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Schorndorf gewinnt Pokalfinale

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Spannend und umkämpft war das Pokalfinale in Großaspach. Hier grätscht der Schorndorfer Orkun Dogan gegen den Remshaldener Naoufel Jaouadi (hinten Timo Strohmayer). © Ralph Steinemann Pressefoto

Die SG Schorndorf hat sich den Sieg im Fußball-Bezirkspokal gesichert. Vor 1200 Zuschauern in der Aspacher Mechatronik-Arena schlug sie die SV Remshalden in einem nicht hochklassigen, aber bis zum Schluss spannenden Spiel mit 2:1. Zur Pause hatten die Remshaldener noch vorne gelegen.

Die Schorndorfer begannen engagiert und hatten zunächst die besseren Aktionen Richtung gegnerischem Tor, auch wenn daraus keine klaren Torchancen resultierten. Allerdings Situationen, aus denen mehr hätte werden können. Die Remshaldener Defensive hatte alle Hände voll zu tun gegen die geballte Schorndorfer Offensivkraft mit Sokol Kacani im Zentrum sowie Timo Strohmayer und dem schnellen Robin Eißele auf den Flügeln. So hätte der aufgerückte Verteidiger Orkun Dogan in der 12. Minute nach einer schnellen Kombination über Marcello Vulcano und Strohmayer fast die Führung erzielt, traf den Ball aber nicht richtig. Dann schoss Kacani übers Tor (14.), Strohmayers Schuss parierte SVR-Torhüter Daniel Hofmeister (23.), genauso den von Eißele (25.).

Ein Heber aus 40 Metern Entfernung

Remshalden schien zunächst nur auf lange Bälle zur einzigen Spitze Naoufel Jaouadi zu setzen. Dessen gefährlichste Aktion jedoch war ein nur knapp misslungener Heber aus 40 Metern über den weit aufgerückten Schorndorfer Torwart Dennis Mayer (22.). Insgesamt waren die Aktionen beider Teams sehr ungeordnet, noch war zu viel Nervosität im Spiel.

Ab der 26. Minute änderte sich das Bild. Zunächst schoss Silvan Hinderer knapp am Schorndorfer Tor vorbei, dann schickte der starke Lionello Zaino Dominik Raith in die Gasse, der versetzte erst Paul Schmid und Dogun und danach Torwart Mayer – Remshalden führte 1:0 (27.).

Aus für den Schorndorfer Torjäger Kacani nach 34 Minuten

Der Treffer zeigte Wirkung bei der SG, zumal in der 34. Minute Sokol Kacani wegen Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste. „Ich habe mich schon bei der ersten Aktion verletzt, hab’ dann versucht, noch eine Weile durchzuhalten“, sagte der Stürmer.

Bei Schorndorf gelang bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel. Die SG baute viel zu umständlich auf. Remshalden glänzte ab und zu mit Kombinationen zwischen Lamin Jatta und Raith, deren Ausgangspunkt immer Zaino war. Insgesamt aber war auch das zu wenig. Vor allem nach dem Seitenwechsel.

Schorndorf dominiert nach der Pause

Die Schorndorfer kamen mit dem Elan zurück, die Partie umzubiegen. Remshalden setzte dem in dieser Phase zu wenig entgegen. Schon in der 47. Minute prüfte Andreas Binder Torwart Hofmeister, vier Minuten später traf Strohmayer zwar, allerdings aus Abseitsposition. Weitere vier Minuten später jedoch war es so weit. Remshalden ließ erst Marcello Vulcano im Mittelfeld zu viel Platz, dann Manuel Dittrich auf der linken Seite. Dessen Hereingabe nutzte Strohmayer zum verdienten Ausgleich (55.).

Remshalden allerdings hätte nur wenig später erneut in Führung gehen können, Jatta jedoch erreichte Silvan Hinderers Hereingabe nicht (57.), und nach einer schönen Kombination über Ali Ramin Alizada und Jaouadi war Zainos Schuss zu harmlos für Dennis Mayer (63.).

Schorndorf dominierte nun, der eingewechselte Spielertrainer Zoran Cutura traf die Latte (67.), Strohmayers Schuss war zu schwach (68.), und Eißele wurde von Fabian Mayerle im letzten Moment noch gestoppt (69.). Gegen Vulcanos Hammer aus 18 Metern aber gab es keine Abwehrmöglichkeit: Schorndorf führte 2:1 (70.). Fast hätte Strohmayer, als sich die SVR-Abwehr uneins war, das 3:1 erzielt, schoss aber knapp vorbei (77.), nach Cuturas Flanke verfehlte Eißele den Ball.

Remshalden wurde erst in der Schlussphase wieder lebendig. Es brannte einige Male lichterloh im Schorndorfer Strafraum, letztlich aber änderte sich nichts mehr am verdienten Schorndorfer Sieg.

Die Aufstellungen

SG Schorndorf: Mayer; Nagel, Greco, Dogan; Selimi, Lednig (65. Cutura), Schmid (46. Dittrich), Vulcano (85. Koudamenov); Eißele, Kacani (34. Binder), Strohmayer.

SV Remshalden: Hofmeister; F. Mayerle, Levermann, Strehlow, Büttner (76. Collaku); K. Mayerle; Hinderer (60. Alizada), Jatta (67. Ok), Raith (88. Wollmetshäuser), Zaino; Jaouadi.

Schiedsrichter: Jonathan Bauer (Gaildorf) mit Quendrim Mustafaj und Lars Diesinger an der Linie

Hier gibt's die Stimmen zum Spiel

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