Rems-Murr-Sport

Relegation: Jetzt wird’s kurios

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Symbolbild. © Danny Galm

Waiblingen. Die Ligaspiele im Fußballbezirk sind beendet, wer direkt absteigt, ist dennoch nicht endgültig geklärt. Das hängt weiterhin vom Verlauf in Verbands- und Landesliga ab. Und so ergeben sich nun einige recht kuriose Konstellationen.

Eine entscheidende Frage lautet derzeit: Wie viele Rems-Murr-Vertreter steigen aus der Landesliga direkt ab? Es können nämlich aus einem Direktabsteiger aus der Bezirksliga noch zwei werden und – im allerdings recht unwahrscheinlichen Fall von drei Rems-Murr-Landesligaabsteigern – sogar drei Direktabsteiger. Das Wort „direkt“ ist hier besonders wichtig, denn Entscheidungen durch die Relegationsrunde haben hierauf keinen Einfluss.

So sieht der aktuelle Stand aus

Auch sonst ist die Lage etwas verwirrend, weil wieder einmal die Aufstiegslust der B-V-Mannschaften nicht groß ist. Aktuell sieht es so aus:

Aus der Bezirksliga steigt nur die Viktoria Backnang direkt ab, der TSV Oberbrüden geht in die Relegation.

Aus der Kreisliga A I steigen SV Hegnach und SG Weinstadt direkt ab, der TSV Haubersbronn muss in die Relegation, aus der Kreisliga A II steigen Spvgg Unterrot und SK Fichtenberg direkt ab, die SKG Erbstetten muss in die Relegation.

Wie die Relegation abläuft, ist derzeit noch nicht ganz sicher. Die Termine stehen fest, die Spielorte weitgehend. Der Bezirk informiert erst noch darüber. Es könnte allerdings zu zwei kuriosen Konstellationen kommen.

Kuriose Konstellationen

Schon am Donnerstag ist das erste Relegationsspiel zwischen dem Zweiten der Kreisliga B III, dem FSV Waiblingen II, und dem Zweiten der B I angesetzt. B-I-Zweiter ist Anagennisis Schorndorf. Die Griechen werden, so Abteilungsleiter Jorgos Prassas, zu dem Spiel auch antreten. Allerdings dürfen sie noch darauf hoffen, dass ihr Einspruch gegen die Wertung vom Abbruch in Schornbach (der noch nicht eingelgt ist) zu ihren Gunsten entschieden wird. Dann wäre Anagennisis Meister, der TSV Schlechtbach II nur Zweiter. Und jetzt wird’s kurios: Gäbe es diesen positiven Bescheid erst, nachdem die Griechen das Relegationsspiel bereits bestritten haben, würde das Ergebnis des Relegationsspiels – so Bezirksspielleiter Ralph Rolli – auf den TSV Schlechtbach übertragen. Konkret: Würde Anagennisis das Relegationsspiel verlieren, dann hätte auch der TSV Schlechtbach verloren – ohne auch nur einmal gegen den Ball getreten zu haben. Im Erfolgsfall gilt dasselbe.

Kreisliga B V: Scheinbar will keine Mannschaft aufsteigen

Wieder einmal scheint zudem auch keine Mannschaft aus der B V aufsteigen zu wollen. TSV Schwaikheim III und SV Allmersbach III haben schon abgewunken, die SVG Kirchberg II überlegt noch. Will auch sie nicht aufsteigen, hätte noch die SKG Erbstetten/Nellmersbach als Vierter das Aufstiegsrecht. Greift allerdings Kirchberg II zu, geht Erbstetten/Nellmersbach in die Aufstiegsrelegation und stünde bei einem Sieg in Runde eins (am 3. Juni gegen den Zweiten der Kreisliga B II, Spvgg Kleinaspach) in Runde zwei der eigenen ersten Mannschaft, der SKG Erbstetten, gegenüber. Der Erbstettener Platz in der A II wäre damit gesichert.

Die Meister im Überblick

Sicher sind im Augenblick zumindest die Meister in folgenden Ligen/Staffeln:

Bezirksliga: SV Allmersbach.

Kreisliga A I: TSV Leutenbach.

Kreisliga A II: SV Steinbach II.

Kreisliga B II: Gr. Alexander Backnang

Kreisliga B III: SV Allmersbach II

Kreisliga B IV: TV Oeffingen II.

Kreisliga B V: TSV Schwaikheim III.

Ob der TSV Schlechtbach Meister der Kreisliga B I bleibt, hängt vom Erfolg des weiterhin möglichen Einspruchs von Anagennisis Schondorf gegen das Sportgerichtsurteil zum Spielabbruch in Schornbach ab. Das Sportgericht hat die Begegnung TSV Schornbach II – Anagennisis Schondorf mit 3:0 für Schornbach gewertet.