Rems-Murr-Sport

Spielabbrüche sind selten im Bezirk

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Im Fußball geht es manchmal hart zur Sache, Gewaltausbrüche wie in Schornbach sind jedoch im Bezirk die absolute Ausnahme. © Steinemann

Der Abbruch des Fußballspiels TSV Schornbach II – Anagennisis Schorndorf erhitzt immer noch die Gemüter. Schläge und Tritte auf dem Sportplatz – wie viel Gewalt findet sich auf Rems-Murr-Sportplätzen? Sie hält sich in Grenzen, sagt der Bezirksvorsitzende und stützt sich auf Statistiken.

„Wir haben erst vor kurzem eine Statistik vom Verband bekommen“, sagt der Bezirksvorsitzende Patrick Künzer. Aus der gehe klar hervor: „Die Gewalt geht zurück.“ Zwar sehe er allgemein in der Gesellschaft die Hemmschwelle sinken, doch zeige sich das zumindest auf den Fußballplätzen im Rems-Murr-Kreis selten. Wenn jedoch etwas passiere, dann bleibe es oft nicht nur bei verbalen Auseinandersetzungen. So wurde ein Rems-Murr-Schiedsrichter im vergangenen Jahr bei einem Spiel im Bezirk Ludwigsburg verprügelt.

Bei Kernen gegen Winterbach ging es auch zur Sache

Heftig zur Sache gegangen war es in der zurückliegenden Saison beim Spiel Kosova Kernen – VfL Winterbach II. Ein Winterbacher Spieler hatte sogar eine Flasche auf den Kopf bekommen. Deshalb hatte der Bezirk diesmal die Partie unter Aufsicht gestellt. Künzer selbst war vor Ort. „Es war völlig ruhig“, sagt er.

Der Bericht des Sportgerichts zum Bezirkstag 2018 vermerkt: „Die Zahlen der Sportgerichtsfälle sind deutlich rückläufig.“ In der Saison 2016/17 waren es bei Jugend- und Aktivenspielen 15 Abbrüche. Die jedoch, darauf verweist Bezirksspielleiter Ralph Rolli, seien auch zum Teil auf schwere Verletzungen zurückzuführen. Auch er sieht den Bezirk, was Gewalt anbelangt, nicht in einem besorgniserregenden Bereich. „Gewalt ist bei uns eine Seltenheit.“

In der Saison 2017/18 gab es in den acht Ligen beziehungsweise Staffeln lediglich zwei Abbrüche, beide in der Kreisliga B I: den in Schornbach und am 19., November beim Spiel TSV Neustadt – ASGI Schorndorf. Dort hatte sich der Schiedsrichter von Spielern, Betreuern und Fans der Gäste bedroht gefühlt und das Spiel beim Stande von 6:1 in der 85. Minute beendet.

Das bedeutet letztlich: Bei über 1500 Aktivenspielen wurden zwei abgebrochen.