Rems-Murr-Sport

Tanzen macht fit und fröhlich

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Tanzschule Beier
Tanzen macht glücklich, bringt gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert ganz nebenbei noch die Ausdauer. Der Körper wird gefordert, die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, reduziert. © Benjamin Büttner
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Sandholzer
Ursula Sandholzer Sportexpertin der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr © AOK

Let’s dance! Tanzen ist weitaus mehr als Bewegung zur Musik - es symbolisiert pure Lebensfreude. Erlaubt ist dabei alles, was Spaß macht: zu zweit, allein oder in der Gruppe. Ganz egal, zu welchen Klängen, ob für Jung oder Alt ist Tanzen zeitlos und generationenübergreifend in.

Das gewisse zwischenmenschliche Etwas unterscheidet Tanzen ganz augenscheinlich von vielen anderen Sportarten. Manch einer fand hier den Partner fürs Leben. Aber auch Paartherapeuten sind sich der dabei entstehenden Wirkung sehr bewusst und empfehlen mitunter das Tango-Tanzen ganz gezielt, um kriselnde Beziehungen zu kitten.

Tanzen trainiert die Ausdauer

Tanzen bringt aber nicht nur die Menschen zusammen. Wer regelmäßig das Tanzbein schwingt, fördert gleichzeitig die Gesundheit, denn Tanzen hat viele positive Nebeneffekte: Es trainiert, ähnlich wie etwa Nordic Walking, die Ausdauer und die Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems. Schon an einem Tanzabend von etwa zweieinhalb Stunden Dauer werden 800 bis 1000 Kilokalorien verbrannt. Um die Balance zu halten, werden alle Muskeln angespannt und gekräftigt - besonders in Armen, Beinen, Schultern und Rücken. Das strafft die Figur und ist gut für die Knochen. Auch rund um die Wirbelsäule werden Muskeln aufgebaut. So können die Bandscheiben entlastet und Verspannungen gelöst werden. Das Hormonsystem schüttet beim Tanzen eine große Portion Endorphine aus und sorgt so für wahre Glücksgefühle. Durch die bessere Durchblutung und damit erhöhte Sauerstoffversorgung profitiert der Körper vielfach - so auch das Immunsystem.

Ein Mittel gegen Demenz

Das ist aber noch lange nicht alles: Regelmäßiges Tanzen senkt zudem die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken und wirkt dem Erkrankungsrisiko sogar noch effektiver als Lesen oder Kreuzworträtseln entgegen. Die Erklärung dafür liegt in der anspruchsvollen Gehirnleistung beim fokussierten Konzentrieren auf den nächsten Schritt, die nächste Drehung und die stets korrekte Körperhaltung.

Deutsche Wissenschaftler haben diesen Zusammenhang bei Senioren genauer untersucht. Sie schickten Probanden im Alter zwischen 60 und 94 Jahren aufs Parkett und stellten fest, dass die Reaktionsschnelligkeit, die Stand- und Gangsicherheit sowie auch das Langzeitgedächtnis deutlich verbessert wurden. Regelmäßiges Tanzen ist folglich ein sehr geeignetes Mittel, um körperliche und geistige Fitness gleichermaßen bis ins hohe Alter zu bewahren. Es verbessert außerdem die Koordination und reduziert dadurch die Sturzgefahr im Alltag.

Tanzen geht immer und überall

Ein weiterer nicht unbedeutender Aspekt: Mit Tanzen kann man dem Bewegungsmangel entgegenwirken.

Warum also nicht mal die Arbeit am PC für eine „tanzende“ Bewegungspause unterbrechen? Das Home-Office eignet sich dafür ganz hervorragend. Denn Pausen sind kein Luxusgut: Sie steigern Stimmung und Wohlbefinden und lassen uns anschließend wieder konzentrierter arbeiten. Also die Lieblingsmusik abspielen und sich nach Lust und Laune bewegen. Körper, Geist und Seele danken es mit neuer Energie.

Ein weiterer Vorteil des Tanzens ist, dass man dabei weder auf aufwendige Ausrüstung noch schönes Wetter angewiesen ist. Tanzen geht abgesehen von pandemiebedingten Ausnahmesituationen nahezu immer und überall. Wer sein Talent entdecken oder ausbauen möchte, findet in den Tanzschulen und in manchen örtlichen Vereinen eine große und ansprechende Bandbreite zur Auswahl: Diese reicht von den klassischen Standardtänzen wie Walzer, Tango, Slowfox, Cha-Cha-Cha, Samba, Rumba oder Jive bis hin zu moderneren und ebenfalls sehr beliebten Varianten wie Salsa, Bachata, Rueda, Merengue und Zumba. Wenn es mit dem Lernerfolg ganz schnell gehen soll, dann empfiehlt sich ein Crashkurs in Hochzeitswalzer. Auch für Kinder gibt es adäquate Einstiegsangebote. Für sie eignen sich insbesondere kreative Tänze oder Capoeira, eine Mischung aus Tanz, Kampf und Spiel.

Angebote für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen

Wer die etwas ruhigeren Tanzarten bevorzugt, die einen gymnastischen Part beinhalten, findet solche oft als spezielle Seniorentanzangebote in Sportvereinen, Volkshochschulen, Kirchengemeinden oder bei den Sozialverbänden. Für wenig Geld findet man hier auch im fortgeschrittenen Alter einen guten Einstieg ins Tanzen. Sogar für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, gibt es heutzutage Tanzkurse mit speziell ausgebildeten Übungsleitern.

Es ist grundsätzlich nie zu spät, um mit dem Tanzen anzufangen. Nur eine kleine Einschränkung gibt es zu beachten: Wer gesundheitlich vorbelastet ist, sollte zur Sicherheit vorher mit seinem Arzt darüber sprechen.

Info: Gesund und aktiv zu werden oder bleiben, geht auch mit dem Kursprogramm der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Termine und Anmeldung unter 0 71 51/13 93 00 sowie unter aok.de/bw/gesundheitsangebote

Let’s dance! Tanzen ist weitaus mehr als Bewegung zur Musik - es symbolisiert pure Lebensfreude. Erlaubt ist dabei alles, was Spaß macht: zu zweit, allein oder in der Gruppe. Ganz egal, zu welchen Klängen, ob für Jung oder Alt ist Tanzen zeitlos und generationenübergreifend in.

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Das gewisse zwischenmenschliche Etwas unterscheidet Tanzen ganz augenscheinlich von vielen anderen Sportarten. Manch einer fand hier den Partner fürs Leben. Aber auch Paartherapeuten sind sich der

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