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SV Winnenden: Inline-Skater holen Weltcupgesamtsieg und Europameistertitel

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SV Winnenden
Glücklich über ihre Medaillen, Pokale und eine erfolgreiche Saison: Noah Sing mit Schwester Mona Heller von der SV Winnenden. © SV Winnenden
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Noah Sing von der SV Winnenden kämpft um die Goldmedaille beim Teamwettbewerb der Europameisterschaft im Riesenslalom in Gijon. © privat

Klasse Ergebnisse haben die Winnender Skater bei den Inline-Alpin-Wettbewerben in Spanien erzielt. Mona Heller gewann den Gesamtweltcup und wurde Europameisterin im Riesenslalom, sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb mit dem deutschen Nationalteam. Noah Sing gewann das Weltcupfinalrennen, wurde Europameister mit dem Team Deutschland, Dritter im Einzelwettbewerb und im Gesamtweltcup. Der Junior im Team der SV Winnenden, Maximilian Löw, erzielte Platz 14 im Riesenslalom, wurde Sechster im Slalom des Weltcupfinalrennens und Fünfter in der Gesamtwertung des Weltcups.

An zwei Renntagen fanden in Nordspanien die Europameisterschaften im Inline-Alpin-Riesenslalom, sowohl im Einzel- als auch Teamwettbewerb und das Finalrennen im Weltcup-Slalom statt. Für diese Events konnten die spanischen Organisatoren die Städte Gijon und Oviedo als Ausrichtungsorte gewinnen. In Gijon an der Atlantikküste wurden die Riesenslalomwettbewerbe gefahren und im historischen Zentrum von Oviedo, der Hauptstadt Asturiens, wurde das Finalrennen im Weltcup-Slalom ausgerichtet. Da auch noch das Wetter mitspielte, zahlreiche Zuschauer vor Ort waren und die Spanier einen hervorragenden Sprecher, Livestreaming, Videowand und Live-Timing organisiert hatten, wurde der Saisonabschluss zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle teilnehmenden Sportler.

Mona Heller legte stark los

Mit den Europameisterschaften im Riesenslalom begann das Event. Mona Heller wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und fuhr im ersten Durchgang einen Vorsprung von über 30 hundertstel Sekunden auf die zweitplatzierte Sportlerin heraus. Noah Sing landete auf Platz zwei mit 19 Hundertstel Rückstand auf seinen Bundeskaderkollegen Moritz Waibel aus Bayern. Vereinskollege Maximilian Löw war mit Platz 14 nicht ganz zufrieden.

Vor dem zweiten Durchgang, welcher um die Mittagszeit ausgetragen wurde, kam heftiger Wind auf. Alle Torbogen und einige Zelte mussten abgebaut werden. Immer wieder stürzten Absperrbanden auf die Strecke. Einige Sportler wurden von dem böigen Wind stark beeinflusst. Doch die Outdoor-Sportart wird als solche auch unter wechselnden Bedingungen fortgeführt. Einige Läuferinnen hatten starken Gegenwind und fielen zurück. Der vorletzten Starterin, Manuela Schmohl vom SC Unterensingen gelang unter besten Windbedingungen ein schneller Lauf, mit der bis dahin klaren Bestzeit. Mona Heller kämpfte dann ab dem ersten Drittel des Rennens gegen wieder aufkommenden Wind an, machte sich klein, setzte Schritte und zeigte einen tollen Lauf. Der Vorsprung aus Durchgang eins genügte und mit insgesamt sechzehn hundertstel Sekunden Abstand wurde Heller verdiente Europameisterin im Riesenslalom. Noah Sing hatte kein Glück und fiel mit zwei Hundertstel Rückstand auf Platz drei bei den Männern zurück. Er konnte sich trotzdem über die Bronzemedaille freuen. Maximilian Löw behielt Platz 14 bei.

Italien und Spanien dem deutschen Team dicht auf den Fersen

Die Europameisterschaften im Riesenslalom-Teamwettbewerb fanden am Nachmittag statt. Der Wind ließ nicht nach. Das deutsche Team wurde von Elea Börsig (TG Tuttlingen), Maximilian Schödlbauer (FC Chammünster) und den beiden Winnendern Mona Heller und Noah Sing vertreten.

Ziemlich unerwartet lag Italien nach dem ersten Durchgang um nur 89 hundertstel Sekunden hinter dem Favoriten Deutschland, und auch Spanien war mit etwas über zwei Sekunden Rückstand auf Deutschland noch auf Schlagdistanz. Unter diesen Bedingungen war alles möglich und beim deutschen Team kam Nervosität auf. Doch Mona Heller und Noah Sing zeigten ihre Klasse und langjährige Erfahrung. Heller holte im Vergleich zur zweitschnellsten Frau einen Vorsprung von 94 und Noah Sing im Vergleich zum zweitschnellsten Mann 41 hundertstel Sekunden heraus. Das deutsche Team wurde Europameister mit 1,23 Sekunden Vorsprung auf Italien. Spanien wurde mit 3,88 Sekunden Rückstand auf Deutschland Dritter.

Finale vor Altstadt-Kulisse

Am nächsten Tag wurde das Weltcup-Finalrennen im Slalom mitten in der Altstadt Oviedos ausgetragen. Mitte September wird in Oviedo das Straßenfest San Mateo gefeiert, weswegen zum Finallauf zahlreiche Zuschauer vor Ort waren und für eine tolle Atmosphäre sorgten. Mona Heller ging mit einem deutlichen Vorsprung in der Gesamtwertung in den Finallauf.

Ein Punkt, der 30. Platz, genügte ihr zum Gesamtsieg. Noah Sing lag nach zwei Rennausfällen auf Platz drei, doch die drei nachfolgenden Sportler hatten Chancen, ihn im letzten Rennen zu überholen. Darunter auch Vereinskamerad Maximilian Löw auf Platz fünf. So wurde das Finalrennen von einigen Läufern taktisch, von anderen voll auf Angriff gefahren.

Diesmal waren zuerst die Männer am Start. Jörg Bertsch vom TSV Degmarn, der Weltcupführende, fuhr taktisch und hatte mit dem Rennausgang nichts zu tun. Nach dem ersten Durchgang lagen die ersten drei innerhalb von 13 hundertstel Sekunden. Noah Sing auf Platz drei. Vor Lauf zwei zeigte Bertsch sich optimistisch. Der zweite Durchgang gelang ihm tadellos. Doch die zwei Schnellsten des ersten Durchgangs machten auch keine Fehler. Mit zwei hundertstel Vorsprung gewann am Ende Noah Sing. Überglücklich feierte er seinen Sieg.

Noah Sing führt Weltrangliste an

Mit diesem Erfolg in Spanien wird Sing im nächsten Jahr die Weltrangliste im Inline-Slalom anführen. Der bisher größte Erfolg des Winnenders. Teamkollege Maximilian Löw erzielte mit 1,77 Sekunden Rückstand den sechsten Platz und hielt damit Rang fünf in der Weltcupgesamtwertung. Mona Heller ließ bei den Frauen nichts anbrennen, zeigte zwei technisch einwandfreie Slaloms und kam im Finalrennen mit 23 Hundertstel Rückstand auf Platz zwei. Damit holte sie souverän den Weltcupgesamtsieg mit einem deutlichen Vorsprung von 80 Punkten.

Klasse Ergebnisse haben die Winnender Skater bei den Inline-Alpin-Wettbewerben in Spanien erzielt. Mona Heller gewann den Gesamtweltcup und wurde Europameisterin im Riesenslalom, sowohl im Einzel als auch im Teamwettbewerb mit dem deutschen Nationalteam. Noah Sing gewann das Weltcupfinalrennen, wurde Europameister mit dem Team Deutschland, Dritter im Einzelwettbewerb und im Gesamtweltcup. Der Junior im Team der SV Winnenden, Maximilian Löw, erzielte Platz 14 im Riesenslalom, wurde Sechster

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