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SV Hegnach: Viel mehr Erfolg geht kaum

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Aufsteiger in die Oberliga, der SV Hegnach. Hinten von links: Trainer Stephan Homuth, Maike Bendfeld, Jennifer Bantel, Julia Deißler, Madleine Titeux, Iba Rexhepi, Sara Reichel, Laura Bonuso, Elisa Kloster, Pelin Mussa. Vorne von links: Lena Waldenmaier, Selina Schindler, Isabel Ulrich, Anke Langwisch, Ilona Welsch, Ilire Balaj, Desiree Raubald, Jessica Nicolosi, Alice Mayer. Es fehlen: Cecilia Gaspar, Nathalie Baumann, Ann-Kathrin Riehle, Saha Rexhepi, Yasmina Cerdan-Schmid, Milli Sarafis. © Privat

Zweimal reichte es den Hegnacher Fußballerinnen nur zu Platz zwei in der Verbandsliga, dafür gewannen sie im Vorjahr den Verbandspokal und sorgten im DFB-Pokal für Furore. Diesmal aber machten sie die Meisterschaft schon vorzeitig perfekt, wurden von Anfang an ihrer Favoritenrolle gerecht.

Passend zum Zehn-Jahres-Jubiläum der Frauenfußball-Abteilung des SV Hegnach feierte die Mannschaft drei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Oberliga. Dafür hatte die Mannschaft auch dreimal in der Woche intensiv trainiert.

Der SVH liegt auch in fast allen Liga-Statistiken vorne. Beste Heim- und Auswärtsmannschaft, bestes Team der Vor- und Rückrunde. Bester Angriff (57 Tore), mit Abstand die beste Abwehr (12 Gegentore in 22 Spielen). 17 von 22 Spielen gewonnen. Nur bei den Torschützen taucht mit Sara Reichel (20 Tore) die erste Hegnacherin „nur“ auf Platz zwei auf. Wegen eines Daumenbruchs aber war sie auch vier Wochen lang ausgefallen.

Überhaupt hatte es die Hegnacherinnen in der Rückrunde mit Verletzungen hart getroffen. So fiel Lena Waldenmaier sechs Wochen wegen eines Innenbandrisses aus, Julia Deißler vier Wochen mit Bänderdehnung, Alice Mayer stand in den letzten drei Spielen wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung. Kaum von einem Kreuzbandriss wieder genesen und wieder in Bestform (vier Tore in drei Spielen), brach sich Desiree Raubald im Training das Schlüsselbein und ist erst zu Saisonbeginn wieder einsatzfähig. Zudem fiel Ann-Kathrin Riehle mit Knieproblemen ab Mitte der Rückrunde aus. Und Nathalie Baumann musste zum Ende der Vorrunde mit Rückenproblemen lange pausieren. Kaum wieder fit, zog sie sich in einem Pokalspiel eine Knochenabsplitterung zu.

Viele Verletzte, aber auch ein großer Kader

Da machte sich der große Kader bezahlt. Insgesamt setzte Trainer Stephan Homuth 26 Spielerinnen ein. Im Tor standen sogar fünf verschiedene Spielerinnen. Nachdem Simone Holder Ende September 2015 aufgehört hatte, sprangen zunächst die Feldspielerinnen Alice Mayer und Ilire Balaj ein, bevor im Oktober nach Auslandsaufenthalt Rückkehrerin Ilona Welsch im Tor stand. Der ab März 2016 spielberechtigte Neuzugang vom VfL Sindelfingen Anke Langwisch schließlich hütete in fast allen Spielen der Rückrunde das Tor.

Auch in der Halle war Hegnach sehr erfolgreich, gewann zum ersten Mal den Titel des Württembergischen Meisters, spielte sich zudem als WFV-Pokalsieger 2015 im DFB-Pokal bis ins Achtelfinale. Im WFV-Pokal 2015/16 schaffte es der SVH erneut bis ins Halbfinale und schied dort gegen Regionalligist Derendingen aus. Und zum Abschluss krönte Hegnach die Saison mit dem Turniersieg beim Erdinger Meister-Cup (siehe unten).

Ziel in der Oberliga ist ein sicherer Mittelfeldplatz, wobei in der Liga die Spiele noch enger zugehen werden und es noch härter zu Sache gehen wird (unter anderem gegen den Karlsruher SC und SV Alberweiler). Der SV Hegnach wird eines jetzt wieder lernen müssen: das Verlieren.

Wie die Mannschaft konkret aussehen wird, ist noch offen, Klar dagegen ist, dass es einen neuen Trainer geben wird. Lothar Baumann aus Herlikofen löst Stephan Homuth ab.