Rems-Murr-Sport

Starker Auftritt der Neulinge

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Mit 2:1 gewann Landesliganeuling TSV Schornbach am dritten Spieltag gegen den TV Oeffingen. Hier ist Torwart Mario Peric machtlos gegen Konstantinos Petridis. Der Aufsteiger hält sich genauso wie Mitaufsteiger TSV Schwaikheim bisher sehr gut, die Oeffinger haben sich nach schwachem Auftakt gesteigert. Sorgen bereitet lediglich die Viktoria Backnang. © Steinemann / ZVW

Die Mannschaften des Fußballbezirks Rems-Murr geben zur Halbzeit in der Verbands- und Landesliga ein überwiegend gutes Bild ab. Vor allem die Neulinge in der Landesliga überzeugten. Sorgen bereiten dagegen SV Fellbach und besonders die stark abstiegsgefährdete Viktoria Backnang.

Die Mannschaften des Fußballbezirks Rems-Murr geben zur Halbzeit in der Verbands- und Landesliga ein überwiegend gutes Bild ab. Vor allem die Neulinge in der Landesliga überzeugten. Sorgen bereiten dagegen SV Fellbach und besonders die stark abstiegsgefährdete Viktoria Backnang.

Verbandsliga

Gerade mal 19 Punkte hatte die TSG Backnang in der Saison 2015/16 in der Vorrunde gesammelt. Jetzt sind es bereits 28. Dabei hatte sie nur zweimal verloren, sich gleichzeitig aber zehn Unentschieden geleistet. Jetzt hat sie schon fünfmal verloren, aber nur einmal die Punkte geteilt. Schon sieht alles viel besser aus. Die TSG ist Dritter. Wie stark die TSG sein kann, demonstrierte sie erst vor kurzem beim 4:2 in Sindelfingen, immerhin Tabellenzweiter. Allerdings hat sie in der Vorrunde auch einige schwache Vorstellungen eingestreut. Platz eins ist zwar außer Reichweite, Rang zwei aber allemal möglich.

Heimbilanz: Platz zwei, 15 Punkte; auswärts Vierter, 13 Punkte.

Landesliga

Der Bezirk Rems-Murr ist erstmals seit vielen Jahren wieder stark vertreten in der Landesliga und der Blick auf die Tabelle macht Hoffnungen, dass der Zustand sich nicht allzu schnell wieder ändert. Lediglich die Viktoria Backnang bereitet Sorgen, auch vom SV Fellbach war – wieder einmal – mehr erwartet worden.

TSV Schwaikheim (Platz sieben, 24 Punkte): Der TSV ist die größte Überraschung. Nach einer suboptimalen Saison als Außenseiter in die Aufstiegsrelegation gegangen, gelang ihm die Überraschung. Und obwohl die Mannschaft kaum verändert wurde – mit Kujtim Sylaj verlor sie sogar ihren Torjäger –, startete sie stark. Vom sechsten bis zwölften Spieltag stand sie (bis auf eine Ausnahme) immer auf Platz drei. Der TSV überzeugte als Einheit, in der jeder für jeden kämpfte. Das aber kostete Kraft und einige Spieler schleppten sich am Ende trotz Verletzungen durch. Nach drei Niederlagen in Folge stoppte ausgerechnet ein 0:0 beim souveränen Tabellenführer TSG Öhringen die Talfahrt. 24 Punkte sind ein tolles Ergebnis (und nur fünf weniger als beim letzten, erfolglosen Landesligaabenteuer 2013), sie liegen aber auch nur sechs Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz. Noch ist überhaupt nichts entschieden.

Heimbilanz: Platz 5, 13 Punkte; auswärts Siebter, 11 Punkte.

TV Oeffingen (Platz acht, 23 Punkte): Die Oeffinger können zufrieden sein. Vor einem Jahr standen sie abgeschlagen auf dem drittletzten Platz, retteten die Saison aber mit einer furiosen Rückrunde (Platz eins). Ganz so gut lief es bisher nicht, denn erneut ging der Start in die Hose. Zwei Punkte nur standen nach fünf Spieltagen auf der Habenseite. Ab dem sechsten Spieltag allerdings ging es aufwärts, bis auf Platz fünf. Zuletzt blieb der TVOe fünfmal ungeschlagen. Um sie muss man sich vor allem dann keine Sorgen machen, wenn sie ihre Heimstärke beibehalten.

Heimbilanz: Platz eins, 17 Punkte; auswärts 13., 6 Punkte.

TSV Schornbach (Platz neun, 22 Punkte): Ähnlich wie die Schwaikheimer überraschten auch die Schornbacher. Sie belegten am zweiten und dritten Spieltag sogar Platz zwei. Personell ist der Bezirksligameister gut besetzt. Einige Spieler haben Erfahrung aus Verbands-, Ober- und Regionalliga. Mit Geo Mahlelis wurde sogar ein Rückkehrer aus Griechenland, Profi dort in der Ersten Liga, verpflichtet. Schornbach bot zum Auftakt sehr gute Spiele, der Einbruch kam dann früher als beim TSV Schwaikheim. Nach vier Niederlagen in Folge fing sich der TSV wieder, schlug sogar Spitzenreiter TSG Öhringen. Wenn Einstellung und Wille stimmen, kann sich erst die spielerische Klasse der Einzelspieler entfalten. Grundlage aber ist die mannschaftliche Geschlossenheit, die sich beim TSV dann auch in taktischer Variabilität zeigt. In dieser Verfassung ist der Ligaverbleib allemal möglich. Aber auch für Schornbach gilt: Der Abstiegsrelegationsplatz ist nur vier Punkte entfernt.

Heimbilanz: Achter, 12 Punkte; auswärts Neunter, 10 Punkte.

SV Fellbach (Platz elf, 19 Punkte): Wie schon im Vorjahr können die Fellbacher nicht zufrieden sein; auch wenn sie das defensive Saisonziel Nichtabstieg ausgegeben haben. Lange sah es so aus, als ob mehr tatsächlich nicht möglich ist. Am elften Spieltag war der SVF sogar Vorletzter. Mit dem Sieg über den TSV Schwaikheim ging es aufwärts: drei Siege, ein Unentschieden; allerdings auch – abgesehen von Schwaikheim – gegen Mannschaften aus dem unteren Bereich. Der SVF wird sich auch weiterhin erst einmal nach unten absichern müssen.

Heimbilanz: Siebter, 12 Punkte; auswärts Zwölfter, 7 Punkte

FC Viktoria Backnang (Platz 15, 12 Punkte): Zwei Jahre lang hielten sich die Backnanger sicher im Mittelfeld der Tabelle, jetzt ist die Lage erstmals bedrohlich. Im Kader gab es vor der Saison deutliche Änderungen: zehn Zu- und sieben Abgänge. Mit Patrick Köllner (24) übernahm ein junger Trainer das Team. Der Umbruch verläuft nun doch mehr als knirschend. Sieben Punkte nach vier Spieltagen sahen noch sehr ordentlich aus, es folgten aber nur noch fünf weitere Punkte. Die Viktoria muss sich gewaltig steigern, soll der Ligaverbleib noch geschafft werden,

Heimbilanz: 14., 7 Punkte; auswärts 16., 5 Punkte.

Die Torschützen

Verbandsliga

Mario Marinic von der TSG steht mit neun Treffern auf Platz drei der Torjägerliste, einen Treffer hinter den Führenden. Keven Schlotterbeck hat sechsmal getroffen, Dominik Sessa fünfmal, Benito Baez-Ayala und Stephan Fichter jeweils viermal.

Landesliga

Mit jeweils zehn Treffern führen Tobias Zakel (SV Schluchtern), Nico Scimenes (TV Pflugfelden) und Gianluca Crepaldi (SKV Rutesheim) die Torjägerliste. Die erfolgreichsten Rems-Murr-Schützen sind Daniel Schick (TV Oeffingen, 7 Tore), Christian Seitz (TSV Schwaikheim) und Domenico Russo (TV Oeffingen, beide 6), Kevin Mezger (TSV Schwaikheim), Marco Schulz, Mario Mutic (beide SV Fellbach), Alexandru Popescu (Vikt. Backnang) und Miroszlav Kosuta (TV Oeffingen) mit jeweils fünf Erfolgen.