Rems-Murr-Sport

SG Schorndorf nach Durchhänger auf Erfolgskurs

SG Schorndorf_0
Valon Selimi (links) und die SG Schorndorf haben sich nach einem Durchhänger wieder gefangen und gute Aussichten, noch Platz eins in der Fußball-Bezirksliga zu erreichen. Patrick Chlebik(in Rot) und die TSG Backnang II sind am Samstag zum Pokalspiel wieder in Schorndorf zu Gast. © ZVW / Steinemann

Schorndorf. Fünf Punkte liegt die SG Schorndorf in der Fußball-Bezirksliga hinter Tabellenführer SV Remshalden zurück und doch ist sie weiterhin heiß gehandelter Titelkandidat. Ihre Chancen stehen tatsächlich recht gut. Zum einen ist sie zwei Spiele im Rückstand, zum anderen hat sie sich nach einem kleinen Durchhänger deutlich gesteigert.

Zoran Cutura, zusammen mit Sokol Kacani Spielertrainer der SG, nimmt das Wort Meisterschaft allerdings nicht in den Mund. „In dieser Liga ist alles möglich.“ Gerade erst hat ihn die Viktoria Backnang bestätigt. Nach elf Spielen ohne Punkt und 8:65 Toren hat das Schlusslicht völlig überraschend die TSG Backnang mit 5:0 bezwungen.

Dennoch muss auch der SG-Trainer zugeben, dass Platz eins und damit der Aufstieg in Reichweite sind. „Was soll ich sagen bei dem Tabellenstand?“

Vorsichtig zuversichtlich

Womöglich will er seine eigenen Spieler nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Zu groß ist die Gefahr, dass der eine oder andere dann einen Gang zurückschaltet. Genau das ist der SG schon passiert. Nach gutem Start mit drei Siegen reichte es in den drei Partien danach zwar noch zu fünf Punkten, auf die aber schließlich eine 1:4-Heimpleite gegen den SV Unterweissach folgte. Cutura: „Darum haben wir schon in den Spielen vorher gebettelt.“

Und deshalb hatten sich Valon Selimi und Dennis Lednig schon im Spiel in Murrhardt (0:0) auf der Bank wiedergefunden, später auch Orkun Dogan. Es brauchte aber diese Heimniederlage gegen Unterweissach, um bei den Spielern ein Umdenken zu bewirken. „Das war ein Wachrüttler“, sagt Cutura.

Cutura nach Unterweissach-Pleite wieder in der Startformation

Was folgte, war ein Gespräch mit der Mannschaft: Was wollen wir eigentlich erreichen? Wofür haben wir uns in der Vorbereitung so gequält? Dabei hätten die Spieler erkannt, „wir müssen ein bisschen mehr tun“.

Cutura selbst spielt mittlerweile auch wieder von Anfang an. Zu Beginn der Saison gönnte er sich selbst wegen gesundheitlicher Probleme nur geringe Einsatzzeiten. Nach der Schlappe gegen Unterweissach, seit dem Spiel in Allmersbach jedoch steht er wieder regelmäßig in der Anfangsformation, auch wenn er sagt: „Ich schleppe mich so durch.“

Die Mannschaft zieht mit

Denn er hat die Wochen Vorbereitungszeit verpasst, die er für den Gesamterfolg für ausschlaggebend hält. „Wenn was gehen soll, muss man topfit sein“, sagt Cutura. Diese konditionelle Grundlage habe Kollege Kacani gelegt. „Er hat sensationelle Arbeit geleistet.“

Die Mannschaft ziehe (jetzt wieder) mit, das zeige der gute Trainingsbesuch. Vom 25-Mann-Kader seien beispielsweise in der vergangenen Woche, bei nasskaltem Wetter, 22 im Training gewesen.

Titelchancen stehen gut

Die Titelchancen sind nach zuletzt drei Siegen in Folge gegen die hochgehandelten Teams Allmersbach, Nellmersbach und Remshalden gut, wenn auch das Nachholspiel beim SV Kaisersbach ein besonders schweres ist.

Der Kader der SG ist bestens bestückt, so haben Cutura selbst (Oberliga) und auch Sokol Kacani (Regionalliga) bereits deutlich höher gespielt. Die Offensive mit Kacani, Cutura und Timo Strohmayer ist zudem schwer zu bremsen. Und in der Rückrunde stößt auch der Langzeitverletzte Denis Greco wieder zum Kader.

Noch zwei Spiele

Cutura will das Lob nicht nur bei der Offensive belassen. „Wir haben die wenigsten Gegentore bekommen.“ Was auch ein Verdienst des „bärenstarken Dennis Mayer“ im Tor sei.

Drei Spiele stehen in diesem Jahr noch an (das Nachholspiel in Kaisersbach am 17. Dezember). Gegen den TSV Sulzbach-Laufen und bei der Viktoria Backnang ist die SG klarer Favorit.

"Wir wollen Druck machen"

Zoran Cutura bremst dennoch. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“

Klares Ziel aber ist: „Wir wollen Druck machen.“ Und dann abwarten, wozu das letztlich reicht.


 

SG Schorndorf

Die SG Schorndorf spielte zwar 2005/6 in der Verbandsliga, stieg danach allerdings bis in die Kreisliga B ab. Den Aufwärtsweg zurück in die Bezirksliga machten neben einigen Spielern auch die heutigen Trainer Zoran Cutura und Sokol Kacani mit.

Aktuell ist Kacani mit zwölf Treffern erfolgreichster Torschütze, gefolgt von Zoran Cutura (vier Treffer) und Timo Strohmayer (3).

Am Samstag erwartet die SG in der vierten Runde des Bezirkspokals Ligakonkurrent TSG Backnang II. Zoran Cutura: „Wir wollen weiterkommen.“