Rems-Murr-Sport

Probleme an mehreren Fronten

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Der VfL Winterbach steckt schon wieder im Abstiegskampf. © Gisbert Niederfuehr

Fußball-Bezirksliga: Der VfL Winterbach steckt schon wieder im Tabellenkeller fest

Zwei Spieltage vor Vorrundenschluss steht der VfL Winterbach auf dem vorletzten Platz in der Fußball-Bezirksliga – und damit genau an derselben Stelle wie vor einem Jahr. Damals gelang ihm durch eine sensationelle Rückrunde der Klassenverbleib, diesmal ist der Punkterückstand zwar geringer, dafür gibt es andere Probleme.

„Wir haben eine Trainingsbeteiligung unter 50 Prozent. Damit kannst du in der Bezirksliga nichts erreichen“, sagt Trainer Nico Spina. Wobei die Gründe dafür unterschiedlich sind. Mancher (Lukas Pressler, Kevin Mezger, Tobias Schlotz) kann aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren, bei einigen allerdings fehle auch die richtige Einstellung. Spina: „Wenn man nur ans Limit geht, wenn man muss, ist das auch eine Charakterfrage.“ Erstes Ziel des Vereins müsse es deshalb sein, den Kader so zu verändern, dass auch genügend Spieler im Training sind.

Dabei hat die Saison gar nicht so schlecht begonnen. Die Vorbereitung und die ersten Punktspiele waren ordentlich. „Wir haben uns für die gute Leistung aber nicht mit Punkten belohnt.“ Die Leistungskurve allerdings zeigte bald nach unten. Mittlerweile, sagt Spina, „stehen wir zu Recht dort, wo wir stehen“. Weil zu wenig Spieler im Training sind, fehlt die Kondition. Beim FSV Waiblingen beispielsweise führte der VfL bis zur 62. Minute mit 2:1, Endergebnis: 2:5.

Die Probleme werden verschärft durch Verletzungspech. Julian Knauer fiel schon vor dem Ligastart bei einem Arbeitsunfall eine 600-Kilogramm-Platte auf den Fuß – Saison beendet. Lukas Tretter hat sich das Kreuzband gerissen, Mattis Escherle war selten einsatzfähig und von Markus Stradinger trennte sich der Verein, weil sich dessen Vorstellungen von Mannschaftssport nicht mit jenen des VfL deckten.

Weil vor allem in der Abwehr immer wieder Spieler ausfallen (ob im Training oder Spiel), begünstigt das auch nicht die Eingewöhnung des neuen Torwarts Florian Böck. Im Angriff ist Fatmir Sylaj auf sich allein gestellt, arbeite zwar viel, doch fehle ihm dadurch im entscheidenden Moment oft die Konzentration.

Probleme also an vielen Fronten für die Winterbacher, die jedoch nach Punkten nicht weit weg sind vom sicheren Mittelfeld. Spina hätte denn auch gerne sechs Punkte aus den verbleibenden zwei Spielen gegen den SC Korb und den SV Fellbach II. Immerhin: „Die letzten beiden Wochen haben wir ordentlich trainiert.“ Vielleicht wirkt sich das gegen den SC Korb aus.

Ansonsten muss der VfL wieder auf eine sensationelle Rückrunde hoffen.