Fußball im Rems-Murr-Kreis

SV Kaisersbach: Neuer Trainer und neues Spielsystem

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Leidenschaftlich verteidigen: Das Saisonziel des SV Kaisersbach ist in diesem Jahr der Klassenerhalt und möglichst wenig Gegentore. © Ralph Steinemann Pressefoto

Mit neuem Trainer, neuem Spielsystem und acht Neuzugängen will sich der SV Kaisersbach in der Fußball-Landesliga weiter etablieren. Überzeugt war Hakan Keskin schnell vom Team, wie er verrät. Damals noch als Trainer vom FSV Weiler zum Stein und mit noch ungewisser Zukunft bereitete er sich vor auf seine Zeit als Trainer beim SV Kaisersbach. „Das war und ist ein eingeschworenes Team, das Einsatz zeigt, gerade um Defizite zu überbrücken, das nicht aufgibt.“ Im Gespräch mit Verein und Spielern sei ihm dann klargeworden, dass seine Spielidee und das Team gut zusammenpassen.

Vier Wochen Zeit hatten die Mannschaft, sieben Neuzugänge und Trainer Hakan Keskin, um sich aufeinander einzustimmen. „Es ist eine neue Saison, eine neue Spielweise“, so Keskin, der in die vier Wochen Vorbereitung vieles reingepackt hat, um alle Spieler an das Landesliga-Niveau zu gewöhnen. Nicht einfach, denn wegen Urlaub und ersten Verletzungen ist es schwierig, den großen Kader komplett vor Ort zu haben. „Der Kader ist gut bestückt und breit genug, um solche Ausfälle zu kompensieren“, findet der Coach einerseits und andererseits: „Einen Torwart mehr könnten wir gebrauchen.“

Einiges gefordert

Seinem Team verlangt Keskin einiges ab, wie er selbst zusammenfasst: „Ich will das Spiel unter Kontrolle haben. Ich will agieren und nicht reagieren.“ Flexibel und variabel bleiben, hinten konzentriert agieren, so viele Spieler wie möglich hinter den Ball, das Spiel aufbauen, sauber hinten raus spielen, Torchancen kreieren und gleichzeitig wenig zulassen, Gegentore reduzieren. Gute, offensive Spieler müssen mit individuellen Leistungen überzeugen. „Das ist nicht einfach“, gibt Keskin zu.

Aber gute Ansätze sieht der 43-Jährige aus Rudersberg bereits. „Wir müssen noch daran arbeiten, dieses Spiel 90 Minuten lang durchzuhalten und die Positionen auf dem Feld konsequent beizubehalten. Wir sind beim Draufgehen noch nicht kompakt genug.“ Mit dem Ball arbeite seine Mannschaft gut, gegen den Ball muss noch verbessert werden. „Wir haben Einzelne, die sehr gut verteidigen, wie Gökhan Alkan.“ Das müsse strukturierter werden. Auch in der Chancenverwertung muss noch etwas passieren: „Wir haben die Torchancen, aber wir müssen sie besser nutzen.“ Was dem SV Kaisersbach momentan fehlt, ist der klassische Mittelstürmer. Den zu kompensieren gebe es einige Ideen. Die aber will der Trainer noch nicht preisgeben.

"Die Liga ist so stark wie noch nie"

Denn einfach wird dieses Jahr in der Landesliga nicht, da ist sich Keskin sicher: „Es ist schwer, einzuschätzen, was die Saison bringt. Die Landesliga ist so stark wie noch nie.“ Der Klassenerhalt ist das Ziel der Kaisersbacher, nicht ohne die kleine Warnung des Trainers am Rande: „Das bedeutet nicht, dass wir nicht den ein oder anderen ärgern wollen.“ Die Großen ärgern? Die Favoriten der Liga, die Keskin mit Türkspor Neckarsulm und dem FV Löchgau benennt?

Ein gutes Team mit Charakter

Um etwas Mut und Selbstbewusstsein ins Team zu bringen, wünscht sich Keskin drei Punkte zum Auftakt. Und der Auftaktgegner hat es in sich. Zu Gast in Kaisersbach wird am Sonntag, um 15.30 Uhr, der TSV Crailsheim sein, Absteiger aus der Verbandsliga. Keskin hat sich zur Vorbereitung Spiele der Crailsheimer angeschaut, ganz blind geht der Coach nicht in die Partie: „Ich habe ein Gefühl für deren Spielphilosophie und deren Charaktere in der Mannschaft bekommen.“ Deshalb weiß er, dass da eine gestandene Mannschaft anreisen wird. Der SVK will den Heimvorteil nutzen, sich auf seine Stärken besinnen und auf ein kleines Quäntchen Glück hoffen, das am Sonntag den Ausschlag gibt, um das nötige Selbstbewusstsein für die kommenden Wochen zu bringen. Keskin aber ist sich sicher: „Wir sind ein gutes Team mit Charakter und das werden wir am Wochenende auf dem Platz bestätigen.“

Kader: Tor: Walter Duschek, Dennis Leins; Abwehr: Luis Bauer, Iannis Pembe, Jan Nübel, David Svecak, Sascha Munz, Matthias Kugler, Timo Walter; Mittelfeld: Benedikt von Bremen, Tobias Wiese, Arnaud Seyfert, Okan Tüysuz, Tom Berger, Edmon Likaj, Altin Collaku, Yusuf Akin, Liburn Memeti; Sturm: Kennedy Paredes, Tim Schneidereit, Aleks Pribicevic, Steffen Mastelarz, Aytac Uysal, Gökhan Alkan, Philipp Kees; Hakan Keskin (Trainer).

Zugänge: Dennis Leins (TSV Bad Rietenau), David Svecak (TSV Islhofen), Benedikt von Bremen (TSV Rudersberg), Tobias Wiese (FV Sulzbach/Murr), Edmon Likaj (Großer Alexander Backnang), Altin Collaku (SSV Steinach-Reichenbach), Yusuf Akin (TB Kirchentellinsfurt), Kennedy Paredes (SV Unterweissach).

Abgänge: Fabian Leidenbach (TSV Essingen), Luis Piscopo (SG Oppenweiler-Strümpfelbach), Mario Dragic (unbekannt), Dragan Jelavic (zurück nach Bosnien-Herzegowina), Marius Ziegler (SK Fichtenberg), Oguz Dogan (SV Breuningsweiler), Benedict Neher (FC Welzheim).

Mit neuem Trainer, neuem Spielsystem und acht Neuzugängen will sich der SV Kaisersbach in der Fußball-Landesliga weiter etablieren. Überzeugt war Hakan Keskin schnell vom Team, wie er verrät. Damals noch als Trainer vom FSV Weiler zum Stein und mit noch ungewisser Zukunft bereitete er sich vor auf seine Zeit als Trainer beim SV Kaisersbach. „Das war und ist ein eingeschworenes Team, das Einsatz zeigt, gerade um Defizite zu überbrücken, das nicht aufgibt.“ Im Gespräch mit Verein und Spielern

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