Rems-Murr-Sport

SV Hegnach mit neuer Hoffnung

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Auf ähnliche Szenen hoffen die Hegnacher in der Rückrunde: René Heinrich geht an seinem Gegenspieler (hier Yannick Urbitsch vom TSV Nellmersbach) vorbei. © Ralph Steinemann

Fußball-Bezirksliga. Als Tabellenletzter geht der SV Hegnach in die Rückrunde der Fußball-Bezirksliga. Allerdings durchaus nicht chancenlos, auch wenn es lange Zeit so ausgesehen hat.

Mit fünf Niederlagen starteten die Hegnacher in die Saison. Auf den ersten Punktgewinn (1:1 gegen den SV Fellbach II) folgten ein 0:0 in Schorndorf und zwei weitere Niederlagen. Nach neun Spielen also hatte der Aufsteiger gerade mal zwei magere Pünktchen auf dem Konto. Der Klassenverbleib war in weite Ferne gerückt.

Danach aber steigerte sich der SVH. 4:2 gegen den SV Unterweissach, ein unglückliches 0:1 in Remshalden, vor allem aber ein 2:1-Erfolg am letzten Spieltag gegen den SC Korb. „Der war natürlich Gold wert“, sagt Trainer Michael Felix (45). So stehen aktuell acht Zähler zu Buche. Nicht viel, aber VfL Winterbach und SV Unterweissach haben auch nur zehn Punkte. „Der Relegationsplatz ist auf jeden Fall drin“, sagt Felix. Allerdings mit einer Einschränkung.

Nur wer trainiert, hat eine Chance

Dass die Saison so schlecht begann, kam für den Trainer nämlich nicht überraschend. „Wenn ich nicht fit in die Saison gehe, ist die Bezirksliga zu hoch.“ Zwar habe er Spieler im Kader, die die Qualität für die Bezirksliga mitbringen, aber ohne Training nutze das wenig. Felix: „Wenn die Mannschaft kapiert, dass man ins Training kommen muss, können wir durchaus mehr Punkte holen als andere.“ Seine Spieler brauchten offensichtlich einige Zeit, um das genauso zu sehen.

Dass Spieler sich nicht mehr so gerne plagen wie in früheren Zeiten, sei allerdings kein Hegnach-internes Problem, sondern ein generelles. Felix: „Früher hat man Spieler gesucht mit Qualität. Heute muss man Spieler suchen, die auch ins Training kommen.“ Sonst ist es kaum möglich, etwas einzustudieren. Außerdem: Wer nicht fit ist, verletzt sich leicht. Und eine nicht fitte Mannschaft schließlich verliert gerne mal ein enges Spiel in der Schlussphase. So auch die Hegnacher.

In den letzten Wochen der Vorrunde besserten sich die Leistungen der Hegnacher. „Wir hätten nicht nur in Korb gewinnen müssen“, sagt Felix. Wobei ihn vor allem die Niederlage in Oberrot wurmt.

Erster Gegner in der Rückrunde ist der VfR Murrhardt

In die Rückrunde geht er mit einigem Optimismus. „Die Mannschaft zieht mit.“ Zudem sind einige Neue im Kader. „Ehrgeizige Leute“, die nicht nur spielen wollen, sondern auch trainieren. Beispielsweise Marwin Weber vom Landesligisten TV Oeffingen, der dort nach einer Verletzung den Stammplatz verloren hat. Ediz Krijestorac kommt von Nafis Stuttgart mit ähnlich guten Empfehlungen, und was Rückkehrer Patrick Haaf (SG Schorndorf) zu leisten vermag, habe er bereits im Aufstiegsjahr gezeigt. Mit dem lange verletzten Can Pinar steht ein weiterer Spieler im trotzdem noch schmalen Kader zur Verfügung.

Die Hegnacher steigen erst am zweiten Spieltag wieder ins Geschehen ein. Es geht zum VfR Murrhardt. Wichtiger ist das erste Heimspiel: Zu Gast ist der SV Allmersbach (Zehnter derzeit). Ein Team, das Hegnach schlagen muss, soll der Klassenverbleib noch gelingen.

Trainer Michael Felix ist „davon überzeugt“. Allerdings gilt dafür weiterhin eine Bedingung: „Wenn wir fit sind.“

SV Hegnach

Der SVH stieg 2016 als Zweiter der Kreisliga A II über die Relegationsrunde auf.

Schon in der Saison 2014/15 spielte er in der Bezirksliga, schaffte aber als 14. nicht den Klassenverbleib.