Rems-Murr-Sport

SV Unterweissach hat ehrgeizige Pläne

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Das Glanzlicht in der Vorrunde: Der SV Unterweissach (Julian Wihofszki und vorne Kevin Quell) schlug die SG Schorndorf (Timo Strohmayer) auf eigenem Platz mit 4:1. © Ralph Steinemann Pressefoto
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Giuseppe Iorfida

Nur mit Hilfe der Relegation haben sich die Kicker des SV Unterweissach in der Fußball-Bezirksliga halten können. Doch die Situation in der vergangenen Saison sei mit der aktuellen nicht zu vergleichen, sagt Trainer Giuseppe Iorfida. Er sieht Verein und Mannschaft auf einem guten Weg, der in der Tabelle durchaus noch einige Plätze nach oben führen könne.

Drittletzter war der SVU zum Vorrundenende 2017 gewesen, hatte nur zehn Punkte auf dem Konto. In der Winterpause kamen mit René Sailer, Mike Böhret und Simon Lindemann drei Spieler vom (damaligen) Landesligisten Viktoria Backnang zurück. Der SVU sammelte weitere 20 Punkte und musste dennoch in die Abstiegsrelegation. Die überstand er mit einem 4:1-Erfolg gegen den TSV Rudersberg.

„Das war aber eine völlig andere Situation als jetzt“, sagt SVU-Trainer Giuseppe Iorfida (36). „Es ist nur darum gegangen, in der Bezirksliga zu bleiben.“ Und worum geht es jetzt?

„13 Spieler im Kader sind 20 Jahre und jünger“, sagt Iorfida. Mit 26 Jahren ist Thomas Fesl der Älteste. „Es macht Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Da kann man etwas entwickeln für die Zukunft.“ Für die aktuelle Saison hat er sich Platz vier bis acht als Ziel gesetzt, wobei der Fokus eher dem vierten Platz gilt.

Immer mehr junge Spieler im Kader des SVU

Es tue sich etwas im Verein: im Umfeld, der Abteilungsleitung und auch in der Mannschaft. Im Sommer kamen „fünf, sechs A-Jugendspieler dazu, die ich alle von Anfang an bringen kann“, sagt Iorfida. „Die Luft für die Älteren wird dünner.“

Die Leistungen der Jungen sind allerdings immer auch noch etwas schwankend. Iorfida hat dabei allerdings weniger Probleme mit einem Spiel wie gegen Tabellenführer SV Remshalden (0:6) als dem 1:2 beim SV Fellbach II. „Gegen Remshalden waren wir einfach schlecht, gegen Fellbach aber haben wir kein Engagement gezeigt.“ Beim 0:1 in Waiblingen wiederum sei sein Team ebenbürtig gewesen, „und in den letzten Minuten waren wir sogar drückend überlegen“.

Am Sonntag kommt der FSV Waiblingen

Am Sonntag heißt der Gegner erneut FSV Waiblingen. Der hat zwar im einzigen Bezirksligaspiel des zurückliegenden Sonntags Titelfavorit SG Schorndorf bezwungen, doch „wir werden gut vorbereitet sein“. Zudem stehen Iorfida alle Spiele zur Verfügung.

Er hätte auch gerne schon gegen die Viktoria Backnang gespielt. Nicht nur weil er auf Sieg Nummer sechs gehofft hatte, sondern „weil wir jetzt 16 Spiele in 13 Wochen haben. Optimal ist anders.“

Nicht optimal ist auch, dass das letzte Spiel schon drei Monate (18. November) zurückliegt. Iorfida ist aber dennoch optimistisch, weil sich seit damals noch einmal viel weiterentwickelt habe. Aus dem aktuell siebten Platz könnte also durchaus noch ein deutlich besserer werden – mit weiterem Steigerungspotenzial in der kommenden Saison.

Trainer Giuseppe Iorfida

Giuseppe Iorfida (36) ist im zweiten Jahr Trainer beim SV Unterweissach. Im ersten noch als Spielertrainer, diesmal – bisher – ohne Einsatz. Ob er den SVU auch in der kommenden Saison trainieren wird, sei noch nicht besprochen. Iorfida aber geht davon aus: „Für mich gibt’s in der Bezirksliga nichts, was interessanter ist.“
Die Saison beenden wird er voraussichtlich als A-Lizenz-Trainer. Im März und April besucht er die entsprechenden Lehrgänge.