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Sonnenhof will 50-Punkte-Grenze knacken

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So freuen möchten sich Lucas Röser (links) und Joseph-Claude Gyau auch am Samstag. Drittligist SG Sonnenhof Großaspach will gegen Werder Bremen II die 50-Punkte-Marke knacken. © Alexander Becher

Sie bedeuten zwar faktisch nicht viel, und doch sind sie für die Fußballer wichtig: Punktegrenzen. Drittligist SG Sonnenhof Großaspach will am Wochenende die 50er-Marke knacken, Landesligist TSV Schwaikheim endlich Punkt Nummer 40 auf dem Konto haben.

3. Liga
SG Sonnenhof Großaspach (7., 49 Punkte) – SV Werder Bremen II (17., 37 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Am Samstag soll die 50-Punkte-Grenze fallen. Die SG geht als Favorit in die Partie gegen Bremen. „Wir gehen die Partie mit Respekt, aber auch voller Vorfreude an“, sagt SG-Trainer Oliver Zapel. „Bremen ist nicht nur hinsichtlich des Personals sehr flexibel, das wissen wir und sind deshalb auch darauf vorbereitet.“

Verzichten muss der Cheftrainer weiterhin auf Nico Gutjahr und Felice Vecchione. Nachdem der Widerspruch der SG gegen den Strafantrag für Lucas Röser vom DFB abgelehnt wurde, muss der SG-Stürmer zwangspausieren und steht deshalb für die Partie gegen den SV Werder nicht zur Verfügung. Auch Mario Rodriguez fällt weiterhin aus. Lukas Hoffmann (Adduktorenprobleme), Dominik Traub (Gehirnerschütterung nach Zusammenprall) und Marcel Damaschek (Schienbeinprellung) haben sich in dieser Woche im Training verletzt. Während Traub und Hoffmann sicher ausfallen, steigt Damaschek womöglich morgen wieder ins Training ein. Im Hinspiel musste sich der Dorfklub in einer umkämpften Partie am Ende knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Verbandsliga
TSG Backnang (2. Platz, 49 Punkte) – TSV Ilshofen (3., 44 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Backnanger eilen weiterhin mit starken Leistungen der Aufstiegsrelegation entgegen. Nun ist zwar der Drittplatzierte zu Gast, der sich ebenfalls noch kleine Hoffnungen machen kann. Angesichts der Backnanger Form jedoch könnten die sich am Samstag in Luft auflösen.

Landesliga
TV Oeffingen (8. Platz, 38 Punkte) – SV Fellbach (12., 27 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Immer mehr müssen die Fellbacher darauf hoffen, dass sich Schwäbisch Hall in der Verbandsliga hält. Dann gäbe es nur drei Direktabsteiger in der Landesliga. Doch im Moment ist die Lage eine andere. Der SVF steht auf dem Abstiegsrelegationsplatz, bei neun Punkten Rückstand ohne realistische Chance, noch einen Platz zu klettern. Um den Angriff von hinten (Aramäer Heilbronn und VfL Brackenheim) aber abzuwehren, sollte er das Derby gewinnen. Aber auch die Oeffinger wollen gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, nach unten abzurutschen. Manfred Zmudzki (63) ist beim TVOe Torwarttrainer und wird das auch in der kommenden Saison sein. Ihn belastet das Derby ganz besonders, da er in beiden Vereinen gespielt hat. „Ich hoffe, beide bleiben in der Landesliga.“ Am Freitagabend allerdings ist klar: „Wir wollen gewinnen.“

TSV Schwaikheim (6., 39 Punkte) – SV Schluchtern (11., 36 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Schwaikheimer warten weiter darauf, die 40-Punkte-Marke zu knacken. In Crailsheim wäre das durchaus möglich gewesen, aber, so Trainer Toni Guaggenti, „wir haben es versäumt, das 2:1 zu machen“. Chancen dazu gab es, „aber wir waren in einigen Situation nicht konsequent genug“. Die Niederlage schmerzt zwar, aber „wir haben jetzt ein größeres Problem: Uns gehen langsam die Spieler aus.“ Vor allem in der Defensive. Jochen Bartholomä (gebrochene Rippe) und Heiko Bernert (Muskelfaserriss) fehlen weiterhin, Valentin Beier musste in Crailsheim wegen einer Brustkorbprellung raus. Ob er spielen kann, ist genauso fraglich, wie der Einsatz von Kevin Reeves (Leistenprobleme). Dennis Solyum ist dagegen aus dem Urlaub zurück (in den sich Kevin Mezger verabschiedet hat). Dennoch gibt es den nächsten Anlauf, endlich den letzten Punkt zur 40er-Marke zu holen.

TSV Schornbach (4., 40 Punkte) – TSV Heimerdingen (10., 37 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). 5:0 gegen Brackenheim, dann 1:5 in Satteldorf – was war da los? TSV-Trainer Giuseppe Greco könnte eigentlich zufrieden sein, denn er wurde in einem bestätigt: Die Satteldorfer zählen zu den diszipliniertesten Teams der Liga mit sehr gutem Umschaltspiel. Das demonstrierten sie, als die Schornbacher nach dem 1:1 versuchten, sofort das 2:1 zu machen. „Vier Angriffe, vier Tore“, sagt Greco trocken. Das Spiel war gelaufen. Wieder einmal waren seine Spieler etwas zu übermütig nach vorne gerannt. „Aus diesen Fehlern müssen wir weiter lernen.“ Bis zum 1:1 habe seine Mannschaft gefühlte 80 Prozent Ballbesitz gehabt. Gegen Heimerdingen wird es nun „definitiv Umstellungen“ geben. Zum einen, weil die Gäste andere Qualitäten als die Satteldorfer haben, zum anderen sind sie der Personalsituation geschuldet. Gian Luca Tosta ist gesperrt, Christopher Nachtwey fehlt aus beruflichen, Kory Yildiz aus privaten Gründen. Dafür habe sich gezeigt, dass Fabian Burkhardt wieder problemlos einsetzbar sei, auch David Milojkovic rückt womöglich in den Kader.

Tura Untermünkheim (16., 12 Punkte) – FC Viktoria Backnang (15., 16 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Die Backnanger haben noch einmal gezeigt, dass sie zu besonderen Leistungen fähig sind: 2:1 gegen den Tabellenzweiten SKV Rutesheim. Am Abstieg wird das kaum etwas ändern, aber Mut geben, beim Schlusslicht ein weiteres Mal drei Punkte folgen zu lassen.