Handball im Rems-Murr-Kreis

Niederlage im Spitzenspiel: Beim VfL Waiblingen versagen die Nerven

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Beim VfL, hier Sinah Hagen (beim Wurf) und Vivien Jäger gegen Louisa De Bellis (ganz links) und Anja Brugger (ganz rechts), riss in Hälfte zwei komplett der Faden. © Ralph Steinemann

Der VfL Waiblingen hat es nicht geschafft, den Erstliga-Absteiger FA Göppingen erneut zu düpieren. Mit 24:31 (15:16) verloren die Zweitliga-Handballerinnen das Spitzenspiel und Derby in der heimischen Rundsporthalle. Dass Göppingen die Revanche für die 21:33-Vorrundenschlappe gelang, lag aber an den Gastgeberinnen. Sie agierten nach der Pause viel zu konfus.

Ballverluste und technische Fehler noch und nöcher, drei verworfene Siebenmeter, Ideenlosigkeit, zu wenig Dampf – die Waiblingerinnen hatten nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte ihre Nerven irgendwann nicht mehr im Griff. Im von beiden Teams erstaunlich brav geführten Derby bewies FA dagegen Abgeklärtheit und gewann sicher, wenn auch um ein paar Tore zu hoch.

Zweiter gegen Erster – es ging um viel. Entsprechend nervös starteten beide Mannschaften in die Partie. Zunächst gab es zahlreiche Fehler auf beiden Seiten. Deshalb wechselte mehrmals die Führung.

VfL-Torhüterin Celina Meißner zu Anfang stark

Die besten Akteurinnen standen in der Anfangsphase zwischen den Pfosten. Die Waiblingerin Celina Meißner glänzte mit sechs, die Göppingerin Anne Bocka mit vier Paraden. Positiv aus VfL-Sicht war auch der Auftritt von Rechtsaußen Leonie Henkel, der drei Tore gelangen, sowie von Mariel Wulf, die viermal erfolgreich war.

Waiblingen war immer dann gefährlich, wenn es richtig schnell ging. Im Positionsangriff fiel dem VfL schon in Hälfte eins zu wenig ein, obwohl sich die Defensive von Frisch Auf nicht immer sattelfest präsentierte. Bei Göppingen lief viel über rechts und den Kreis. Auch der Waiblinger Coach Thomas Zeitz konnte mit seiner Abwehr nicht immer zufrieden sein.

In den letzten Minuten vor der Pause schien der VfL aber langsam die Oberhand zu gewinnen. Dank konsequenter Chancenverwertung setzte sich das Team durch einen Doppelschlag von Rabea Pollakowski auf 14:11 (25.) ab. Zudem war Göppingen nun in Unterzahl.

Zur Pause noch alles drin für VfL Waiblingen

Doch überraschenderweise agierte FA nun deutlich stärker, während Waiblingen drei Würfe leichtfertig versemmelte. Göppingen glich in der 29. Minute nicht nur zum 15:15 aus, sondern erzielte auch noch die 16:15-Pausenführung.

Die zweite Hälfte begann gut für den VfL. Sinah Hagen und Rabea Pollakowski drehten den Rückstand bis zur 34. Minute zum 17:16. Das 19:18 durch erneut Hagen bedeutete jedoch die letzte Waiblinger Führung.

Göppinger Torhüterin Anne Bocka nun klar besser

Ein Knackpunkt war, dass Anne Bocka nun das Keeper-Duell mit Meißner und der eingewechselten Svenja Wunsch klar gewann. Zudem fiel dem Team des VfL vorne immer weniger ein, Würfe landeten im Nichts. Auf der anderen Seite setzte vor allem Michaela Hrbkova, mit acht Treffern beste Werferin der Partie, immer wieder Nadelstiche.

Als dem VfL beim 20:23 (47.) selbst in doppelter Überzahl kein Treffer gelang, schwante den Zuschauern Böses. Der Faden riss kurz darauf endgültig. Göppingen, ohne überragend zu spielen, zog davon. Die Waiblingerinnen verloren das Spitzenspiel mit 24:31 und müssen nun damit klarkommen, selbst schuld an der Niederlage gewesen zu sein.

Der VfL Waiblingen hat es nicht geschafft, den Erstliga-Absteiger FA Göppingen erneut zu düpieren. Mit 24:31 (15:16) verloren die Zweitliga-Handballerinnen das Spitzenspiel und Derby in der heimischen Rundsporthalle. Dass Göppingen die Revanche für die 21:33-Vorrundenschlappe gelang, lag aber an den Gastgeberinnen. Sie agierten nach der Pause viel zu konfus.

Ballverluste und technische Fehler noch und nöcher, drei verworfene Siebenmeter, Ideenlosigkeit, zu wenig Dampf – die

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