Rems-Murr-Sport

Rems-Murr-Derby in Schornbach

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Nico Klasik ist beim TSV Schornbach nach seiner Sperre wieder einsatzbereit. © ZVW

3. Liga. SG Sonnenhof Großaspach (4. Platz, 11 Punkte) – VfR Aalen (2., 12 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Wenn der Vierte den Zweitplatzierten erwartet, dann darf man von einem Spitzenspiel sprechen. Dabei haben beide lediglich als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben. Aalen liegt mit drei Siegen und drei Unentschieden knapp hinter Tabellenführer MSV Duisburg, die SG hat nach einer Serie von drei Siegen in Folge nur einen Zähler Rückstand auf den ehemaligen Zweitligisten. SG-Trainer Oliver Zapel: „Das ist ein Spiel, in dem meine Spieler zeigen können, was sie zu leisten imstande sind.“

Gegner VfR, meint Zapel, habe „eine starke Mentalität und weiß ganz genau, dass es nur über das Kollektiv geht. Zudem hat man in den letzten Spielen gesehen, dass die Mannschaft aus den bisherigen Siegen Selbstvertrauen gewonnen hat.“ Er habe sein Team akribisch auf den Gegner vorbereitet. „Wir freuen uns auf die Partie.“

Allerdings müsse sich jeder bewusst sein, „dass wir weiterhin jeden Tag, in jedem Training und in jeder Partie hart arbeiten müssen. Ich erwarte deshalb auch zukünftig, wie auch bisher, von jedem Einzelnen höchstes Engagement.“

Verzichten muss Zapel auf Alexander Aschauer. Der Stürmer fällt mit einer Verletzung am Zeh bis voraussichtlich Ende der kommenden Woche aus. Matthias Stüber laboriert weiterhin an einer Schambeinentzündung und steht deshalb ebenfalls nicht zur Verfügung. Ansonsten sind alle Spieler fit und Stand heute einsatzfähig.

Verbandsliga. TSG Backnang (3. Platz, 10 Punkte) – FV Olympia Laupheim (14., 5 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Es läuft recht gut bei den Backnangern, überraschenderweise aber vor allem auswärts. Sieben Punkte holte die TSG hier, zu Hause erst drei. Zeit, das Konto aufzustocken. Das sollte gegen die Laupheimer allemal möglich sein.

Landesliga. TSV Schwaikheim (4. Platz, 10 Punkte) – TSV Heimerdingen (13., 5 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Aufsteiger Schwaikheim mischt weiter gut mit: 2:1 in Ludwigsburg, bei einem der Ligafavoriten. Trainer Toni Guaggenti aber tritt auf die Bremse. Für Euphorie gebe es überhaupt keinen Grund, noch sei gar nichts erreicht. „Wir müssen in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen.“ Nur zwei Prozent weniger könnten schon die Niederlage bedeuten. Außerdem: „In der Landesliga kann eine Aktion alles ändern.“ In Ludwigsburg hatte der TSV dieses Moment auf seiner Seite. Torwart Simon Hieber („Er hatte einen Glanztag“) hielt beim Stand von 1:1 einen Elfmeter, dann erzielte Kevin Mezger das 2:1. Guaggenti: „Wir waren als Mannschaft richtig geschlossen. Und am Ende haben wir clever gespielt und nichts mehr zugelassen.“ Obwohl erst ein Heimpunkt auf dem Konto steht, freut sich Guaggenti auf die Partie gegen Heimerdingen; auch wenn er den Gegner (im Vorjahr Siebter) schlecht einschätzen kann. Falco Frank wird am Freitag an der Leiste operiert, Fabian Mörtzschky hat weiter Probleme mit der Rippe. Heiko Bernert aber steht zur Verfügung und Dennis Solyom ist von seinem Studienaufenthalt zurück, wird in zwei, drei Wochen wieder eine Alternative sein. Am Sonntag müssen’s die anderen richten. Guaggenti: „Wir versuchen, einen Dreier zu holen.“

TSV Schornbach (3., 13 Punkte) – FC Viktoria Backnang (10., 7 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Der Siegeszug der Schornbacher geht weiter. 4:2 am Mittwoch in Ludwigsburg – und diesmal ist auch Trainer Giuseppe Greco zufrieden. „Jeder in der Mannschaft hat seine Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt, auch die, die bisher noch nicht so oft gespielt haben.“ Zwar habe es zu Beginn kleine Fehler gegeben, aber dass seine Spieler nach schneller Führung, Ausgleich, Rückstand zurückgekommen seien, „das war ganz großer Sport. Kompliment an alle.“ Gezeigt habe sich in Ludwigsburg: „Wir sind ein Team, die nicht.“ Greco lobt die Einwechselspieler: „Da kommt neuer Schwung – und oft auch ein Tor.“ Diesmal traf Gianluca Tosto. Und auch jene, die wegen der vielen Ausfälle nun eingreifen durften, überzeugten. „Da werden im Training nun einige mehr grinsen.“ Die gute Laune soll sein Team nicht verlieren, bei den Kräften der Spieler sieht Greco schon eher ein Problem. Das Mittwochspiel sei „ein Riesenkraftakt“ gewesen. Aber so sei das nun mal in der Landesliga. Gegen die Backnanger kann Greco nur auf Niko Klasik wieder zurückgreifen. Bei der Viktoria läuft noch nicht alles rund. Im Team aber steckt Qualität. Die Gastgeber werden also nicht weniger leisten dürfen als in Ludwigsburg.

SKV Rutesheim (7., 8 Punkte) – SV Fellbach (11., 6 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Zwei Mannschaften mit Ambitionen, deren Start jedoch nicht optimal verlaufen ist, treffen hier aufeinander. Der SV Fellbach ist aber nun seit drei Spieltagen unbesiegt, Rutesheim seit vier – und deshalb auch Favorit.

07 Ludwigsburg (6., 10 Punkte) – TV Oeffingen (14., 5 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Ein wichtiger Sieg ist dem TV Oeffingen gegen Untermünkheim gelungen. Mit fünf Punkten ist er nun wieder deutlich näher an den Mittelfeldplätzen. Ob er nun aber in Ludwigsburg punkten kann? Für die 07er ist der TVOe der dritte Rems-Murr-Gegner in Folge, zweimal hat er bereits verloren. Ein drittes Mal wird er unter allen Umständen verhindern wollen.