Rems-Murr-Sport

Rems-Murr-Teams unter Druck

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Mit Glück und dem guten Torwart Simon Hieber haben die Schwaikheimer in der Vorrunde den SV Fellbach besiegt. Falco Frank (rechts im Zweikampf mit Nikola Jelic) schlug die Ecke zum entscheidenden Treffer von Heiko Bernert. Am Freitagabend findet das Rückrundenspiel statt. © Ralph Steinemann Pressefoto

Verlieren verboten. Von der 3. Liga bis zur Landesliga stehen die Rems-Murr-Fußballteams unter Druck. Besonders in der Landesliga liegt das Feld so eng beieinander, dass eine Niederlage sofort Abstiegsgefahr bedeutet.

3. Liga

SG Sonnenhof Großaspach (13. Platz, 33 Punkte) – SV Wehen Wiesbaden (4., 50 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Aspacher warten weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2018. Zwar ist der Abstand zu den Abstiegsplätzen mit elf Punkten noch komfortabel, doch die SG sollte tunlichst darauf achten, die Misserfolgsserie nicht zum Trend werden zu lassen. Und ausgerechnet jetzt kommt eine Mannschaft, die im Aufstiegsrennen jeden Zähler braucht und mit Rüdiger Rehm einen Trainer mitbringt, der die SG bestens kennt. Wehen ist vom Aspach-Bezwinger KSC von Platz drei verdrängt worden und will den zurückerobern. Die Gastgeber hingegen brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.

Zumindest im Personalmanagement können sie das bereits vermelden. Timo Röttger bleibt der SG auch in der kommenden Spielzeit treu. Der SG-Torjäger, der in dieser Spielzeit bisher sechs Treffer erzielt hat, hat seinen Vertrag bis 2019 mit der Option auf eine weitere Spielzeit verlängert. Damit sichert sich die SG Sonnenhof Großaspach auch in Zukunft die Dienste des 32-jährigen Angreifers. Seit seinem Wechsel nach Aspach im Juli 2015 absolvierte Röttger 89 Pflichtspiele für die SG, in denen er 22 Tore erzielte und 13 weitere Treffer vorbereitete. Zuvor war der in Waldbröl geborene Röttger auch schon für Bayer 04 Leverkusen, den SC Paderborn 07, Dynamo Dresden und RB Leipzig auf Torejagd.

Oberliga

Auch in der Oberliga gibt’s die kuriosesten Dinge. Die TSG Backnang kehrte unverrichteter Dinge aus Karlsruhe zurück, weil sie wegen eines Staus erstens zu spät zum Spiel kam und dort zweitens keine Flutlichtanlage zur Verfügung stand, die bei einem verspäteten Anpfiff nötig gewesen wäre. Zumindest Letzteres klingt eher nach Kreisklasse. Nachgeholt wird die Partie am 11. April. Eine Woche später geht’s nach Göppingen.

TSG Backnang (11. Platz, 25 Punkte) – SSV Reutlingen (12., 24 Punkte; Sonntag, 12.30 Uhr). Auswärts darf die TSG derzeit offenbar nicht spielen, aber zu Hause fühlt sie sich ohnehin wohler. Hier hat sie jetzt die Chance, einen Tabellennachbarn auf Distanz zu halten.

Landesliga

Weiterhin hängt alles eng beieinander. Nach zwei Niederlagen ist der TV Oeffingen der Abstiegsrelegationsplatz bis auf einen Punkt nahe gekommen. Dabei stand er vor zwei Wochen noch auf Platz acht. Dort rangiert mittlerweile der TSV Schornbach, auch nur einen Punkt besser als Oeffingen.

SV Fellbach (10. Platz, 22 Punkte) – TSV Schwaikheim (5., 26 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Als einziges Rems-Murr-Team hat der TSV Schwaikheim am vergangenen Wochenende gewonnen. „Das war enorm wichtig“, sagt Trainer Toni Guaggenti. „Man sieht ja, wie eng das alles ist. Diese Liga ist eine Wundertüte.“ Fünfter ist der TSV nun, doch „die Platzierung interessiert mich nicht“. Die wichtigste Zahl ist der Punkteabstand nach hinten. Vier Punkte liegen die Schwaikheimer hier vor den Fellbachern, für die ein Sieg deshalb viel wichtiger wäre. Und die, darauf verweist Guaggenti, zu Hause wesentlich stärker als auswärts sind. Der TSV-Trainer hatte in dieser Woche wieder mehr Personal im Training. Nur die Langzeitverletzten Marius Pfender, Felix Bauer und Stoyan Stoyanov fehlen. Und Christian Seitz musste pausieren. Sein Einsatz ist fraglich. Weiter im Kader bleibt der A-Jugendliche Yusuf Dik, den Guaggenti zusammen mit Chris Antoniadis in der Wintervorbereitung nach oben gezogen hat. „Er hat seine Sache gegen Leinfelden sehr gut gemacht.“ Und soll deshalb auch mithelfen, aus Fellbach Zählbares zu entführen.

SV Breuningsweiler (1., 38 Punkte) – SV Kornwestheim (16., 12 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Größer könnten die Unterschiede kaum sein. Der Erste erwartet den Letzten. Allerdings hat der - souveräne – Erste zuletzt beim Vorletzten SV Leingarten nicht sonderlich souverän agiert und 2:3 verloren. „Die Einstellung hat nicht gestimmt“, sagt Spielertrainer Niko Rummel. Schon die 2:0-Führung sei nicht verdient gewesen. Aber er ist sicher: „Die Mannschaft hat kapiert, dass es so nicht geht. Sie wird reagieren.“ Der Tabellenführer hat allerdings nun etwas, das er in der Vorrunde nicht gehabt hat: Personalsorgen. Rummel: „Wir sind schon nach Pfedelbach mit nur noch elf spielfähigen Spielern gefahren.“ Jetzt kämen zwar einige aus dem Urlaub zurück, Kapitän Stefano Costa ist wieder dabei. Aber Steffen Maier hat sich zum mittlerweile dritten Mal die Schulter ausgekugelt und wird in dieser Saison nicht mehr spielen können. Torjäger Lukas Friedrich hat Sprunggelenkprobleme und wird am Wochenende ebenfalls fehlen. Dennoch sollte der Tabellenführer so stark sein, sich gegen das Schlusslicht durchzusetzen.

TSV Schornbach (8., 23 Punkte) – TSV Crailsheim (3., 31 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). 1:1 beim Tabellenletzten – das kann TSV-Trainer Giuseppe Greco nicht glücklich gemacht haben. Er ist denn auch unzufrieden darüber, dass seine Mannschaft – vor allem in Hälfte zwei – so viele Chancen hat liegenlassen. Allerdings: „Kornwestheim hat auch sehr diszipliniert gespielt. Es war schwer, Lücken zu finden.“ Deutlich gezeigt habe sich auch, dass es für seine Mannschaft das erste Punktspiel des Jahres war, für die Gastgeber bereits das zweite. So hätten seine Spieler zuweilen etwas halbherzig agiert. Nach dem Seitenwechsel sie es deutlich besser geworden. „Ich hoffe, die Mannschaft knüpft daran an.“ Allerdings ist die personelle Lage etwas unübersichtlich. Dominik Parham (Muskelfaserriss) fällt sicher aus, Fabian Schrehardt hat die Grippe, Georgios Mahlelis und Timo Morawietz sind angeschlagen. Greco: „Wir müssen das übers Team auffangen.“ Immerhin steht Koray Yildiz diesmal zur Verfügung, und die in Kornwestheim eingewechselten Spieler haben allesamt überzeugt. Auch wenn mit Crailsheim ein starker Gegner kommt, Greco will gewinnen. „Die Mannschaften, die jetzt nicht schnell zwei oder sogar drei Siege einfahren, werden lange, vielleicht bis zum Schluss, gegen den Abstieg spielen.“ Schornbach möchte nicht darunter sein.

TV Oeffingen (11., 22 Punkte) – Spvgg Ludwigsburg (12., 21 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Das Jahr beginnt schlecht für die Oeffinger. Eine nicht einkalkulierte Heimniederlage gegen Aufsteiger Stetten-Kleingartach, eine zumindest im Ergebnis deutliche Niederlage in Satteldorf – schon läuten die Alarmglocken. Folgt die dritte Niederlage in Folge, sieht’s erst mal schlecht für den TVOe aus.