Rems-Murr-Sport

Spielabbruch nach Handgreiflichkeiten

Fußball
Symbolbild. Foto: Uli Deck/Archivbild © dpa

Unschöne Szenen und ein Spielabbruch am Sonntag in der Fußball-Kreisliga B1: Im Spiel der SGM AC Beinstein Italia/Azurri Fellbach (Tabellenelfter) gegen den FC Winnenden (Tabellenletzter) ging es eigentlich nicht mal mehr um den goldenen Blumentopf, allenfalls noch um die rissige Suppenschüssel – das hinderte Spieler und möglicherweise auch Fans und/oder Funktionäre beider Teams aber nicht daran, sich in der 70. Minute beim Stand von 4:1 für Beinstein/Fellbach in eine Rudelbildung nebst Handgreiflichkeiten zu verstricken.

Der genaue Ablauf ist schwer zu rekonstruieren, es war unserer Zeitung am Sonntag Abend nicht mehr möglich, Verantwortliche beider Vereine zu befragen – das Folgende steht also unter dem gravierenden Vorbehalt, dass solche Ereignisse in der Regel von den verschiedenen Streitparteien sehr unterschiedlich beschrieben werden. Laut einem Augenzeugen, der zu Beinstein/Fellbach gehört, soll sich zunächst ein gegnerischer Akteur zu einem Faustschlag hinreißen haben lassen, danach seien von beiden Bänken Akteure aufs Spielfeld gerannt. Im Rudel, das sich bildete, soll es auch zu Ohrfeigen gekommen sein. Die Platzordner hätten versucht, sich schlichtend einzumischen, aber die Eskalation nicht aufhalten können. Der Schiedsrichter habe zwei Spielern von Beinstein/Fellbach und einem von Winnenden rot gezeigt und die Partie abgebrochen. Danach beruhigte sich die Lage offenbar. Die Polizei musste nicht ausrücken.

Wie gesagt: Alle Details zum Ablauf sind vorerst ohne Gewähr, kein Zeitungsreporter war unmittelbar Zeuge der Geschehnisse, Recherchen vom Schreibtisch ausn sind in so einem Fall immer von unbefriedigender Belastbarkeit. Näheren Aufschluss wird erst der Spielbericht des Schiedsrichters und das Urteil des Sportgerichts bringen.