. Allerdings: Spielraum für Interpretationen gab es nicht.

Umständlich heißt es nun im Schreiben des WFV: „Die Corona-Verordnung Sport bestätigt, dass Trainer/-innen und Spieler/-innen für den Sport im Freien keinen 3G-Nachweis erbringen müssen. Für die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen wie Umkleiden, Duschen oder Aufenthaltsräumen bedarf es jedoch eines 3G-Nachweises.“

Hinweis auf die Maskenpflicht

Der gelte aber nicht, Überraschung!, für „kurzzeitige und notwendige Aufenthalte im Innenbereich, etwa zur Wahrnehmung des Personensorgerechts oder für einen Toilettengang“. Es folgt ein Hinweis auf die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen.

Die weiteren Regeln fasst der WFV so zusammen: „Was die Zuschauer/-innen betrifft, so besteht grundsätzlich weder eine Masken- noch 3G-Nachweispflicht, solange weniger als 5000 Personen anwesend sind. Allerdings gilt dies unter der Voraussetzung, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern auf dem Sportgelände zuverlässig eingehalten werden kann.

Im Vorfeld einer Veranstaltung sollte der Gastgeber entsprechend prüfen, welches Zuschaueraufkommen zu erwarten ist und ob die Mindestabstände auf dem Sportgelände eingehalten werden können. Ist dies nicht der Fall, muss die 3G-Nachweispflicht durch den Heimverein durchgesetzt werden, und zwar im Regelfall in Form einer entsprechenden Einlasskontrolle.“

Rücksprache mit dem Ordnungsamt gefordert

Bestehe Unsicherheit bezüglich der Kapazität auf dem Sportgelände, bittet der Verband seine Vereine, Rücksprache mit dem lokalen Ordnungsamt zu halten. „Zudem bitten wir, die Regeln im Vorfeld klar zu kommunizieren, um Missverständnisse vor Ort zu vermeiden.“

Am Wochenende hat die Corona-Taskforce des WFV den Betrieb wieder aufgenommen. Alle Vereine werden dazu aufgefordert, Covid-19-Fälle unverzüglich unter Angabe „aller wesentlichen Informationen“ über das Online-Formular an den Verband zu übermitteln.

In der vergangenen Woche wurden 18 Fälle gemeldet, zwölf Partien nach Prüfung abgesetzt. Bei rund 750 Spielen, die am Wochenende im Verbandsgebiet stattfanden, entspricht das 1,6 Prozent.

Mahnung zur Einhaltung von Hygieneregeln 

WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm appelliert erneut an alle Vereine, ihren Beitrag zur erfolgreichen Fortsetzung des Spielbetriebs zu leisten: „Wir sind alle froh, dass der Ball wieder rollt. Jetzt liegt es an uns, die zurückgewonnene Freiheit auch zu erhalten. Das geht nur, wenn wir uns verantwortlich verhalten und die Bedrohung durch das Coronavirus weiter ernst nehmen.“

Das beste Mittel sei nach wie vor die Impfung, von elementarer Bedeutung aber auch die Einhaltung der Hygienevorgaben.

Das gelte vor allem für die Kabinennutzung: „Dort müssen Masken getragen werden, weil in der Regel die Abstände nicht eingehalten werden können. Gerade in den Sommermonaten lassen sich außerdem die Aufenthaltszeiten problemlos reduzieren, weil zum Beispiel Besprechungen im Freien abgehalten werden können und sollen.“

Eine Übersicht der aktuellen Regelungen, den Link zur Corona-Meldestelle sowie weitere Hilfestellung gibt’s im Internet unter www.wuerttfv.de/corona.