Fußball im Rems-Murr-Kreis

Sechselberg gegen Althütte: Ein Derby, das in der Kreisliga A2 Premiere feiert

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Ein Duell unter A-Ligisten: Im Freundschaftsspiel zogen Dominik Bloch (vorne in Blau) und der FSV Weiler zum Stein gegen Erkut Polat (in Rot) und den SV Hertmannsweiler den Kürzeren. © Ralph Steinemann Pressefoto
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Sechs Freundschaftsspiele absolvierte der FC Welzheim mit Carlos Widmann (rechts) und Daniel Werner (links). Hier gegen den Bezirksligisten SV Unterweissach. © Ralph Steinemann Pressefoto

Neue Teams, ein altbekanntes Team unter neuem Namen und Routiniers mit neuen Ambitionen: Die Fußball-Kreisliga A 2 startet am Sonntag in die Saison 2022/23. Das ist die Liga.

Die Aufsteiger

Vier Mannschaften kamen aus den Kreisligen B neu in die Kreisliga A 2 dazu und wollen ihr Glück in der nächsthöheren Liga versuchen. Der TSV Sechselberg hat es zum ersten Mal in seiner 63-jährigen Vereinsgeschichte geschafft, in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Und das, wo bis zum Sommer 2018 in dem Althütter Teilort gar kein Fußball mehr gespielt wurde. Die Mannschaft von Spielertrainer David Bohn hat sich mit insgesamt 62 Punkten gegen die Konkurrenz durchgesetzt, vor allem gegen ihren härtesten Verfolger, den FV Sulzbach, der dann in der Relegation scheiterte.

27 Siege feierte die Zweite des TSV Nellmersbach vergangene Saison in der Kreisliga B 3. Mit 82 Punkten stand sie nach Abschluss der Runde mit Abstand auf Rang eins und feierte die Meisterschaft. Somit hat der TSV II aufgeschlossen zur Ersten, die in der Bezirksliga aufläuft. 

Ähnlich schaute die Bilanz des TSV Schmiden II aus: 26 Siege und 82 Punkte. Kevin Woida bleibt auch weiterhin im Traineramt und wird mit seiner Elf den Klassenerhalt anstreben. Mit den Aufsteigern aus Schmiden und dem SV Allmersbach III sind nun je zwei Mannschaften eines Vereins in der gleichen Spielklasse vertreten. Florian Mrasek bleibt weiterhin der Coach an der Seitenlinie.

Die Absteiger

Zwei Teams mussten den Gang aus der Bezirks- in die Kreisliga A 2 antreten. Während es im Tabellenkeller immer wieder heiß herging und noch um den einen Relegationsplatz gekämpft wurde, zog der Große Alexander den Kürzeren. Dem Backnanger Team drohte der direkte Abstieg, während der VfR Murrhardt eine zweite Chance bekam. Doch gegen den TSV Rudersberg setzte sich im alles entscheidenden Spiel der Kreisligist durch, der VfR blickte ebenfalls dem Abstieg entgegen. Im Verein sah man es recht gelassen und will nun mit frischen Kräften einen erfolgreichen Neustart wagen. Drei Spieler kamen vom TSF Gschwend, ebenso wie der neue Mann an der Seitenlinie: Taner Has. Einfach wird dieser Umbruch für die Murrhardter jedoch nicht, schließlich müssen sie auch neun Abgänge kompensieren.

Dass Spieler bei einem Abstieg das sinkende Schiff verlassen, musste auch der Große Alexander erfahren. Fünf Spieler gingen zu anderen Vereinen. Konstanz gibt’s aber, trotz Abstieg, auf der Trainerbank: Alexandros Karasavvidis bleibt den Backnangern als Spielertrainer erhalten.

Die Favoriten

Auf dem Zettel der Konkurrenz steht neben dem FSV Weiler zum Stein auch der SV Allmersbach III. Weiler zum Stein wurde vergangene Saison im letzten Moment die Butter vom Brot genommen und der FSV musste zuschauen, wie andere die Meisterschaft feierten und andere die Relegation antraten.

Dem SV Allmersbach ging es nicht viel anders, als er mit 68 Punkten auf Rang drei den Ligaverbleib hinnehmen musste.

Um nicht erneut eine solch bittere Pille schlucken zu müssen, hat sich der FSV mit fünf Spielern verstärkt, Mario Dragic vom SV Kaisersbach bringt Landesligaerfahrung mit. Das neue Trainerteam aus Spielertrainer Marcel Goncalves und Egzon Krasniqi soll die Mannschaft mindestens unter die ersten drei führen.

Währenddessen setzt der jetzige SV Allmersbach III (SVA II tritt in der Kreisliga A 2 an) weiter auf Trainer Florian Mrasek. Der Coach will mit dem SVA III, der durch fünf junge Kräfte aus der eigenen Jugend unterstützt wird, vorne mitspielen.

Weiter zählen die beiden Murrhardter Teams zu den Favoriten. Der VfR Murrhardt als Absteiger und Verein, der mit frischem Wind Neues anpacken will. Denn nicht nur, dass einige Spieler dem Verein nach dem Abstieg den Rücken kehrten, andere schlossen sich der AH-Mannschaft an. Neun Spieler aus der eigenen Jugend, fünf Neuzugänge von der TSF Gschwend und die neuen Trainer Taner Has und Tobias Hofmann sollen das Kind durch die Saison schaukeln. Und der TSC Murrhardt, der schon lange Ambitionen zeigt. Vier Abgänge und zwölf Zugänge zählt der TSC und darunter weiß er zwei Spieler seines Stadtrivalen im Boot: Ahat Murat und Yasin Samdanli. Coach bleibt weiter Yasar Uysal.

Die Liga

Es steht nicht nur das Murrhardter Stadtderby auf dem Plan. Mit dem Aufstieg der Sechselberger steht ein weiterer Revierkampf an: Althütte trifft auf Sechselberg. Beim TSV Althütte übernimmt Peter Hogh die Regie am Seitenaus, mit im Gepäck und einer der sechs Zugänge ist sein Sohn Philipp Hogh. Mit Karim Ena, Joshua Math, Jannis Müllner (alle SV Unterweissach II), Colin Lienert (SV Allmersbach U 19) und Tobias Abraham vom SV Kaisersbach II soll ein Platz im Mittelfeld des TSV sicher sein.

Der SV Steinbach II will die Klasse sicher halten, was bei einigen jungen Spielern, die Trainer Ömer Alp bei den Aktiven integrieren muss, ein recht realistisches Ziel sein könnte. Vor allem, weil mit Christoph Meier, Tarek Alakmeh und Nico Gabel gleich drei Kräfte ihre Laufbahn beendet haben.

Mehr erwarten sich diese Saison der FC Oberrot, die SKG Erbstetten und der TAHV Gaildorf. Alle drei erhoffen sich einen einstelligen Tabellenplatz. Oberrot (letzte Saison Rang 11) und Erbstetten (Vorsaison Platz 10) müssen nun also eine Schippe drauflegen. Während Erbstetten mit Pascal Disch weiter auf den Trainer der vorigen Saison setzt, bringt Markus Bührer frischen Wind nach Oberrot. Auch der TAHV Gaildorf, der letzte Saison mit Platz sechs gar nicht so schlecht dastand, hat mit Oktay Yilmaz ein neues Gesicht auf der Trainerbank. Sechs Abgänge hatte der TAHV zu verkraften, acht Neue kommen hinzu. Acht Spieler, die aus dem Landkreis Schwäbisch Hall neu in die Rems-Murr-Liga schnuppern.

Auch für Trainer Roland Stampfl und seine Jungs aus Kirchberg hätte es vergangene Saison besser laufen können. Auch wenn sie auf Rang neun sicher die Klasse halten konnten, soll jetzt eventuell etwas mehr rausspringen. Sicher aber soll es wieder ein einstelliger Tabellenplatz sein.

Der TSV Oberbrüden entwischte nur knapp einer Misere. Rang 13 bedeutete Relegation, und dem Abstieg entkam der TSV erst im Elfmeterschießen im Duell gegen den um den Aufstieg kämpfenden FSV Sulzbach/Murr. Shkodran Prushi und Roman Röhm verließen den Verein. Neu im Kader sind Adrian Loshaj, Jerome Jakob, Jan Erkert und Luca Peltz (alle SV Allmersbach). Trainer Marc Liebig bleibt als Trainer den Auenwäldern treu, Ex-Spiegelberger Coach Michel Disch steht ihm als Co-Trainer zur Seite und als erfahrener Angreifer auf dem Feld.

Ambitioniert geht der FC Welzheim 06 in die neue Saison: Top vier lautet das Ziel vom Team der beiden Spielertrainer Luka Benic und Marc Folter. Ein Gespann, das die Welzheimer vergangene Saison auf Rang fünf führte. Diese Runde aber wollen die Welzheimer ganz oben mitmischen.

Neue Teams, ein altbekanntes Team unter neuem Namen und Routiniers mit neuen Ambitionen: Die Fußball-Kreisliga A 2 startet am Sonntag in die Saison 2022/23. Das ist die Liga.

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Die Aufsteiger

Vier Mannschaften kamen aus den Kreisligen B neu in die Kreisliga A 2 dazu und wollen ihr Glück in der nächsthöheren Liga versuchen. Der TSV Sechselberg hat es zum ersten Mal in seiner 63-jährigen Vereinsgeschichte geschafft, in die nächsthöhere

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