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SV Breuningsweiler: Runter vom Abstiegsplatz?

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Christian Mayer und der SV Breuningsweiler könnten bei einem neuerlichen Sieg die Abstiegsränge in der Verbandsliga verlassen © Gisbert Niederführ

Die Chancen stehen schlecht: für Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach, für Oberligist TSG Backnang und nur etwas besser für Landesligist TSV Schornbach. Verbandsligist SV Breuningsweiler aber könnte am Wochenende die Abstiegsplätze verlassen.

3. Liga

Sonnenhof Großaspach (18. Platz, 39 Punkte) – FSV Zwickau (8., 49 Punkte; Samstag, 13.30 Uhr). Zwei Spiele noch. Sechs Punkte, sagen die Aspacher selbst, sind nötig, um den Ligaverbleib noch zu schaffen. Die Chancen stehen nicht allzu gut. Mit dem – zweiten – Trainerwechsel der Saison soll es dennoch gelingen. Florian Schnorrenberg musste gehen, Co-Trainer Markus Lang übernahm zusammen mit Vorstandsmitglied Joannis Koukoutrigas. Für die Aspacher spricht, dass Zwickau auswärts wenig gelungen ist. Nur zwei Teams sind schlechter, der VfR Aalen und die Sonnenhöfer. Auf eigenem Platz hat die SG erst dreimal verloren – aber eben auch zehnmal nur unentschieden gespielt.

Oberliga

TSG Backnang (15. Platz, 33 Punkte) – FC Germania Friedrichstal 16., 20 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Das 1:3 gegen den SV Linx könnte sich für die TSG Backnang – immerhin derzeit die fünftbeste Rückrundenelf – noch als besonders bitter erweisen. Weil gleichzeitig der TSV Ilshofen gewann, liegt die TSG nun vier Punkte zurück. Bei nur noch drei ausstehenden Begegnungen recht viel. Mit einem Sieg aber gegen Friedrichstal könnte der Rückstand schon wieder auf einen Zähler zusammenschmelzen. Trainer Evangelos Sbonias ist optimistisch. Er hat seinen Vertrag verlängert, egal, in welcher Liga die TSG künftig spielen wird.

Verbandsliga

SV Breuningsweiler (13. Platz, 27 Punkte) – SSV Ehingen-Süd (6., 37 Punkte; Sonntag, 14 Uhr). Drei Siege in Folge, zuvor ein Unentschieden – der SV Breuningsweiler hat sich die Chance erarbeitet, erstmals seit dem vierten Spieltag die Abstiegsplätze zu verlassen. Dazu muss er – nur – die Ehinger schlagen, gleichzeitig ist die Chance groß, dass der VfL Nagold, direkt vor dem SVB platziert, in Dorfmerkingen verliert. Die Ehinger allerdings, sagt SVB-Trainer Toni Guaggenti, haben große Qualität, vor allem in der Offensive. Gezeigt haben sie das im Hinspiel: Breuningsweiler ging mit 0:10 unter. Allein das sollte Motivation genug für die Spieler sein. Motiviert jedoch scheinen sie ohnehin zu sein. Christian Mayer beispielsweise, erzählt Guaggenti, wäre am Sonntag eigentlich verhindert gewesen, hat einen Einsatz aber nun doch möglich gemacht. Wieder im Kader ist Loris Hoffmann, auch Max Grundmann und Max Brenner „sind wieder Alternativen“. Nicht dabei sein werden Niko Rummel, Marko Kovac (beide verletzt), Marian Asch (privat verhindert) und Patrick Goncalves (beruflich verhindert). Lukas Friedrich ist angeschlagen (Leiste).

Landesliga

Aramäer Heilbronn (15. Platz, 26 Punkte) – TSV Schwaikheim (5., 41 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Zweite Niederlage in Folge für die Schwaikheimer, erneut war’s knapp. „Die Crailsheimer waren an diesem Tag die besseren Schwaikheimer“, sagt TSV-Trainer Aleksandar Kalic, in Anspielung auf die ähnliche Spielanlage. Nun aber soll mal wieder gewonnen werden. Einen Platz unter den besten vier hat sich Kalic vorgenommen. In Heilbronn erwartet ihn eine Mannschaft, die jeden Punkt im Abstiegskampf benötigt. Kalic wiederum trägt sich mit dem Gedanken, Spielern, die selten eingesetzt wurden, Spielpraxis zu geben. Beispielsweise Steffen Griese oder Yusuf Dik. Nicht dabei sein werden David Milojkovic (Verdacht auf Bänderriss) und Alexander Simmel (Verdacht auf Kreuzbandriss). Dennis Solyom dagegen – gegen Crailsheim ausgefallen – steht wieder zur Verfügung.

TV Pflugfelden (6., 39 Punkte) – SV Fellbach (1., 52 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Die Fellbacher sind weiter auf Aufstiegskurs. Auch in Pflugfelden winkt ein Sieg. Die Gastgeber sind in der Rückrunde deutlich abgefallen, Fellbach hingegen gewinnt, gewinnt, gewinnt.

TSV Schornbach (14., 26 Punkte) – Germania Bietigheim (9., 35 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Auswärts geht nichts beim TSV. Gerade mal ein Punkt ist in diesem Jahr gelungen. Die Niederlage in Heilbronn hat den Gastgebern noch einmal eine Chance auf den Ligaverbleib gegeben und den Druck auf Schornbach erhöht. „Das Gute ist“, sagt TSV-Spielertrainer Marius Jurczyk, „dass die anderen auch nicht gewinnen.“ Fünf Spiele sind es noch, davon drei auf eigenem Platz. „Ich denke, wir brauchen noch neun Punkte.“ Schornbach muss also auf eigenem Platz alles gewinnen. Personell sieht es weiterhin gut aus, genauso in der Trainerfrage für die kommende Saison. Marius Jurczyk bleibt, egal in welcher Liga die Schornbacher dann spielen werden.

TV Oeffingen (7., 37 Punkte) – SV Allmersbach (16., 18 Punkte; Sonntag, 16 Uhr). Die Oeffinger können am Sonntag den Deckel draufmachen. Ein Sieg gegen das Schlusslicht, dann kann im Grunde nichts mehr schiefgehen. Die Gäste allerdings können befreit aufspielen. Wozu das führen kann, haben die Schwaikheimer erlebt, die sich nur mit Mühe (5:4) gegen die Allmersbacher durchsetzen konnten.