Fußball im Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kreis: Brüder Collaku sind bereit für einen Platz auf der Trainerbank

SSV Steinach-Reichenbach
Mergim (links) und Labinot Collaku bei einer ihrer gemeinsamen Stationen als Spieler, der FC Viktoria Backnang. © privat

Über zehn Jahre haben sich die beiden Brüder Mergim und Labinot Collaku als Fußballer einen Namen im Rems-Murr-Kreis gemacht. Bei den meisten ihrer Stationen spielten sie zusammen im Team. Jetzt wollen sie den nächsten Schritt machen und als Trainer arbeiten – selbstverständlich gemeinsam.

TSG Backnang, Viktoria Backnang, SV Remshalden, ... die Liste der Vereine, bei denen die Brüder Mergim (29) und Labinot (31) Collaku zusammen in einer Mannschaft Fußball spielten, ist lang. Die ersten Schritte im aktiven Fußball allerdings machten die Brüder aus Maubach getrennt voneinander. Labinot, der zwei Jahre ältere Bruder, sammelte erste Erfahrungen im Aktiven-Bereich bei der SG Sonnenhof Großaspach.

Eine Zeit, auf die er gerne zurückblickt: „Die Professionalität dort hat mich nachhaltig beeindruckt“, schwärmt Labinot heute noch. Nur ein paar Kilometer entfernt, aber eben zwei Jahre später, kam der damals 18-jährige Mergim aus der A-Jugend der TSG Backnang zur ersten Mannschaft. Dass er als junger Spieler gleich eine tragende Rolle in der Landesliga-Mannschaft spielte, habe er damals dem Trainer und erfahrenen Spielern zu verdanken.

„Insbesondere mein damaliger Mitspieler „Zladdi“ [Anm. d. Red.: Zlatko Blaskic; heute Trainer beim Verbandsligisten 1. FC Normannia Gmünd] nahm mich wie selbstverständlich an die Hand und erklärte mir, was wichtig ist“, blickt Mergim zurück. Eine positive Erfahrung, die bis heute nachwirkt: „Dadurch wurde ich zu dem Fußballer, der ich heute bin. Jetzt möchte ich mein Wissen und meine Erfahrungen an junge Spieler weitergeben“, erklärt Mergim seinen „persönlichen Antriebsgrund“, Trainer zu werden.

Gemeinsam besser

Kurze Zeit später wechselte auch Labinot zur TSG Backnang. Dort spielten die Brüder zum ersten Mal gemeinsam in der Landesliga. Ihnen wurde schnell klar: Wir beide zusammen, das passt! „Mein Bruder und ich geben eine gute Mischung auf dem Platz“, meint Labinot.

Die logische Folge war, dass sie fußballerisch nur noch selten getrennt voneinander waren. Es folgten gemeinsame Stationen bei Viktoria Backnang, Remshalden und zuletzt beim SSV Steinach-Reichenbach, wo die beiden heute noch aktiv spielen und 2018 den Aufstieg in die Bezirksliga feierten. Aufgrund all der gemeinsamen Erfahrungen ist Mergim sich sicher: „Wir werden uns definitiv auch neben dem Platz hervorragend ergänzen.“

Komplett auf das Fußballspielen zu verzichten allerdings, ist für die beiden Brüder jetzt noch keine Option. Viel eher wollen sie Spieler- und Trainerjob verknüpfen: „Als Spielertrainer können wir nicht nur bestmöglich unsere Erfahrungen an jüngere Spieler weitergeben, es gibt uns auch die Möglichkeit, die Verantwortung für eine ganze Gruppe auf und neben dem Platz zu übernehmen“, erklärt Mergim. Den richtigen Zeitpunkt, als Spielertrainer zu arbeiten, sehen die Brüder jetzt: „Mergim ist 29, ich bin 31. Wir sind noch fit genug, einer Mannschaft fußballerisch zu helfen, gleichzeitig erfahren genug, eine Mannschaft als Trainer zu führen“, begründet Labinot.

Von bekannten Coaches gelernt

Dass sie selbst noch keine Erfahrungen als Trainer haben, sieht Mergim nicht als Problem: „Bei unseren verschiedenen Stationen haben wir mit tollen Trainern zusammengearbeitet und konnten dabei einiges lernen.“ Bei der TSG Backnang spielten sie unter Markus Lang, der später kurzzeitig Trainer der Drittliga-Mannschaft in Großaspach war.

Beim SSV Steinach hieß einer ihrer Trainer Thomas Sommer, dessen fachliche Kompetenz im Kreis bekannt ist. Zuvor konnten sie sich bei Jan Demmler aus nächster Nähe anschauen, wie er sich als Spielertrainer organisiert. „Bei jedem Trainer, unter dem wir trainiert haben, fanden wir Dinge gut und andere weniger gut“, ordnet Mergim ihre Erfahrungen ein.

Das aus ihrer Sicht Gute wollen sie übernehmen und selbst anwenden. Trotz alldem ist den Brüdern bewusst, dass sie selbst noch viel lernen müssen. Deshalb stehe an oberster Stelle, bald den ersten Trainerschein zu machen.

Klare Vorstellungen

Auch ohne Trainerschein haben sie bereits klare Vorstellungen, worauf sie als Coaches Wert legen wollen. Fokus und Abwechslung sollen im Mittelpunkt stehen, so Mergim: „In den Trainingseinheiten wollen wir an auffälligen Schwächen arbeiten, aber gleichzeitig das nächste Spiel immer im Blick haben. Spaß und positive Ergebnisse erzielt man dabei am besten mit abwechslungsreichen Trainingsmethoden.“

Aktuell sind die beiden Brüder noch auf der Suche nach einem Trainerposten. „Wer ein neues Trainerteam sucht, ist bei uns an der richtigen Adresse“, meint Mergim mit einem Lächeln. Aber auch wenn es in diesem Sommer noch nicht klappen sollte, wäre es für die beiden Brüder kein Weltuntergang. Dann wären sie eben im nächsten Sommer um ein Jahr erfahrener, scherzt Labinot.

Über zehn Jahre haben sich die beiden Brüder Mergim und Labinot Collaku als Fußballer einen Namen im Rems-Murr-Kreis gemacht. Bei den meisten ihrer Stationen spielten sie zusammen im Team. Jetzt wollen sie den nächsten Schritt machen und als Trainer arbeiten – selbstverständlich gemeinsam.

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TSG Backnang, Viktoria Backnang, SV Remshalden, ... die Liste der Vereine, bei denen die Brüder Mergim (29) und Labinot (31) Collaku zusammen in einer Mannschaft Fußball spielten, ist

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