Rems-Murr-Sport

Rems-Murr-Fußball am Wochenende: Platz eins für den SV Breuningsweiler in Gefahr

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Patryk Kuczynski hat als Neuzugang beim TSV Schornbach eingeschlagen. Viermal hat er bereits getroffen. Am Samstag ist in Schornbach der SV Kaisersbach zu Gast. © Ralph Steinemann Pressefoto

Aus zwei mach eins – zwei Rems-Murr-Derbys waren in der Fußball-Landesliga angesetzt gewesen, ausgetragen aber wird nur das Spiel TSV Schornbach – SV Kaisersbach. In Regional- und Oberliga hoffen SG Sonnenhof und TSG Backnang, den Schwung vom Sieg in der Vorwoche nutzen zu können.

Regionalliga Südwest

FC Gießen - SG Sonnenhof Großaspach (Samstag, 14 Uhr). Nach drei Niederlagen in Folge ist der SG der erste Heimsieg gelungen. „Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt.“ Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen weiter: „Die Jungs haben eindrucksvoll bewiesen, was sie imstande sind zu leisten.“ Und sollten es in den kommenden Partien weiter tun, denn: „Tabellarisch befinden wir uns nach wie vor in einer Position, mit der wir nicht zufrieden sein können, und insofern müssen wir am Samstag alles für das nächste Erfolgserlebnis investieren.“

Oberliga

TSG Backnang – FSV 08 Bissingen (Samstag, 15.30 Uhr). Geht es nun aufwärts bei den Backnangern? Immerhin ist nach sieben Spielen ohne Sieg wieder ein Erfolg gelungen, und das in Villingen, einem stärker eingeschätzten Team. Darauf müsste die TSG gleich den nächsten Dreier folgen lassen, aber zu Gast am Samstag um 14 Uhr ist Nachbar FSV Bissingen, und der ist immerhin Vierter.

Verbandsliga

SV Fellbach - VfB Friedrichshafen (Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher haben sich durch das Unentschieden in Heimerdingen zwar um einen Platz verbessert, dennoch hätten sie mehr erreichen müssen. Heimerdingen ist Letzter. Für das Spiel am Samstag gegen den VfB Friedrichshafen gilt dasselbe Ziel. Der VfB rangiert drei Punkte und einen Platz vor dem SVF. Ein Unentschieden wäre hier wie eine Niederlage.

Landesliga

TSV Schornbach – SV Kaisersbach (Samstag, 15 Uhr). Die Schornbacher stehen weiterhin sehr gut in der Tabelle. Platz vier, sieben Punkte Vorsprung auf die gefährdete Zone. Zu Hause haben sie nur gegen Topteam Türkspor Neckarsulm verloren. Deshalb geht die Mannschaft von Marius Jurczyk als Favorit ins Rems-Murr-Duell mit dem SV Kaisersbach. Der hält sich auch in seiner zweiten Spielzeit in der Landesliga gut, wenn auch ohne furiose Auftritte wie nach dem Aufstieg. Auswärts hat die Mannschaft von Leo Gjini noch Steigerungsmöglichkeiten. Drei Niederlagen bisher in fünf Spielen.

Spfr Schwäbisch Hall – SV Allmersbach (Samstag, 14 Uhr). Nach der coronabedingten Pause gegen Pfedelbach steht der SV Allmersbach vor einer äußerst schweren Aufgabe. Der auswärts bisher nicht überzeugende Aufsteiger (drei Punkte) muss zum heimstarken Drittplatzierten SF Schwäbisch Hall.

SV Germania Bietigheim - TSV Schwaikheim (Sonntag, 15 Uhr). Die Schwaikheimer arbeiten sich in kleinen Schritten aus dem Schlamassel heraus. Gegen Leingaren gelang der – allerdings auch dringend nötige – erste Heimsieg. Jetzt hat die Mannschaft von Aleksandar Kalic die Chance, den nächsten wichtigen Schritt zu machen. Beim Vorletzten in Bietigheim, der bisher zu Hause nur einen Punkt geholt hat, ist allerdings ein Sieg auch Pflicht.

TV Oeffingen - SV Breuningsweiler. Die Begegnung ist verlegt worden auf den Mittwoch, 28. Oktober. Grund ist die Coronainfektion eines Oeffinger Spielers, der die gesamte Mannschaft in Quarantäne gebracht hat; und zwar bis Freitag, 16. Oktober. Da die Oeffinger die Chance auf ein Training haben sollen vor dem ersten Spiel, haben sich TVOe und SV Breuningsweiler auf eine Verlegung auf den kommenden Mittwoch geeinigt. Das bedeutet für die Breuningsweilermer zweierlei: Erstens werden sie auch am elften Spieltag als einzige Mannschaft noch unbesiegt sein. Zweitens aber ist womöglich Türkspor Neckarsulm durch einen Sieg gegen Satteldorf wieder an ihnen vorbeigezogen.

„Dringende Bitte“: WFV appelliert erneut an seine Vereine

Die Infektionszahlen steigen unvermindert an, das bringt den Württembergischen Fußballverband das zweite Mal innerhalb einer Woche dazu, einen Appell an seine Vereine zu richten:

Der Verband richtet an die Fußballfunktionäre, Spieler und Zuschauer eine „eindringliche Bitte“. Zwar sei die Infektionsgefahr im Spiel gering, doch neben dem Platz, auf den Ersatzbänken, unter den Zuschauern und vor allem danach beim Umziehen, Duschen und Feiern umso größer. „Eine große Gefahr besteht überall dort, wo Spieler, Trainer, Betreuer und Verantwortliche sich über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam eng beieinander aufhalten, insbesondere in geschlossen Räumen.“ Solche Situationen gelte es unbedingt zu vermeiden.

Auch auf den Abstand von 1,5 Metern müsse geachtet werden. Nachlässigkeiten, schreibt der Verband, „werden Konsequenzen haben für die Gesundheit aller Sporttreibenden, für die Vereine und für uns als Verband“.

Womöglich denkt der Verband dabei sorgenvoll zurück an den März des Jahres, als in kürzester Zeit der Sportbetrieb auf null gefahren werden musste.