Rems-Murr-Sport

Rems-Murr-Landesligisten erwarten Topteams

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Der SV Kaisersbach hatte im vergangenen Jahr viel Grund zum Jubeln. Ob es nun so weitergeht? © Volker Mueller

Die Fußball-Landesliga nimmt am Wochenende den Betrieb wieder auf, die Rems-Murr-Teams stehen gleich vor schweren Aufgaben. So erwartet der SV Kaisersbach Tabellenführer TSV Crailsheim zum Spitzenspiel.

SV Kaisersbach (4. Platz, 31 Punkte) – TSV Crailsheim (1., 36 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Es ist schon verrückt. Die Kaisersbacher sind schwierige Bedingungen in der Wintervorbereitung gewöhnt. Um dem Schnee zu entkommen, sind sie eigens vier Tage nach Porec (Kroatien) ins Trainingslager gefahren und haben bei 12 bis 15 Grad „sehr gut trainiert“. Wie im gesamten Kreis aber fiel auch in Kaisersbach kein Schnee – bis zum Mittwoch. Jetzt steht das Auftaktspiel auf der Kippe. SV-Trainer Leo Gjini würde gerne spielen. „Ich bin kein Freund von Nachholspielen.“ Auch wenn der Gegner Tabellenführer ist. Aber: „Wir haben noch eine Rechnung offen.“ Beim 2:3 im Hinspiel fiel der entscheidende Treffer in letzter Minute. Gjini hat bis auf die Langzeitverletzten Arnaud Seifert und Marcel Widmayer (Kreuzbandriss) alle Spieler zur Verfügung. Zwar rechnet er damit, dass die Gegner angesichts der guten Kaisersbacher Platzierungen ganz anders gegen sein Team antreten werden, aber er sagt auch: „Wir sind vorbereitet.“

TSV Schwaikheim (8., 22 Punkte) – Spvgg Satteldorf (2., 35 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Für die Schwaikheimer beginnen die Spiele mit einer besonderen Begegnung. 1:7 lagen sie in der Hinrunde bei der Spvgg Satteldorf bereits zurück, als das Spiel witterungsbedingt abgebrochen wurde. TSV-Trainer Aleksandar Kalic denkt jetzt trotzdem nicht an ein Revanchespiel. „Wir haben schon im Wiederholungsspiel gezeigt, dass wir es besser können.“ Der TSV unterlag mit 0:2. Am Sonntag gelte: „Die müssen gewinnen, wir wollen.“ Obwohl Kalic mit Christian Seitz einen wichtigen Spieler und Torschützen an den SV Breuningsweiler verloren hat, ist er zuversichtlich. „Natürlich kann man Christian Seitz nicht eins zu eins ersetzen.“ Die anderen Spieler aber müssten das als Chance begreifen. Kevin Pilih sei eine Alternative als zweiter Stürmer neben Falco Frank, genauso Yusuf Dik und Alexander Overcenko, der sein Potenzial bisher noch nicht gezeigt habe. „Auch Steffen Griese muss da hineinwachsen“ und Auron Selimi sei mittlerweile deutlich torgefährlicher. Zudem könne er sich vorstellen, Felix Weiblen weiter nach vorne zu ziehen. Am wichtigsten aber sei: Die meisten der verletzten Spieler stehen wieder zur Verfügung. Lediglich Denis Solyom fehlt noch, Kevin Reeves hat erst das Lauftraining wieder aufgenommen.

TV Pflugfelden (13., 14 Punkte) – SV Breuningsweiler (10., 21 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Mit gemischten Gefühlen geht SVB-Trainer Toni Guaggenti ins erste Spiel. „Die Vorbereitung war gut, aber mit den Ergebnissen bin ich absolut nicht zufrieden.“ Er könne nicht sagen, wo sein Team steht. Der Blick auf die Tabelle aber sagt ihm: zu nahe an der Abstiegszone. Das erste Spiel ist deshalb umso wichtiger. Zumindest im Kader sieht es nun deutlich besser aus als in der Vorrunde. Zwar hat Marian Asch (Bandscheibe) noch gar nicht trainiert und auch Max Grundmann hat weiterhin Leistenprobleme, der Rest aber stehe zur Verfügung. Zudem hat Guaggenti in der Offensive nun mehr Alternativen: zum einen, weil Lucas Friedrich wieder dabei ist (wenn auch derzeit erkältet), und die Neuzugänge Christian Seitz (Schwaikheim) sowie Rrustem Ibishai (Sonnenhof) eine Bereicherung seien. Und doch sagt Guaggenti vor dem Auftakt: „Ich bin wirklich gespannt, wie wir den Schalter umlegen.“

SF Schwäbisch Hall (3., 34 Punkte) – TSV Schornbach (9., 22 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Es gibt einfachere Gegner zum Auftakt, aber TSV-Spielertrainer Marius Jurczyk kommt die schwere Aufgabe ganz recht. „Da weiß man gleich, wo man steht. Außerdem stimmen beim Gegner vielleicht noch einige Abläufe nicht.“ Davon würde der TSV profitieren. Mit der Vorbereitung ist Jurczyk sehr zufrieden. „Alle haben gut mitgezogen.“ Allerdings fällt nun Dominik Parham lange aus. Ihm riss im Vorbereitungsspiel gegen Allmersbach die Achillessehne. Der Rest des Kaders, den Ali Ramin Alizada und Nick Meinhardt verlassen haben, ist bis auf Sören Kanapinn (Knieprobleme) fit. Zudem ist Dominik Kowalski, 19-jähriger Mittelfeldspieler mit A-Junioren-Bundesligaerfahrung und schon lange Trainingsgast in Schornbach, nun spielberechtigt. Das Hinspiel gewann Schornbach mit 2:1.

SG Sindringen/Ernsbach (14., 14 Punkte) – TV Oeffingen (5., 28 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Angesichts der Tabellensituation fahren die Oeffinger als klare Favoriten zum Aufsteiger. Allerdings hat es schon in der Vorrunde nur zu einem 1:1 gereicht. Der TVOe aber hat sich in der Vorrunde gut präsentiert, hat sich in der Pause mit Eldin Sadikovic (SV Fellbach) und Denis Krak (pausiert) verstärkt. Ein Unentschieden sollte mindestens herausspringen.