Rems-Murr-Sport

Schorndorfer Radprofi Jannik Steimle bei zwei WM-Rennen in Australien am Start

Luxemburg-Rundfahrt 2022 - 3. Etappe Rosport nach Diekirch
Die Luxemburg-Rundfahrt diente für Jannik Steimle (vorne, Zweiter von links), hier bei der dritten Etappe von Rosport nach Diekirch, zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. An diesem Mittwoch ist der Schorndorfer in seinem ersten von zwei Rennen am Start. © Roth

Seit Sonntag finden in Wollongong (Australien) die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat den Schorndorfer Jannik Steimle für zwei Rennen nominiert: An diesem Mittwoch (21.09.) startet der 26-Jährige im Mixed-Teamzeitfahren, am Sonntag (24.09.) im Straßenrennen der Männer über knapp 270 Kilometer. Steimles Fokus liegt zunächst auf dem Zeitfahren. „Eine Medaille wäre überragend“, sagt er. „Wenn alles gut läuft, können wir das schaffen.“

Viel Zeit zur Vorbereitung und Akklimatisation ist dem Schorndorfer nicht geblieben, erst einen Tag vor seinem ersten Start in Australien stieg er aus dem Flugzeug. Trotzdem relativ gelassen und guter Dinge. Vorige Woche war er noch mit seinem Team Quick-Step Alpha Vinyl bei der Luxemburg-Rundfahrt im Einsatz gewesen. Ziel war, sich nach seinem Anfang August erlittenen Schlüsselbeinbruch inklusive Operation wieder in Form zu bringen.

Von Tag zu Tag besser gefühlt

Nach Steimles Einschätzung ist er ein gutes Stück vorangekommen. „Ergebnisse habe ich in Luxemburg nicht erwartet“, sagt er. Er sei aber die ganze Woche gut durchgekommen und habe sich Tag für Tag besser gefühlt. „Aufs Zeitfahren habe ich mich sehr gefreut, doch da hat mich das Wetter leider ausgebremst.“ Steimle gehörte der Gruppe an, die im halbstündigen Regen fahren musste. „Die Favoriten waren in einer späteren Gruppe, da war die Strecke wieder abgetrocknet.“ Trotz der schlechten Bedingungen hatte Steimle nur eine Minute Rückstand auf den Sieger. „Ich denke, bei trockener Strecke hätte ich unter die ersten fünf kommen können.“

Quasi direkt nach der finalen Etappe in Luxemburg hob in Frankfurt der Flieger nach Australien ab – mit einem zuversichtlichen Jannik Steimle an Bord. „Ich habe ein positives Gefühl.“ Auch, weil ihn die Schulterverletzung und der Bluterguss in der Hüfte kaum mehr behinderten.

Direkt vom Flughafen ging's für Jannik Steimle zur Streckensichtung in Wollongong, einer 260 000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat New South Wales. „Der Parcours ist technisch sehr anspruchsvoll, es gibt viele Kurven und Kreisverkehre“, sagt er. Der Kurs sei relativ unrhythmisch, was ihm aber entgegenkomme. Ein bisschen Sorge bereitet ihm die Wetterprognose, es soll am Nachmittag regnen. Das Gute sei, dass die Favoriten auf die Medaillen innerhalb einer Viertelstunde starteten. „Das heißt, es sollten gleiche Bedingungen herrschen.“

Gefahren wird im Sechser-Team. Das Mixed-Teamzeitfahren ersetzt das frühere Mannschaftszeitfahren. Erst gehen drei Männer auf den Parcours. Sind die über der Ziellinie, begeben sich die drei Frauen auf die Strecke. „Ich denke, wir haben eine Chance auf eine Medaille, auch wenn die Konkurrenz sehr stark ist“, sagt Steimle. „Es hängt natürlich viel von der Tagesform ab.“

Seit Sonntag finden in Wollongong (Australien) die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat den Schorndorfer Jannik Steimle für zwei Rennen nominiert: An diesem Mittwoch (21.09.) startet der 26-Jährige im Mixed-Teamzeitfahren, am Sonntag (24.09.) im Straßenrennen der Männer über knapp 270 Kilometer. Steimles Fokus liegt zunächst auf dem Zeitfahren. „Eine Medaille wäre überragend“, sagt er. „Wenn alles gut läuft, können wir das schaffen.“

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