Rems-Murr-Sport

Schafft Breuningsweiler die Wende?

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Die Lage ist brisant beim SV Breuningsweiler. Am Sonntag braucht er einen Sieg und er bräuchte Sven Franzen für solche Zweikämpfe (hier gegen Janis Feufel vom FV Löchgau). Sein Einsatz aber ist ungewiss. © Ralph Steinemann Pressefoto

Fußball: Verbandsligist steht vor einem Schlüsselspiel / Schwaikheim kann Landesligatabellenführer werden

Die einen sind am Boden zerstört, die anderen stehen vor einem großen Erfolg. Verbandsligist SV Breuningsweiler muss die Niederlagenserie durchbrechen, der TSV Schwaikheim kann in der Landesliga zumindest für einen Tag Tabellenführer werden.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (15. Platz, 7 Punkte) - FC 07 Albstadt (16., 6 Punkte; Sonntag, 14 Uhr). 0:10 in Ehingen! Das tut weh. Eine „desaströse Vorstellung“ habe seine Mannschaft geboten, sagt Trainer Niko Rummel. Es habe den einen oder anderen Moment gegeben, „wo wir uns gewehrt haben“. Das ist deutlich zu wenig. Die Mannschaft sei entsprechend niedergeschlagen. Und das ausgerechnet vor einem „Schlüsselspiel“. Gegen den Tabellenletzten muss der SVB gewinnen. „Wir müssen alles einsetzen, damit wir noch Mut und Zuversicht für den Rest der Vorrunden haben.“ Denn das ist das momentan wichtigste Ziel: durchzukommen bis zur Pause, nicht völlig abgehängt zu werden. Und danach mit von Verletzungen genesenen und neuen Spielern fit in die Rückrunde zu gehen, um den Ligaverbleib noch zu schaffen. Dann auch mit Toni Guaggenti als Nachfolger des zurückgetretenen Trainers Hannes Stanke. Doch bis dahin sollten noch einige Punkte gesammelt werden. Die Personalsituation ist weiterhin schlecht. Dario Nieswandt, der in Ehingen kurzfristig passen musste, wird wohl ins Tor zurückkehren. Fragezeichen stehen hinter Sven Franzen (angeschlagen) und Nico Kovac (krank), Christian Mayer ist gelb vorbelastet. Für den SVB wird die Begegnung zum „schwierigen Balanceakt“. Er darf auf keinen Fall verlieren, kann sich aber nicht nur auf die Defensive verlassen. Rummel: „Wir müssen aktiv bleiben.“ Und zur Stärkung des angegriffenen Selbstvertrauens sollten sich die Spieler das gute Spiel gegen Tabellenführer SKV Rutesheim in Erinnerung rufen.

Landesliga

TSV Schornbach (15. Platz, 10 Punkte) - Spvgg Satteldorf (14., 10 Punkte; Samstag, 14 Uhr). „Erleichterung“ in Schornbach. Nach sechs Niederlagen in Folge hat der TSV zumindest einen Punkt geholt – und das immerhin beim Tabellenzweiten Bietigheim. „Es war ein sehr gutes Spiel von uns“, sagt Trainer Marius Jurczyk. „Wir waren teilweise die bessere Mannschaft, haben aber wieder viele Chancen vergeben.“ Zumindest habe sich die Mannschaft mit einem Punkt belohnt. Insgesamt sei das Spiel ein „Riesenfortschritt“ gewesen. Und wenn das Team daran anknüpfe, werde sich der Aufwärtstrends auch fortsetzen. Das sollte es gleich am Wochenende tun. „Das ist ein richtungsweisendes Spiel für uns“, sagt Jurczyk. Wer gewinnt, befreit sich aus der Abstiegszone. Personell sieht’s ordentlich aus. Fabian Burkhardt ist noch krank, Alexander Nita noch rotgesperrt und Patryk Ferraro wurde an der Schulter operiert. Christopher Paurevic und Luca Squillacioti sollten wieder zu 100 Prozent fit sein und Ulas Yagmur hat seine Sperre abgesessen.

SV Schluchtern (13., 11 Punkte) - SV Allmersbach (16., 5 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Die Landesliga ist unberechenbar. „Jetzt kann man nicht einmal mehr sicher auf einen Allmersbacher Sieg setzen“, sagt SVA-Trainer Thomas Sommer. Gegen Oeffingen gelang der erste Erfolg. Zwar auch mit etwas Glück, aber gerade das hat in den Spielen zuvor oft gefehlt. Geholfen hat auch, dass mit Max Scholze, Hannes Theilacker und Simon Ferber drei wichtige Spieler wieder spielen konnten und endlich auch mal die Chancen verwertet wurden. Sommer: „Der Mannschaft ist jetzt klar, dass es nur über Team und den Einsatz geht.“ So sei es auch gelungen, gegen Oeffingen keine Chance aus dem Spiel heraus zuzulassen. Gelingt das auch in Schluchtern und trifft der SVA erneut so effektiv, sieht die Lage gar nicht mehr so hoffnungslos aus. Und die Schluchterner haben es auf eigenem Platz bisher auch nur zu gerade mal vier Punkten gebracht. Fehlen werden Allmersbach weite Niklas Schommer (Knie-OP), Tim Fuchslocher und Michael Heißwolf (Achillessehne gerissen).

TSG Öhringen (12., 13 Punkte) - TSV Schwaikheim (2., 20 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Anfang des Monats noch stand der TSV auf dem drittletzten Tabellenplatz. Am Samstagabend könnte er Tabellenführer sein. Dazu müsste er in Öhringen gewinnen, Spitzenreiter Schwäbisch Hall kann erst am Sonntag nachlegen. In Schwaikheim läuft’s. Fünf Siege in Folge, von denen, wie Trainer Aleksandar Kalic zugibt, einige knapp waren („Das waren aber vorher auch die Niederlagen“), der letzte aber wurde souverän erreicht. „Darauf haben wir hingearbeitet. Wir werden von Spiel zu Spiel sicherer.“ Dennoch verliere angesichts der Tabellensituation keiner den Blick für die Realität. „Wir wollten früh 20 Punkte, die haben wir jetzt. Der Rest ist Bonus.“ In Öhringen fehlt zwar Marius Pfender urlaubshalber, der Rest des Kaders aber steht – bis auf zwei Langzeitverletzte – zur Verfügung. Und vielleicht ist der TSV am Samstagabend erstmals die Nummer eins in der Liga.

SSV Gaisbach (6., 18 Punkte) - SV Fellbach (7., 17 Punkte: Samstag, 14 Uhr). Dem SVF ist es nicht gelungen, im Heimspiel an den vor ihnen platzierten Pflugfeldenern vorbeizuziehen. Nun muss er aufpassen, dass ihm die Gaisbacher, ebenfalls nur einen Punkt besser, nicht enteilen.

TV Oeffingen (12., 13 Punkte) – TSV Crailsheim (11., 13 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Eine Überraschung erlebten die Oeffinger im Rems-Murr-Derby. Den Allmersbachern gelang gegen sie der erste Sieg. Das warf den TVOe gleich mal mächtig zurück, aber er kann das gleich wieder korrigieren. Gegen die auswärtsschwachen Gäste bietet sich die Chance, die mäßige Heimbilanz aufzupolieren.