Rems-Murr-Sport

Spitzenreiter gehen die Spieler aus

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Der SV Breuningsweiler (hier Torwart Dario Nieswandt und Kapitän Stefano Costa im Spiel gegen Löchgau) steht im Saisonfinale unter Druck. Ihm gehen die Spieler aus. Bild: Müller © siehe Bildtext

Noch vier Spieltage, für drei der fünf Rems-Murr-Teams in der Fußball-Landesliga bedeutet das: vier Spieltage zittern. Die Lage spitzt sich zu. In der Verbandsliga zeichnet sich immer deutlicher ab, dass drei Mannschaften in die Staffel I absteigen: SF Schwäbisch Hall, TSG Öhringen, VfB Neckarrems oder SKV Rutesheim. Das würde in der Folge zu fünf Direktabsteigern aus der Landesliga führen. Betroffen wäre aktuell der TSV Schornbach.

TV Oeffingen (10. Platz, 34 Punkte) – SV Kornwestheim (15., 23 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Nach dem 2:0 in Schornbach schien der Klassenverbleib leicht machbar zu sein. Zwei Niederlagen später stehen die Oeffinger wieder unter Druck. Nur einen Punkt liegen sie vor dem aktuellen Relegationsplatz 11. Gegen den Vorletzten ist jetzt ein Sieg Pflicht. Gelingt der nicht, beginnt das Zittern.

TV Pflugfelden (13., 30 Punkte) – SV Breuningsweiler (1., 57 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Der Tabellenführer kommt in der Schlussphase personell auf den Felgen daher. Im Spitzenspiel gegen Löchgau fehlten mit Lukas Friedrich, Tim Wissman, Christian und Steffen Mayer (sie alle fallen bis Saisonende aus), Marian Asch, Luca Jungbluth, Patrick Goncalves sieben Stammspieler. Niko Rummel musste nach einem Foul früh ausgewechselt werden und fällt wegen einer starken Fußprellung auch am Samstag aus. Markus Kellermann hat sich die Kniescheibe gebrochen, auch für ihn ist die Saison zu Ende. „Ich hoffe, dass wir das einigermaßen kompensieren können“, sagt Trainer Hannes Stanke. Kompensieren mit Spielern aus der zweiten Mannschaft, die ihre Sache bisher gutgemacht hätten. Asch und Jungbluth stehen zumindest wieder zur Verfügung. Der SVB will die Meisterschaft ins Ziel retten. „Auf Relegationsspiele hat bei uns keiner Lust“, sagt Stanke. Die meisten haben Urlaub gebucht. In Pflugfelden erwartet Breuningsweiler eine offensive Mannschaft. „Das kommt uns entgegen“, sagt Stanke, der es sonst meist mit sehr defensiven Gegnern zu tun hat. Ziel ist ein Sieg, um den Fünf-Punkte-Vorsprung zu behalten.

SV Leingarten (16., 19 Punkte) – TSV Schornbach (12., 32 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). „Die Erleichterung ist groß“ in Schornbach. Der Sieg gegen Tabellennachbar Pflugfelden, sagt Trainer Irfan Köseler, „war enorm wichtig, auch für die Köpfe“. Vor allem weil der Sieg recht deutlich ausgefallen ist: 4:1. Köseler: „Und er wäre zum Schluss sogar noch höher möglich gewesen.“ Nur nach der Halbzeitpause sei der Gegner eine Zeit lang besser gewesen. Zum ersten Mal in der Rückrunde war auch Patryk Ferraro wieder dabei. Köseler: „Nach seiner Einwechslung fielen die Tore.“ Ferraro ist einer der Spieler, die in der Rückrunde von Giuseppe Greco aus dem Kader genommen worden waren, weil sie nicht regelmäßig trainieren konnten. Seine Qualität aber habe dem TSV nun gutgetan, sagt Greco-Nachfolger Köseler; auch wenn es an der Fitness noch hapere. Dem Sieg gegen Pflugfelden müsse nun aber zwingend einer beim im Grunde bereits abgestiegenen SV Leingarten folgen. „Wir müssen nachlegen, es kommt nur ein Sieg infrage.“ Alexander Nita kehrt in den Kader zurück, womöglich kann auch Kostas Petridis eingreifen. Köseler „Wir sind besser aufgestellt als letzte Woche.“

Spvgg Gröningen-Satteldorf 3., 48 Punkte) – TSV Schwaikheim (9., 34 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). 2:0 gegen Stetten-Kleingartach, die Schwaikheimer haben die Heimaufgabe erfüllt. Trainer Toni Guaggenti war – überwiegend – zufrieden. „Wir waren in den ersten 15 Minuten nicht richtig auf dem Platz, aber dann haben wir das Kommando übernommen.“ Und Tore erzielt. Guaggenti hat dabei vor allem „die Art und Weise, wie wir die Tore herausgespielt haben“, gefallen. Bemerkbar gemacht habe sich dabei, dass Spielgestalter Felix Weiblen wieder an Bord ist. Die personelle Situation ist auch vor der Partie in Satteldorf gut. Außer dem Langzeitverletzen Kevin Salzmann und Kevin Reeves (Faserriss) sind alle dabei. In Satteldorf „versuchen wir, was zu holen“. Und das nicht durch Konzentration auf die Defensive. Guaggenti: „Wenn du dich hinten reinstellst, schießen sie dich ab.“ Er vertraut der Schwaikheimer Offensivstärke. „Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, sind wir immer für ein Tor gut.“

TSV Heimerdingen (4., 44 Punkte) – SV Fellbach (6., 40 Punkte; Freitag, 19.30 Uhr). Der SV Fellbach muss sich eigentlich keine allzu ernsthaften Gedanken mehr um den Ligaverbleib machen. Eine gute Rückrunde hat ihn – im Gegensatz zur Vorsaison – fast in Sicherheit gebracht. Doch angesichts des Restprogramms wäre eine Aufstockung des Punktekontos keine schlechte Idee. Auch wenn das in Heimerdingen schwer wird.

Und so geht’s weiter für die Rems-Murr-Teams

Das weitere Programm der Rems-Murr-Landesligamannschaften:

SV Breuningsweiler: SV Leingarten (H), SV Fellbach (A), TSV Schornbach (H).

SV Fellbach: TSV Schornbach (A), SV Breuningsweiler (H), TSV Pfedelbach (A).

TSV Schwaikheim: Spvgg Ludwigsburg 07 (H), TV Oeffingen (A), FV Löchgau (H).

TV Oeffingen: TSV Crailsheim (A), TSV Schwaikheim (H), SV Schluchtern (A).

TSV Schornbach: SV Fellbach (H), TSV Heimerdingen (H), SV Breuningsweiler (A)