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Stellungnahme des TSV Schornbach

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Symbolbild. © Alexander Roth

Der Abbruch des Fußballspiels TSV Schornbach II – Anagennisis Schorndorf erhitzt immer noch die Gemüter. Der TSV Schornbach hat nun mit einer Stellungnahme reagiert. Zuschauervideos zeigen, dass es zur Sache ging, aber nicht, wer den Eklat letztlich ausgelöst hat.Video: Dieses Video wurde seit Sonntag über WhatsApp und Facebook verbreitet. Urheber unbekannt.

Zum Spielabbruch hat der TSV Schornbach folgende Stellungnahme veröffentlicht:

„Vorneweg, wir alle lieben den Fußball, und das, was am Montag, den 21.5.2018, passiert ist, lässt sich auch nicht mehr schönreden.

Am Montag kam es in Schornbach zum Aufeinandertreffen der Mannschaften vom TSV Schornbach II und POES Anagennisis Schorndorf. Die Stimmung war von Anfang an aufgeheizt, da es bei den Gästen um viel ging (Meisterschaft). Dadurch haben wir als TSV Schornbach gehandelt und die regulär benötigten zwei Ordner auf zehn Ordner aufgestockt. Diese waren um den Platz verteilt und hatten ständig das Geschehen im Auge.

In der 75. Spielminute kam es zu einem Foul – ob grob oder nicht, sei mal dahingestellt – direkt vor der Ersatzbank von Anagennisis Schorndorf. Daraufhin betraten einige Betreuer, Spieler und Fans der Gastmannschaft das Spielfeld und es kam zu einem Gerangel. In diesem Moment schritten auch viele unserer Ordner ein, um Schlimmeres zu verhindern.

Das dann aber darauf von Gästefans mit Tritten und Faustschlägen reagiert wurde, ist verantwortungslos. Auch der an diesem Tag eingesetzte Schiedsrichter wurde bedroht und körperlich von Gästefans angegangen.

Gewalt hat im Fußball, ob auf oder neben dem Platz, nichts zu suchen.“

Dass die Ordner ihre Arbeit gemacht haben, ist auf zwei Zuschauervideos zu sehen. Auch Schornbacher Spieler haben versucht, die Situation zu beruhigen. Zunächst scheint die Situation noch recht ruhig zu sein, obwohl Zuschauer auf dem Platz stehen, dann gibt es erste Unruhe vor den Ersatzbänken und kurz darauf auf der gegenüberliegenden Seite vor dem Vereinsheim. Jedes Mal taucht dabei ein schlaksiger Zuschauer mit Glatze auf, der am Ende der Szene auch flüchten muss. Die Videos beweisen jedoch weder die eine noch die andere Sichtweise. Zu hören jedoch ist einmal „Scheiß Kanaken, Alter“.

Ob der Schiedsrichter, wie von den Griechen behauptet, tatsächlich zu den Spielern gesagt hat: „Ihr seid alle Kanaken, ich kenne euch, bei jeder Gelegenheit schmeiße ich euch raus“, muss vor dem Sportgericht geklärt werden. Sollte sich das allerdings bewahrheiten, sagt der Bezirksvorsitzende Patrick Künzer, „hätte das Konsequenzen“.

Das Sportgericht unter Rainer Lasartzyk hat jetzt jede Menge Arbeit. Es muss mit allen Parteien reden und schnell ein Urteil fällen, da am Samstag der letzte Spieltag stattfindet und von der Entscheidung voraussichtlich abhängt, ob Anagennisis Schorndorf Meister oder Vizemeister und damit Relegationsteilnehmer ist. Das erste Relegationsspiel findet bereits am 31. Mai statt. Sollte das Sportgericht allerdings Schornbach die Punkte zusprechen (zum Zeitpunkt des Abbruchs führte der TSV mit 4:3), hätten die Griechen zehn Tage Zeit, Einspruch einzulegen.