Fußball in Rems-Murr

Rems-Murr-Landesligisten brauchen Punkte

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Fabian Leidenbach (in Grün) und der SV Kaisersbach beschließen die erfolgreiche Vorrunde in Pfedelbach. Luca Jungbluth und der SV Breuningsweiler stehen in Öhringen deutlich mehr unter Druck © Gisbert Niederführ

 Die Fußball-Landesliga hat am 14. Spieltag wieder einmal gezeigt: Alles ist möglich. Ob das ein Spiel unter nebligsten Bedingungen wie in Kaisersbach ist, oder dass der Tabellenletzte, SV Leingarten, den zuvor so souveränen Spitzenreiter, Spvgg Satteldorf, schlägt. Der Leingartener Coup beschäftigt nun zum Vorrundenende vor allem den TSV Schornbach.

TSV Schornbach (8. Platz, 19 Punkte) – SV Leingarten (15., 10 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Gut gespielt und doch verloren. Die Schornbacher waren nach dem 3:6 in Kaisersbach ziemlich verärgert. Allerdings nicht wegen der schlechten Sicht. Spielertrainer Marius Jurczyk: „Das haben wir im Spiel gar nicht so wahrgenommen.“ Und als Ausrede will er es ohnehin nicht heranziehen. Das Ergebnis allerdings ist: Die Schornbacher müssen trotz ordentlicher 19 Punkte auf dem Konto auch nach unten schauen. Jurczyk: „Wir wollen 2019 möglichst noch sechs Punkte holen.“ Die ersten drei gegen Leingarten. Dass der Neuling zuletzt den Tabellenführer bezwungen hat, komme seiner Mannschaft womöglich sogar entgegen. Vielleicht tritt der SV nun etwas mutiger und offensiver auf, schafft damit Raum für die Gastgeber. Bei denen steht Sören Kanapinn (Knieprobleme) nicht zur Verfügung. Ansonsten fehlen nur die Langzeitverletzten Oliver Opel und Marko Schiek.

TV Oeffingen (5., 25 Punkte) – TV Pflugfelden (14. Platz, 11 Punkte; Samstag 14.30 Uhr). Die Oeffinger haben beste Chancen, die Vorrunde auf Platz fünf zu beenden. Gegen den Drittletzten sollte der achte Sieg folgen. Dann hätten die Oeffinger bereits vier Punkte mehr auf dem Konto als beim Vorrundenende der Saison 2018/19.

TSG Öhringen (16., 10 Punkte) – SV Breuningsweiler (9., 17 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). 0:0 gegen die Oeffinger, SVB-Trainer Toni Guaggenti ist mit der Leistung seiner Elf zufrieden. „Die letzten beiden Spiele waren besser, da müssen wir dranbleiben.“ Der Einsatz stimme, die Defensive ist stabiler, macht weniger Fehler. Gleich geblieben sind die personellen Probleme. Weil nun Max Brenner (krank) und Sven Franzen (privat verhindert) fehlen, „muss ich zum 15. Mal eine Abwehrformation basteln“. Patrick Goncalves allerdings steht wieder zur Verfügung, Lukas Friedrich trainiert seit 14 Tagen ohne Probleme, ist für den Samstag „eine kleine Option“. Auf der Bank saß er bereits gegen Oeffingen. In Öhringen muss der SVB gewinnen, denn mit 17 Punkten müssen die Breuningsweilermer auch den hinteren Teil der Tabelle im Auge behalten. Guaggenti: „Ich erwarte einen Sieg.“

TSV Pfedelbach (13., 13 Punkte) – SV Kaisersbach (4., 29 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). „Seit Wochen“ bereits, sagt SVK-Trainer Leo Gjini, ist der Aufsteiger in guter Stimmung. Kein Wunder. „Die 20 Punkte, die wir in der Vorrunde erreichen wollten, haben wir schon lange.“ 29 sind’s nun schon, und beim Vorletzten Pfedelbach könnten die nächsten drei folgen. Gjini aber warnt: „Das wird ein schweres Spiel.“ Pfedelbach habe zwar oft verloren, aber meist nur knapp. Außerdem muss Gjini auf Lucca Volkmer (als Pressesprecher mit der SG Sonnenhof unterwegs) und die angeschlagenen Jonas Kugler sowie Tim Schneidereit verzichten. Trotz Erfolg und guter Stimmung aber ist auch Gjini froh, dass lediglich noch zwei Spiele anstehen. „Dann freuen wir uns auch auf die Pause.“

Spfr Schwäbisch Hall (3., 30 Punkte) – TSV Schwaikheim (7., 21 Punkte; Samstag, 14 Uhr). 24 Punkte hatten die Schwaikheimer vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt auf dem Konto. Das hat sich Trainer Aleksandar Kalic erneut zum Ziel gesetzt und kann das auch noch erreichen - theoretisch. Praktisch wird es beim Tabellendritten äußerst schwer werden, denn der TSV müsste gewinnen. Das ist in dieser Saison erst einmal gelungen. Die drei Punkte vom 2:1-Sieg in Pfedelbach sind gleichzeitig die einzigen Schwaikheimer Auswärtspunkte bisher. Das 2:1 zuletzt gegen Öhringen habe der Mannschaft auf jeden Fall gutgetan. Kalic: „Wir haben zuvor auch schon nicht schlecht gespielt, jetzt haben wir uns endlich auch mal dafür belohnt.“ In Hall hofft er auf einen Erfolg, der TSV aber fahre dort ohne Druck hin. Und ohne den beruflich verhinderten Christian Seitz. Dafür steht Ralf Pfender wieder zur Verfügung. Kalics: „Ein wichtiger Spieler für die Stabilität im Team.“