Rems-Murr-Sport

Spitzenspiel in der Bezirksliga

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Mergim Collaku (rechts) und die SV Remshalden stehen vor einem richtungsweisenden Spiel © Gisbert Niederfuehr

Der FC Bayern München hat in der Fußball-Bundesliga Verfolger RB Leipzig zurechtgestutzt. Eine ähnliche Chance bietet sich nur in der Bezirksliga Rems-Murr der SV Remshalden. Das aber ist nicht die einzige Parallele.

Bezirksliga. Die SV Remshalden führt die Liga mit fünf Punkten Vorsprung auf den SV Allmersbach an. Wie in der Bundesliga (Borussia Dortmund) ist der SVA die Mannschaft, die derzeit etwas schwächelt. Die SG Schorndorf dagegen ist mit einem Spiel im Rückstand und könnte den Remshaldenern noch am nächsten kommen, ja sie sogar später überholen, wenn sie nämlich am kommenden Sonntag, wenn die beiden Mannschaften aufeinandertreffen, gewinnt. Anders als in der Bundesliga allerdings hat hier der Tabellenführer zuletzt nur unentschieden (in Murrhardt) gespielt. Die Heimbilanz jedoch ist makellos: fünf Siege. Die Schorndorfer Auswärtsbilanz ist nicht ganz so eindrucksvoll: zwei Siege, zwei Unentschieden. Aber auch noch keine Niederlage. Die Partie kann die Spitze der Liga neu mischen. All dem nur zuschauen kann der SV Allmersbach, er ist spielfrei.

Angesichts des Spitzenspiels treten alle anderen Paarungen in den Hintergrund, auch wenn darunter interessante Duelle sind: TSV Nellmersbach (wann endlich platzt der Knoten?) gegen den SV Unterweissach (immerhin 4:1-Sieger in Schorndorf). Oder 11:2-Sieger FSV Waiblingen gegen 10:2-Sieger SC Korb. Beide Male musste die Viktoria die jeweilige Klatsche einstecken. Das Schlusslicht wird wohl auch gegen den SV Fellbach II keine Chance haben. Immer weiter auf dem Vormarsch dagegen ist der SV Kaisersbach (sechs Spiele ohne Niederlage, darunter nur ein Unentschieden) und er wird sich kaum von der TSG Backnang II bremsen lassen. Im Spiel TSV Oberbrüden - VfR Murrhardt geht es nur um einen Mittelfeldplatz, bei TSV Sulzbach-Laufen - VfL Winterbach aber um Punkte gegen den Abstieg. Holt der TSV die Punkte zehn, elf und zwölf auf eigenem Platz, wird’s für die Winterbacher so eng wie im Vorjahr. Zudem droht der Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Kreisliga A. Beim Blick auf die Tabelle der A I reibt man sich verwundert die Augen. Spitzenreiter ist der TSV Leutenbach. Damit hat wohl keiner gerechnet. Auch der SV Breuningsweiler II überrascht als Dritter. Aber wenn die Favoriten patzen, übernehmen eben andere deren Rolle. Der VfR Birkmannsweiler muss jetzt schon um den Klassenverbleib fürchten, vor allem, wenn er am Sonntag dem TSV Haubersbronn unterliegt. Und mittlerweile muss man ja selbst das einkalkulieren. Der KTSV Hößlinswart leistet sich immer wieder Ausrutscher, und sein Gastgeber am Wochenende, der SC Urbach, ist in dieser Rangliste sogar noch besser. Keine Gefahr also für Leutenbach. Die liegt womöglich eher Gastmannschaft TV Stetten, die seit fünf Spieltagen ungeschlagen ist und sich auswärts bisher erfolgreicher als auf eigenem Platz präsentiert hat. Aber selbst bei einem Sieg kann sich der TVL alles anders als sicher fühlen. Eng geht es zu an der Spitze. Drei Punkte nur trennen den Ersten vom Vierten, fünf vom Fünften. Der SV Breuningsweiler II könnte angesichts der Weinstädter Ergebnisse der letzten Wochen (ist der Sieg gegen Steinbach das Ende oder nur eine Unterbrechung der Talfahrt?) die nächsten drei Punkte holen. Alt-Spitzenreiter SSV Steinach-Reichenbach hat’s nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Partien beim TV Weiler schon schwerer, wieder auf den Erfolgsweg zurückzukehren. Auch der TB Beinstein liegt bestens im Rennen, muss nun aber zum TSV Schmiden, jener Mannschaft, die die Steinacher von der Spitze stürzten. Sieben Punkte in drei Spielen holte zuletzt der SV Hegnach. Er ist drauf und dran, die Abstiegszone zu verlassen. Dazu muss er nur Schlusslicht SV Steinbach bezwingen. Alles andere als unmöglich.

In der Staffel II hat Tabellenführer SV Steinbach II zur alten Gewohnheit zurückgefunden und zu null gewonnen. Beim Tabellenvierten TSC Murrhardt würde ihm wohl aber auch ein Sieg mit Gegentor schon reichen. Den hat der FC Welzheim in Erbstetten überraschend verpasst, gegen Lippoldsweiler aber sollte das wieder gelingen. Während sich die beiden Führenden schon etwas abgesetzt haben, ist es am anderen Ende der Tabelle sehr eng. Drei Punkte trennen Schlusslicht Spvgg Unterrot vom Neunten, der SKG Erbstetten. Deshalb wird es der TSV Schwaikheim II den Rudersbergern schwermachen. Wir schauen mit der Kamera vorbei. Ausschnitte auf zvw.de/sportvideos

Dass Unterrot Letzter bleibt, dafür kann der FSV Weiler zum Stein auswärts sorgen. Den Auswärtssieg werden dem FSV vor allem TSV Althütte (nicht gerade Favorit in Kirchberg) und VfR Birkmannsweiler II (ganz und gar nicht Favorit gegen Oberrot) gönnen.

Kreisliga B. In der Staffel I kann der TSV Schlechtbach die Tabellenführung verlieren. Er ist spielfrei, der TSV Neustadt kann mit einem Sieg über Miedelsbach vorbeiziehen. Der TSV Schornbach II hingegen muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Er muss zum SV Plüderhausen, der dreimal hintereinander, zum Teil klar, gewonnen hat.

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