Rems-Murr-Sport

Rems-Murr-Kontrastprogramm

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Fabian Burchardt verletzte sich beim Spiel in Schwaikheim ohne Fremdeinwirkung und fehlt den Schornbachern vermutlich für längere Zeit. Vom Platz geleitet wird er hier von Teamkollege Dominik Parham, Physiotherapeutin Susanne Leithner und Schwaikheim-Trainer Toni Guaggenti. © Ramona Adolf

Der Trend dreht sich. Schwächelte zuletzt der TSV Schornbach in der Fußball-Landesliga, so ergeht es nun dem zuvor erfolgreichen TSV Schwaikheim so. Die Chance, das zu ändern, hat er nun gegen das Schlusslicht. Schornbach hingegen erwartet den Tabellenführer.

3. Liga

FSV Mainz 05 II (19.. Platz, 10 Punkte) - SG Sonnenhof Großaspach (15., 16 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Zufrieden mit dem Punkt im Heimspiel gegen Spitzenreiter Duisburg, aber danach im Verbandspokal vom SGV Freiberg abgewatscht – wirklich optimal läuft es derzeit nicht bei den Aspachern. „Was dann bei uns passierte, war erbärmlich“, kommentierte Trainer Oliver Zapel das Pokal-Aus. Nun muss die SG nach Mainz. Nach einer Phase ohne Sieg hat der FSV zuletzt drei Punkte gegen Jahn Regensburg und einen Punkt beim F.C. Hansa Rostock geholt. Die SG Sonnenhof Großaspach möchte am Bruchweg wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Zapel: „Wir werden das Pokalspiel nicht innerhalb dieser Woche vergessen, der Stachel sitzt tief und das wird uns noch lange begleiten. Jetzt geht es um nichts anderes, als alle Kräfte zu mobilisieren, die Konzentration voll und ganz auf die Partie gegen den FSV zu richten. Ich erwarte eine klare Reaktion der Mannschaft, vollen Einsatz und einen couragierten Auftritt.“

Personell kann der Cheftrainer nicht aus dem Vollen schöpfen. Hinter den Einsätzen von Keeper David Yelldell (Hüft- und Beckenprellung) und Manfred Osei Kwadwo (muskuläre Probleme) steht ein Fragezeichen. Arnold Lechler und Panagiotis Ballas (beide Rückenprobleme) fallen dagegen definitiv aus. Außerdem fehlen wird weiterhin Mittelfeldspieler Nico Gutjahr (OP nach Knorpelverletzung). Julian Leist wird nach seinem Pferdekuss dagegen Stand heute einsatzfähig sein.

Verbandsliga

TSG Backnang (5. Platz, 22 Punkte) – VfB Neckarrems (3., 23 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Die TSG schaffte es nicht, sich ganz oben zu etablieren, zu schlecht sind die Auswärtsleistungen. Zehn Punkte aus sieben Spielen. Auf eigenem Platz hingegen sieht es besser aus: vier Siege, zwei Niederlagen. Gegen Neckarrems aber droht die dritte. Bei einem weiteren Heimerfolg aber käme die TSG der Spitze zumindest wieder um einen Platz näher.

Landesliga

FC Viktoria Backnang (13. Platz, 21 Punkte) – SV Fellbach (12., 15 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Es geht immer weiter abwärts. Statt vor einer Woche mit Gastgeber Schluchtern nach Punkten gleichzuziehen, holte sich die Viktoria eine 0:5-Klatsche ab. Keine guten Vorzeichen fürs Rems-Murr-Derby, in dem es um viel geht. Backnang steht auf dem ersten Abstiegsplatz, Fellbach auf dem Relegationsplatz. Anders als die Viktoria blicken die Fellbacher auf zwei Erfolgserlebnisse zurück: Siege gegen Schwaikheim und Heilbronn, allerdings auf eigenem Platz. Dennoch spricht derzeit nicht viel für die Gastgeber. Seit dem Sieg in Schornbach gab’s zwei Unentschieden und drei Niederlagen.

Spvgg Satteldorf-Gröningen (2., 26 Punkte) – TV Oeffingen (5., 21 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Die Oeffinger surfen weiter auf der Erfolgswelle. Zuletzt 3:2 gegen Brackenheim, auch davor waren sie viermal unbesiegt geblieben. Jetzt könnte die Serie reißen. Satteldorf ist zwar zu Hause nicht unverwundbar, die Oeffinger Auswärtsbilanz (fünf Punkte in sechs Spielen) aber lässt die Hohenloher kaum zittern.

TSV Schornbach (7., 19 Punkte) – TSG Öhringen (1., 32 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Mit 2:0 haben die Schornbacher in Schwaikheim gewonnen und eine gute Leistung gezeigt. Trainer Giuseppe Greco war überwiegend zufrieden mit Tempo, Disziplin und Zweikampfverhalten. Nach einem solchen Spiel fürchtet Greco normalerweise, seine Spieler könnten die nächste Partie zu leicht nehmen. Das entfällt diesmal. „So ein Gegner erleichtert meine Aufgabe. Den Tabellenführer unterschätzt niemand.“ Öhringen sei „die mit Abstand disziplinierteste und stabilste Mannschaft der Liga“. In Ehrfurcht erstarren werde sein Team allerdings nun auch nicht. Und Greco hofft darauf, dass sich für sein Team Räume ergeben werden, weil Öhringen auf spielerische Elemente setze und selbst das Spiel gestalten will. Verzichten muss er am Sonntag auf Koray Yildiz (beruflich verhindert) und vermutlich sogar längere Zeit auf Fabian Burkhardt. Der hatte sich in Schwaikheim ohne Fremdeinwirkung verletzt. Noch gebe es keine Diagnose, im Raum aber stehe ein Bänderriss im Sprunggelenk inklusive Riss des Syndesmosebandes.

TSV Schwaikheim (4., 23 Punkte) – Aramäer Heilbronn (16. Platz, 9 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Nach sieben Siegen in den ersten elf Spielen schwächeln die Schwaikheimer nun, verloren zweimal in Folge, und das gegen Rems-Murr-Gegner. Das gefällt Trainer Toni Guaggenti zwar nicht, er wiederholt aber gebetsmühlenartig: „Für uns als Aufsteiger ist jedes Spiel eine Herausforderung.“ Schon 23 Punkte gesammelt zu haben ist gut, dennoch beginne in jedem neuen Spiel alles wieder bei null. Auch gegen Heilbronn. Dass die Aramäer Letzter sind, will er deshalb auch gar nicht hören. Viel lieber verweist er darauf, dass sein Team gegen Schornbach „alles versucht hat“ und auch viele gute Aktionen in Balleroberung und Umschaltspiel hatte. Darauf allerdings folgte meist ein unpräziser Pass. Guaggenti: „Wir wissen, wo derzeit unsere Probleme liegen. Wir arbeiten daran.“ Nicht arbeiten kann er an den Verletzungsproblemen. Weil Stürmer fehlen (Gareth Vogelbruch fällt vier Monate wegen eines Bandscheibenvorfalls aus, Falco Frank ist noch im Aufbautraining), musste zuletzt sogar Defensivspieler Heiko Bernert im Sturm aushelfen. Dabei hat er genauso wie Kevin Mezger Leistenprobleme und wird in der Winterpause operiert. Bis dahin aber schleppen sie sich durch. Auch am Sonntag.