Rems-Murr-Sport

Schwaikheim im Hoch, Schornbach im Tief

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© Gisbert Niederfuehr

Fußball: SV Fellbach am Freitagabend gegen Nachbar TV Oeffingen mächtig unter Druck. Aufsteiger TSV Schwaikheim hält sich weiter wacker in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga. Mitaufsteiger TSV Schornbach dagegen ist nach guten Start im Tief. Ihm geht es dennoch weitaus besser als dem SV Fellbach, der am Freitagabend gegen Nachbar Oeffingen nicht verlieren darf.

Verbandsliga.
TSV Ilshofen (9. Platz, 12 Punkte) – TSG Backnang (6., 16 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Im Pokal zwar an einem Landesligisten gescheitert, in der Liga aber weiterhin gut im Rennen. Die TSG Backnang hält sich gut, zu Platz zwei fehlen lediglich drei Punkte. Aber auch nach unten sind schnell einige Plätze verloren. In Ilshofen sollte die TSG deshalb zumindest punkten.

Landesliga.
SV Schluchtern 13., 8 Punkte) – TSV Schwaikheim (3., 19 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Der TSV gewinnt, gewinnt, gewinnt. In den letzten sechs Spielen holte er 15 Punkte, und das überwiegend gegen Mannschaften, die in der Spitzengruppe standen (Satteldorf, Crailsheim) oder dort erwartet wurden (Ludwigsburg). Nur in Oeffingen gab’s eine Niederlage, die, so Trainer Toni Guaggenti, seine Spieler immer noch wurmt. Die Erfolgsserie führt Guaggenti auf zwei Punkte zurück: Zum einen zählen zur Mannschaft immer noch viele Spieler, die beim ersten Schwaikheimer Ausflug in die Landesliga 2012/13 gescheitert sind. „Die wollen das diesmal besser machen.“ Zum anderen: „Wir sind eine Mannschaft, jeder kämpft für den anderen.“ Die Mannschaft setze auch seine Vorgaben sehr gut um. Und schließlich als Letztes: „Wir haben einen tollen Torwart.“ Auf Simon Hieber ist Verlass. Hilfreich ist sicher auch, dass Guaggenti in den letzten Spielen bis auf eine Veränderung immer dieselbe Elf auflaufen lassen konnte. Platz drei führe nun „definitiv“ nicht dazu, dass der TSV übermütig werde. „Das ist eine tolle Momentaufnahme.“ Was aber zähle, sei nur der Punktestand. Denn am Saisonziel habe sich nichts geändert: Klassenerhalt. In Schluchtern erwartet Guaggenti „ein komplett anderes Spiel“ als gegen Satteldorf oder Crailsheim. „Ich gehe von einem hart umkämpften Spiel aus.“ Felix Weiblen (Pferdekuss) und Christian Seitz (umgeknickt) sind angeschlagen. Dennoch ist wohl erneut mit der erfolgreichen Anfangsformation zu rechnen.

SV Fellbach (14. Platz, 6 Punkte) – TV Oeffingen (6., 14 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Während es beim TV Oeffingen nach schwachem Start beständig aufwärtsging, dümpeln die Fellbacher weiterhin im Tabellenkeller. Als hätte das Derby nicht schon genug Brisanz, jetzt sind die Gastgeber auch noch zum Siegen verdammt. Im Vorjahr gelang dem SVF ein 1:0-Sieg.

TSV Heimerdingen (9., 11 Punkte) – TSV Schornbach (7., 13 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Gut gestartet und nun im Tief. Aufsteiger TSV Schornbach verlor das dritte Spiel in Folge und tut sich schwer, den Schwung der ersten Begegnungen wiederzufinden. „Die Punkte am Anfang, das war vielleicht zu leicht“, meint Trainer Giuseppe Greco. Was zuvor funktionierte, klappt plötzlich nicht mehr, die Mannschaft ist verunsichert. Allerdings gibt der Coach auch zu bedenken: „Wir sind im Soll. Es war schön da vorne, aber das ist nicht unser Ziel.“ Immerhin hätten die Anfangserfolge gezeigt, „dass wir’s können“. Daran müssten seine Spieler glauben. Sie müssten allerdings auch umdenken und akzeptieren, dass es nur mit Einsatz und Konzentration gehe. Er spüre, die Mannschaft will, und doch sehe er auch, dass im Training manchmal eben doch ein Schritt weniger gemacht wird. Darauf werde er aber nun stärker achten. Obwohl er selbst eigentlich immer gewinnen will, setzt Greco sein Ziel in Heimerdingen tiefer an. „Wir müssen zeigen: Wir können auch kompakt“, nicht nur hurra. Ein Punkt reiche in dieser Situation auch. Alex Nita fehlt weiter studienhalber, der Rest steht zur Verfügung, wenngleich gerade wichtige Spieler wie Geo Mahlelis oder Dominik Parham nach Verletzungen noch nicht wieder in Bestform sind.

FC Viktoria Backnang (11., 11 Punkte) – Tura Untermünkheim (16., 4 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Noch konnte sich die Viktoria von der abstiegsbedrohten Zone nicht entscheidend lösen, nun aber könnte eine spürbare Entlastung folgen. Beziehungsweise: Sie muss folgen. Wollen die Backnanger nicht in ernsthafte Probleme geraten, müssen sie das Heimspiel gegen den Letzten gewinnen.