Rems-Murr-Sport

Para-WM: Andrea Rothfuss aus Rommelshausen im Slalom nur Siebte

World Para Snow Sports Championships 2022 / Lillehammer (Norway)
In diesem Jahr ist es nichts mit einer WM-Medaille für Andrea Rothfuss geworden. © Ralf Kuckuck

Nach drei vierten Plätzen und einem fünften Platz aus den ersten Disziplinen ist Andrea Rothfuss aus Kernen-Rommelshausen bei der Para-WM im norwegischen Lillehammer im letzten Skirennen (Samstag, 22. Januar 2022) chancenlos gewesen. Bei nebligem Wetter belegte die 32-Jährige im Slalom Rang sieben. 

Im Vorfeld hatte die Athletin - trotz ihres Paralympicssiegs 2014 in Sotschi - die Disziplin als ihre schwächste bezeichnet. Dass die Konkurrenz derzeit stärker ist, bestätigte sich in Lillehammer. Schon im ersten Lauf fehlte es Rothfuss deutlich an Tempo. Über acht Sekunden betrug der Rückstand zur Spitze.

Die Zeit von 55,95 Sekunden bedeutete nur Rang acht. Einen Jubelschrei stieß die 32-Jährige trotzdem aus: Ihre Teamkollegin Anna-Maria Rieder fuhr in 52,81 Sekunden auf den dritten Platz.

Es führte überraschend klar Ebba Aarsjoe aus Schweden (47,13) vor der bereits zweimaligen Weltmeisterin Varvara Voronchikhina (Russisches Paralympisches Komitee; 49,68).

Andrea Rothfuss klettert noch um einen Platz

Im zweiten Lauf arbeitete sich Andrea Rothfuss noch auf den siebten Platz vor. Ihre Gesamtzeit betrug 1:43,08 Minuten. Ganz vorne änderte sich nichts. Die Schwedin gewann mit überragender Leistung in zusammengerechnet 1:27,30 min. vor der Russin (1:31,74).

Anna-Maria Rieder verpasste ihre zweite Bronzemedaille bei dieser WM. Die Dritte aus der Super-Kombination fiel auf Rang vier zurück (1:41,08). Bronze ging an Michaela Gosselin aus Kanada (1:40,49). Die Französin Marie Bochet, Rothfuss' langjährige härteste Konkurrentin und in Lillehammer wie Voronchikhina zweimalige Goldmedaillengewinnerin, war im Slalom nicht am Start.

Im März startet Rothfuss bei den Paralympics in Peking

Damit ist diese Para-WM ohne Medaille für die Rommelshäuserin zu Ende gegangen. Dennoch bleibt unter dem Strich die Erkenntnis, dass die deutsche Vorzeigeathletin auch mit 32 Jahren noch zur Weltspitze gehört. Das haben zwei vierte und ein fünfter Rang bewiesen. Für die im März in Peking stattfindenden Paralympics ist das kein schlechtes Omen.