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Spitzenreiter Breuningsweiler weiter in Personalnot

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In der Hinrunde bezwang der SV Breuningsweiler den TV Oeffingen (hier Lukas Friedrich gegen Mircea Mailat) mit 3:2. Nach einer überragenden ersten Halbzeit wäre es für den SVB fast noch eng geworden, fast ein Spiegelbild der ganzen Saison. Nach einer überragenden Hinrunde muss Breuningsweiler mittlerweile um jeden Sieg kämpfen, um Platz eins zu verteidigen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Der SV Breuningsweiler auf Aufstiegskurs, SV Fellbach und TV Oeffingen mit etwas Abstand zur Abstiegszone, TSV Schwaikheim und TSV Schornbach aber höchst gefährdet – so stellt sich die aktuelle Situation in der Fußball-Landesliga dar. Sie verschärft sich allerdings beim Blick auf die Verbandsliga. Mit SF Schwäbisch Hall, TSG Öhringen und VfB Neckarrems stehen drei Teams auf Abstiegsplätzen, die in die Landesliga, Staffel 1, kämen. Und dadurch erhöhte sich hier die Zahl der Direktabsteiger auf fünf. Das muss Breuningsweiler nicht kümmern., der Tabellenführer jedoch hat seine eigenen Sorgen.

TV Oeffingen (8. Platz, 34 Punkte) – SV Breuningsweiler (1., 53 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen hat sich der TV Oeffingen etwas Luft verschafft. Auf den – aktuellen – Abstiegsrelegationsplatz aber hat der TVOe trotzdem nur vier Punkte Vorsprung. Entsprechend engagiert wird er gegen den Tabellenführer auftreten, was dem gar nicht recht sein kann, denn die personelle Situation ist weiterhin bescheiden. Lukas Friedrich, Tim Wissmann, Christian und Steffen Mayer ... „Fünf, sechs Stammspieler fehlen weiterhin“, sagt Trainer Hannes Stanke. „Wir werden irgendwie wieder eine Mannschaft auf die Beine bringen.“ Mit Hilfe aus der zweiten Mannschaft. Trotz der Probleme ist ein Sieg das Ziel, denn nur eine Woche später ist der Tabellenzweite FV Löchgau zu Gast in Breuningsweiler. Breuningsweiler könnte sich dann vorentscheidend absetzen oder – bei zwei Niederlagen – die Tabellenführung verlieren.

Ausschnitte vom Spiel gibt's am Montag auf der ZVW-Homepage

FV Löchgau (2., 48 Punkte) – TSV Schornbach (12., 29 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Der TSV ist durch die Heimniederlage gegen Oeffingen wieder auf den Relegationsplatz zurückgefallen. Für Trainer Giuseppe Greco war die achte Saisonniederlage eine zu viel. Er musste gehen. Nachfolger Irfan Köseler (38) rückte von der zweiten Mannschaft auf und steht nun vor, wie er sagt, „sechs Spielen – sechs Endspielen“. Der B-Lizenz-Trainer kennt die Mannschaft und sagt: „Die Mannschaft hat das Potenzial, sie ist stark genug.“ Sie habe sich nur zu viele Fehler geleistet. Er habe Gespräche mit den Spielern geführt und versucht, den Spaß zurückzubringen. „Der Misserfolg muss aus den Köpfen.“ Zwar wartet mit Löchgau ein starker Gegner, aber Köseler will einen Punkt holen. Allerdings kämpft er mit denselben Problemen wie sein Vorgänger. Der Kader ist eng, viele Spieler sind angeschlagen und Köseler sagt wie auch schon Greco: „Die Jungs müssen kämpfen.“ Benötigt werden nicht die Traumpässe, sondern einfache Dinge, die letztlich den Erfolg bringen sollen.

SV Schluchtern (9., 30 Punkte) – TSV Schwaikheim (10., 30 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). 1:3 gegen den TSV Heimersingen, obwohl, so Schwaikheim-Trainer Toni Guaggenti, viel mehr drin war für sein Team. Bei einem Latten- und einem Pfostentreffer und der guten Chance zum 2:1 von Christian Seitz habe aber etwas das Glück gefehlt. Guaggenti: „Es hängt eben manchmal an den ganz kleinen Dingen.“ Umso wichtiger sind nun die nächsten beiden Spiele. „Eminent wichtig“, sagt der Trainer, denn es geht gegen direkten Konkurrenten. Siege in Schluchtern und zu Hause gegen Stetten-Kleingartach brächten spürbaren Abstand zur Abstiegszone, Niederlagen erstmals in dieser Saison einen Abstiegsplatz. Guaggenti: „Wir müssen ein positives Ergebnis aus Schluchtern mitnehmen. Ich bin sicher, die Mannschaft weiß, worum es geht.“ Personell allerdings ist die Lage weiterhin schlecht. Valentin Beier (Bänderriss und jetzt auch noch eine Zerrung), Heiko Bernert (Grippe), Dennis Solyom (Fuß), Felix Weiblen aus beruflichen Gründen nicht im Training – da ist es gut, dass Marius Pfender kurz vor der Rückkehr ins Team steht. Ob’s schon für den Samstag reicht, ist allerdings offen.

TV Pflugfelden (11., 30 Punkte) – SV Fellbach (7., 34 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Für die Fellbacher sieht es nach drei Siegen in Folge ganz gut aus, in Sicherheit aber sind sie noch lange nicht. Umso wichtiger ist es, in Pflugfelden nicht zu verlieren und so zumindest den Abstand zu den Gastgebern zu wahren.