Fußball im Rems-Murr-Kreis

SV Allmersbach geht durchs Tal: Mehr Galligkeit, mehr Wille, mehr Biss

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Mehr Galligkeit fordert das Allmersbacher Trainergespann von dem Landesligateam rund um Nick Rühle (in Rot). © Ralph Steinemann Pressefoto

„Mir geht es so weit gut“, antwortet Kim-Steffen Schmidt. „Bis auf die derzeitige fußballerische Situation“, schiebt er hinterher. Die ist beim Fußball-Landesligisten SV Allmersbach durchaus bescheiden: Platz 16 nach sieben Spieltagen, sechs Punkte, ein Sieg.

Schon letzte Saison war der Klassenerhalt erst spät gesichert. Diesen Nervenkitzel wollten sich die Allmersbacher eigentlich vermeiden. Doch nun sieht das irgendwie nicht nach Raketenstart aus. Der 1:1-Auftakt gegen Absteiger Heimerdingen konnte Hoffnung schüren. Doch es folgten Unentschieden gegen Oeffingen und Croatia Bietigheim. Den ersten und einzigen Sieg feierte der SVA gegen Aufsteiger Aramäer Heilbronn. Seitdem herrscht Punkteflaute.

Woran das liegt? Einen Erklärungsversuch liefert der spielende Co-Trainer Kim-Steffen Schmidt: „Wir fangen uns hinten viel zu einfach die Gegentore.“ Schuld daran sei auf keinen Fall die Abwehr allein. Da müssen sich alle an der Nase packen. „Das ist die Rückwärtsbewegung der kompletten Mannschaft.“

Der Biss und die Zweikampfhärte fehlen

Dem SV Allmersbach scheint derzeit der Drive zu fehlen, denn Schmidt tut sich nicht leicht, zu beschreiben, woran es gerade ganz genau hakt. „Und fehlt die Galligkeit. Uns fehlt der Wille, dem Gegner auch mal wehzutun.“ Natürlich nicht körperlich wehzutun, wie er betont, aber es fehle der Wille, in die Zweikämpfe zu gehen, mal eine Grätsche auszupacken. „Und auch der Wille, ein Tor zu verhindern.“ Oft stehe sich die Mannschaft selber im Weg.

Am Kader, meint der 30-jährige Angreifer, liegt es nicht. Der ist nämlich nahezu derselbe geblieben. Dass Stürmer Marius Weller gegangen ist, sei dabei zwar nicht optimal, aber auch nicht kriegsentscheidend. „Es ist auch nicht so, als hätten wir keine anderen Offensivoptionen.“ Auch wenn Schmidt gerne zusammen mit ihm auf dem Platz stand: „Wir haben gut harmoniert und das auch auf den Platz gebracht.“ Trotzdem ist er sich sicher: Daran allein liegt es nicht. Schmidt glaubt an das Team, an die Spieler, die Qualität auf den Platz bringen. Zusätzlich hat der SVA mit Ausfällen zu kämpfen, einige waren angeschlagen, drei Spieler fielen mit einem Muskelfaserriss aus. „Ich will nicht jammern, aber das sind Spieler, die sonst gespielt hätten.“

"Mehr Aggressivität in der Balleroberung"

Nun liegt der Schwerpunkt im Training vor allem auf dem Spielaufbau, dem Spiel in die Tiefe und dem gegen den Ball. „Wir brauchen mehr Aggressivität in der Balleroberung.“

Denn so wie letzte Woche gegen die SG Oppenweiler-Strümpfelbach will der SVA nicht wieder verlieren. Der SVA führte mit 1:0, nutzte vor der Halbzeitpause seine Chancen nicht und ließ sich dann von einem Elfmeter aus dem Konzept bringen. „Ein dummer Ballverlust führt zum 2:1 für Oppenweiler und wir haben es dann nicht mehr hinbekommen, das Spiel zu drehen.“

Das Trainergespann aus Johannes Stanke und den zwei spielenden Co-Trainern Jan Demmler und Kim-Steffen Schmidt, sei dran, an einem Plan zu feilen. „Wir stecken nach jedem Training, nach jedem Spiel die Köpfe zusammen und überlegen uns, wie wir wieder in die Spur kommen.“ Dazu braucht der SV Allmersbach endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Einen Punkt, bei dem wieder die positiven Seiten mehr zum Vorschein kommen als die negativen.

Da hofft der 30-Jährige auf den Effekt der letzten Saison, wenn am Sonntag Türkspor Neckarsulm zu Gast ist (Anpfiff: 15 Uhr). Da galt Allmersbach als der Meisterschreck, jene Mannschaft, welche die Großen ärgert, machte es nicht nur Neckarsulm schwer, sondern auch dem letztlichen Aufsteiger, den Sportfreunden Schwäbisch Hall. „Wir wollen ganz klar punkten. Das muss unser Ziel sein. Wir können jede Mannschaft schlagen“, sagt Schmidt entschlossen. Am Wochenende verzichten muss der SVA auf Jan Demmler und Hannes Theilacker, fraglich sind die Einsätze von Marius Gebhardt, Finn Kopp und Mario Greiner.

„Mir geht es so weit gut“, antwortet Kim-Steffen Schmidt. „Bis auf die derzeitige fußballerische Situation“, schiebt er hinterher. Die ist beim Fußball-Landesligisten SV Allmersbach durchaus bescheiden: Platz 16 nach sieben Spieltagen, sechs Punkte, ein Sieg.

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Schon letzte Saison war der Klassenerhalt erst spät gesichert. Diesen Nervenkitzel wollten sich die Allmersbacher eigentlich vermeiden. Doch nun sieht das irgendwie nicht nach Raketenstart aus. Der 1:1-Auftakt gegen

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