Rems-Murr-Sport

Noch läuft’s nicht rund bei der SG Weinstadt

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Ein wichtiger Punkt ist der SG Weinstadt (hier links in Gelb Matthias Breier im Zweikampf mit Rosario Martines und hinten Simeon Neumann) in Hegnach gelungen. Um aus der Abstiegszone aber herauszukommen, muss die SG am Sonntag bei Iraklis Waiblingen gewinnen. (Archivbild) © Ramona Adolf

Es sollte alles besser werden, doch davon ist bisher wenig zu sehen. SC Weinstadt und TSV Großheppach taten sich zusammen, die SG Weinstadt aber steckt tief im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A I. Das erste Punktspiel des Jahres am Sonntag bei Iraklis Waiblingen ist deshalb gleich ein entscheidendes.

Wenn zwei Vereine sich zusammentun, sollte zumindest die gemeinsame Masse an Spielern ausreichend sein. Die SG Weinstadt meldete denn auch drei Mannschaften zum Spielbetrieb an, musste das aber nun korrigieren: Die dritte Mannschaft, die lediglich als Reserve der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B I angetreten war, wurde abgemeldet. Dennoch haben die Trainer Daniel Berkowitsch und Emirhan Arslan im Kreisliga-A-Team nur 15 Spieler zur Verfügung. „Der Kader ist zu klein“, sagt Arslan.

Weil in der Vorrunde auch noch Verletzungen hinzugekommen waren, immer wieder Spieler wegen Auslandsaufenhalten fehlten, war an Kontinuität nicht zu denken gewesen. „Wir haben selten in der gleichen Aufstellung spielen können“, sagt Arslan. Dennoch sieht er einen Aufwärtstrend: „In den letzten drei Spielen hat man schon eine Verbesserung gesehen.“ Die Weinstädter verloren zum Ende des vergangenen Jahres zwar beim Tabellenzweiten TB Beinstein, holten aber in Steinach und bei Schlusslicht SV Hegnach jeweils einen Punkt.

Die beiden Zähler jedoch waren auch dringend nötig. Voraussichtlich werden drei Mannschaften aus der A I direkt absteigen, der Viertletzte geht in die Relegation. Viertletzter ist derzeit Iraklis Waiblingen, Weinstädter Gegner am kommenden Sonntag und nur zwei Punkte voraus. Bei einem Sieg zieht Weinstadt vorbei. Eine richtungsweisende Partie also.

Emirhan Arslan sieht ihr zuversichtlich entgegen, wenngleich die Wintervorbereitung nur „durchwachsen“ war. Er und Spielertrainer Daniel Berkowitsch legten hier besonderen Wert auf den Spielaufbau und das Ballgewinnspiel.

Dass die SG Weinstadt in der Kreisliga A bleiben wird, davon ist Arslan überzeugt. „Alle ziehen hier an einem Strang, die Spieler wollen vorankommen.“ Mut macht ihm zudem, dass der lange verletzte Fabian Schmelz (Knöchelbruch) wieder ins Training eingestiegen ist, Torwart Samuel Hauptmann, lange durch einen Bänderriss außer Gefecht gesetzt, ist sogar schon etwas weiter. Vor allem aber baut Arslan auf das, was er im Vorbereitungsspiel gegen die TSG Backnang II gesehen hat. „Das war phänomenal, beide Mannschaften haben sehr guten Fußball gespielt.“ Zwar gewann die TSG mit 5:2, doch auf diese Leistung ließe sich aufbauen. Das Spiel habe gezeigt, was die Mannschaft leisten kann, wenn alle Spieler zur Verfügung stehen.

Für das Spiel bei Iraklis Waiblingen fehlt nur Robin Tennert (USA-Aufenthalt). Die Vorzeichen also sind nicht die schlechtesten. Dennoch: „Iraklis ist die Wundertüte der Liga“, sagt Arslan. „Da muss man erst einmal dagegenhalten.“

Die aktuelle Lage

Vor dem ersten Spieltag im neuen Jahr steht die SG Weinstadt mit nur acht Punkten auf dem drittletzten Platz.

Auftaktgegner ist Iraklis Waiblingen, einen Platz und zwei Punkte vor der SG. Auf eigenem Platz haben die Griechen erst zwei Punkte geholt, in Weinstadt aber mit 4:3 gewonnen.

Bester SG-Torschütze ist David Hetz mit sechs Treffern vor Daniel Berkowitsch und Nico Heyduk mit jeweils fünf Treffern.