Rems-Murr-Sport

Skirennläuferin Andrea Rothfuss liebäugelt noch mit WM-Medaille

World Para Snow Sports Championships 2022 / Lillehammer (Norway)ROTHFUSS, ANDREA (LW 6/8-2, VSG Mitteltal) geht den Streckenve
Im Training bereitet sich Andrea Rothfuss akribisch auf die Rennen vor. © Ralf Kuckuck

Plätze unter den besten fünf hatte sich Skirennläuferin Andrea Rothfuss vor der Para-WM im norwegischen Lillehammer vorgenommen. Bislang ist sie dreimal Vierte geworden. Dennoch hadert die ehemalige Paralympicssiegerin ein wenig. Denn es wäre auch eine Medaille drin gewesen. Im Riesenslalom am Donnerstag, 20. Januar, könnte es nun klappen. Doch die Rommelshäuserin braucht eine Topleistung.

Rothfuss hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit 32 Jahren immer noch zu den Besten der Welt gehört. Dreimal Platz vier, das kann sich sehen lassen. „Ich bin voll im Soll“, sagt die gebürtige Schwarzwälderin. Trotzdem ist sie nicht ganz zufrieden. In der Super-Kombination war sie nach dem Super-G auf dem Bronzerang gelegen. Doch im anschließenden Slalom verlor Rothfuss wegen kleiner Schwächen am Anfang und am Ende die Medaille. Jubeln durfte stattdessen die zweite Deutsche im Feld, Anna-Maria Rieder.

Zwei Rennen stehen bei der WM noch aus

Für ihre Teamkollegin freute sich die dreimalige Ex-Weltmeisterin sehr. „Aber ich habe mich schon ein bisschen geärgert, dass es für mich nicht gereicht hat.“ Im Training versucht Andrea Rothfuss nun, die Fehler abzustellen. Denn es stehen ja noch zwei Rennen auf dem WM-Programm: der Riesenslalom am Donnerstag und der Slalom am Samstag, 22. Januar. Letzteren bezeichnet die Skirennläuferin als ihre schwächste Disziplin. Was sich ulkig anhört, weil Rothfuss eben in jener im Jahr 2014 Gold bei den Paralympics in Sotschi holte. Doch so ist das im Sport: Die Konkurrenz wurde in den Folgejahren deutlich stärker, und die Deutsche schaffte es immer seltener, ganz vorne im Feld mitzumischen.

Wenn es also noch eine Medaille bei der Para-WM in Lillehammer geben soll, dann im Riesenslalom. Er ist die Lieblingsdisziplin der Rommelshäuserin. Alles wird darauf ankommen, wie sie mit der kniffligen Strecke fertig wird. In den vergangenen Tagen war sie vereist. Nun sind zwar bessere Bedingungen zu erwarten. „Aber auf der Piste gibt es ein paar schwierige Übergänge und Wellen, die man meistern muss.“

Die Konkurrentinnen sind in Topform

Rothfuss' größte Konkurrentinnen sind die starken kanadischen Läuferinnen. Vor allem aber natürlich Varvara Voronchikhina (Russisches Paralympisches Komitee) sowie die altbekannte Rivalin Marie Bochet (Frankreich). Sie gewannen zuletzt Gold und Silber in der Super-Kombination. Die beiden präsentieren sich bei der WM in Topform. Kann ihnen Andrea Rothfuss diesmal ein Schnippchen schlagen?

Zuzutrauen ist es ihr. Die 32-Jährige will ihre ganze Erfahrung in die Waagschale werfen. Ein Großereignis ohne Medaille – das kann man sich bei der erfolgsgewohnten Athletin kaum vorstellen. Doch freilich wäre auch ein Top-fünf-Platz wieder eine hervorragende Leistung. Spannend wird das Rennen auf jeden Fall wieder.

Die beiden Läufe im Riesenslalom am Donnerstag, 20. Januar, finden voraussichtlich um 10 Uhr und um 13.30 Uhr statt. Live zu sehen sind sie im Internet (https://www.youtube.com/watch?v=i6GKnv6eIx8).

Plätze unter den besten fünf hatte sich Skirennläuferin Andrea Rothfuss vor der Para-WM im norwegischen Lillehammer vorgenommen. Bislang ist sie dreimal Vierte geworden. Dennoch hadert die ehemalige Paralympicssiegerin ein wenig. Denn es wäre auch eine Medaille drin gewesen. Im Riesenslalom am Donnerstag, 20. Januar, könnte es nun klappen. Doch die Rommelshäuserin braucht eine Topleistung.

{element}

Rothfuss hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit 32 Jahren immer noch zu den

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper