Rems-Murr-Sport

Schornbach gegen Tabellenzweiten, Oeffingen beim Ersten

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Patryk Ferraro und der TSV Schornbach erwarten den Tabellenzweiten Crailsheim © Gisbert Niederführ

Ein gutes Drittel der Saison in Fußball-Verbands- und Landesliga sind absolviert, die Rems-Murr-Mannschaften stehen überwiegend gut da.

Verbandsliga Württemberg

TSG Backnang (1. Platz, 20 Punkte) - TSG Tübingen (15., 5 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Souverän haben die Backnanger das erste Spiel, das sie nicht gegen eine Mannschaft aus dem oberen Drittel führten, gewonnen. Da sollte auch die TSG Tübingen kein Problem sein.

SV Fellbach (16., 4 Punkte) - SSV Ehingen-Süd (2., 17 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Fellbacher drohen den Anschluss zu verlieren. Fünf Punkte fehlen im Moment zum – voraussichtlich – ersten Nichtabstiegsplatz. Daran wird sich am Wochenende in positiver Hinsicht kaum etwas ändern. Gegen den Tabellenzweiten gehen die Aufsteiger lediglich als Außenseiter auf den Platz.

Landesliga Württemberg, Staffel 1

TSV Schornbach (7. Platz, 12 Punkte) - TSV Crailsheim (2., 15 Punkte, Sonntag, 14 Uhr). Mit 3:5 haben die Schornbacher beim Vorletzten FV Löchgau verloren. Spielertrainer Marius Jurczyk sieht die Partie aber nicht so schlecht, wie das Ergebnis glauben machen könnte. Zum einen ist Verbandsligaabsteiger Löchgau stärker, als es der Platz aussagt, zum anderen habe seine Mannschaft eine „sehr gute erste Halbzeit“ gezeigt, dabei „sehr gute Tore herausgespielt“. Allerdings sei die zweite Halbzeit auch „ganz schlecht gewesen“. Unterm Strich ist Jurczyk mit dem Ergebnis der bisherigen Spiele zufrieden. Es gelte weiterhin, möglichst weit weg von der Abstiegszone zu bleiben. Die ist noch ein gutes Stück entfernt, aber am Sonntag ist eine Mannschaft zu Gast, die schwer zu besiegen sein wird. Der TSV hat es sich trotzdem zum Ziel gesetzt. Angeschlagen sind Marco Schiek und Nick Meinhardt, bei Robin Eißele ist der Einsatz aus beruflichen Gründen fraglich. Fabio Romanello ist krank. Noch zu früh ist es wohl für Luca Rube, von dem sich Jurczyk allerdings für die Zukunft einiges erhofft.

Spvgg Satteldorf (1., 15 Punkte) - TV Oeffingen (3., 13 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Erste Saisonniederlage und das im Spitzenspiel gegen Schwäbisch Hall. Schon folgt das nächste Spitzenspiel, der TVOe muss zu Tabellenführer Satteldorf, der am vergangenen Wochenende ebenfalls erstmals verlor. Oeffingen droht die zweite Niederlage.

Germania Bietigheim (9., 6 Punkte) - SV Breuningsweiler (4., 13 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Trotz Personalsorgen hat der SVB klar gewonnen: 5:1 – mit zwei Toren von Giovanni Costa, der aus der zweiten Mannschaft nach oben kam. Trainer Toni Guaggenti kann sich offensichtlich auf seine Nachrücker verlassen. Zufrieden war er gegen Leingarten trotzdem nicht. „Immer noch das leidige Thema.“ Seine Angreifer vergeben zu viele Chancen. „Wir hätten höher gewinnen müssen.“ Vor dem Spiel in Bietigheim sieht die personelle Lage nicht besser aus. Luca Jungbluth ist zwar aus dem Urlaub zurück, dafür fehlt Marko Kovac aus beruflichen Gründen. Im Tor steht Patrick Demut, der mit Dario Nieswandt rotiert. „Auf dieser Position habe ich die geringsten Probleme“, sagt der Trainer. Gastgeber Bietigheim schätzt Guaggenti stark ein. Und die Partie dort leite eine Phase ein mit etablierten Gegnern. „Da wird sich zeigen, wohin die Reise geht.“

SV Kaisersbach (8., 10 Punkte) - SV Kornwestheim (13., 4 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Aufsteiger Kaisersbach überrascht weiterhin. 4:0 führte er in Pflugfelden schon. Am Ende hieß es 4:2. „Wir waren sehr effektiv“, sagt Trainer Leo Gjini. „Und am Schluss haben wir auch Glück gehabt.“ Da habe seine Mannschaft zu viele Chancen zugelassen. „Das müssen wir abstellen.“ Die zehn Punkte nach sechs Spielen können sich dennoch sehen lassen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Arnaud Seyfert und Marcel Widmaier („Zwei sehr wichtige Leute für uns“) noch gar nicht spielen konnten. Gabriel-Cosmin Simion und Jonas Kugler mussten in Pflugfelden ausgewechselt werden. Noch ist nicht sicher, ob sie einsatzfähig sind. Lucca Volkmer dagegen steht wieder zur Verfügung.

TSV Schwaikheim (6., 12 Punkte) - SG Sindringen/Ernsbach (10., 5 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). „Wir werden fünf, sechs Wochen brauchen, bis die Form kommt“, hatte TSV-Trainer Aleksandar Kalic zu Saisonbeginn gesagt. Er hat recht behalten, die Schwaikheimer haben sich gesteigert und gleichzeitig in den bisherigen Spielen viele Punkte geholt. Jetzt sagt Kalic: „Wir sind gut drauf.“ Zudem hat er den Kader fast komplett zur Verfügung. Einen Kader, der durch die zusätzliche Verpflichtung von Elton und Auron Selimi ziemlich groß geworden ist. „Das war bisher kein Problem, weil immer jemand gefehlt hat“, sagt Kalic. Und jetzt macht sich Unzufriedenheit breit? Das glaube er nicht. Nicht beim TSV. „Das ist das Besondere an Schwaikheim.“ Nichts Besonderes wäre es dagegen, gewänne der TSV am Sonntag. Er ist klarer Favorit gegen den Neuling.