Handball im Rems-Murr-Kreis

Trotz schwerem Zweitliga-Derby gegen Nürtingen: Optimismus beim VfL Waiblingen

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Tabellenführer VfL Waiblingen (beim Wurf Vanessa Nagler und hinten links Samira Brand gegen von links Nicole Lederer und Sara Mustafic vom ESV Regensburg) muss mit der TG Nürtingen einen harten Brocken aus dem Weg räumen. © Ralph Steinemann

Noch drei Spieltage sind’s für den VfL Waiblingen bis zum Saisonende in der 2. Bundesliga. Die Handballerinnen wollen unbedingt die Tabellenführung behalten, um als Meister direkt in Liga eins aufzusteigen. Allerdings müssen noch zwei dicke Brocken aus dem Weg geräumt werden. Der erste ist die TG Nürtingen. Nachbarschaftshilfe hat der VfL im Derby nicht zu erwarten.

TG Nürtingen (6. Platz, 30:24 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 47:7 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Die Waiblingerinnen haben es selbst in der Hand, ganz vorne in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga zu bleiben. Denn der Hauptkonkurrent FA Göppingen hat Federn gelassen. Im Heimspiel setzte es ein 26:29 gegen den Vierten Füchse Berlin, der mit 43:11 Punkten nun noch die Chance auf Platz zwei hat, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt.

Angesichts des ansonsten vergleichsweise einfachen Restprogramms von FA „haben wir uns eine Niederlage von Göppingen gegen Berlin erhofft“, sagt VfL-Trainer Thomas Zeitz. Allerdings habe sich für sein Team damit nichts geändert. Für Waiblingen gelte es noch, Nürtingen und den HSV Solingen-Gräfrath (3., 43:11 Punkte) zu bezwingen, bevor es zum Abschluss gegen das längst als Absteiger feststehende Schlusslicht TV Aldekerk (3:49) geht.

Abwehr und Torhüterin Celina Meißner überragend beim VfL Waiblingen im Spiel gegen ESV Regensburg

Der Kampf um die Meisterschaft ist ein Nervenspiel, doch der VfL hat zuletzt erneut Stärke bewiesen. Mit 31:19 fertigte er den Tabellenfünften ESV Regensburg ab. Der Kantersieg überraschte auch Zeitz: „Regensburg ist eine gute Mannschaft. Ich hatte mit einem engen Spiel gerechnet.“

Doch das Training unter der Woche, gearbeitet wurde an der zuletzt nicht immer sattelfesten Defensive, zahlte sich aus. „Wichtig war es mir, den Spielerinnen wieder Sicherheit zu geben.“ Der Plan ging auf. Weil auch Torhüterin Celina Meißner überragend gewesen sei, „war es für uns ab der 15. Minute ein entspanntes Spiel“.

Auch die 31 Treffer können sich sehen lassen. Vor allem deshalb, weil der VfL fünf Siebenmeter vergeigte. Diese Schwäche will Thomas Zeitz angesichts der ansonsten tollen Leistung aber nicht bekritteln.

TG Nürtingen hat Tabellenzweiten HSV Solingen-Gräfrath geschlagen

Nun könnte man meinen, auch der nächste Gegner werde für Waiblingen kein Problem darstellen. Schließlich gewann das Team sein Vorrunden-Heimspiel gegen Nürtingen mit 33:24. Zeitz allerdings warnt vor der TG.

Zum einen sei sie nach der Rückkehr von Altmeisterin Verena Breidert stärker einzuschätzen als beim ersten Aufeinandertreffen. Zum anderen gewann die Mannschaft zu Hause erst kürzlich mit 34:28 gegen Solingen. Und gegen den HSV hatte der VfL sein Heimspiel in der Vorwoche mit 35:36 verloren.

Wie in Waiblingen habe in Nürtingen niemand mit einer so herausragenden Saison gerechnet, sagt Zeitz. Er lobt seinen Trainerkollegen: „Simon Hablizel macht das echt top.“

Leistungsträgerinnen der TG Nürtingen: Verena Breidert, Lea Schuhknecht, Kerstin Foth

Die TG sei nicht nur handballerisch stark, sondern agiere auch sehr variabel. So könne sie in der Abwehr sowohl mit einem 6:0- als auch einem 3:2-System spielen. Und vorne verfüge das Team unter anderem mit den Leistungsträgerinnen Breidert, Lea Schuhknecht und Kerstin Foth über viele Alternativen.

Doch trotz des Nürtinger Heimvorteils und der voraussichtlich vollen Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ist für Zeitz klar: „Wenn beide Teams auf ihrem Topniveau spielen, sind wir die bessere Mannschaft. Wir wollen die beiden Punkte. Ich habe vollstes Vertrauen in meine Mannschaft.“ Fehlen beim VfL wird erneut nur Margot Bergfeld (Rückenprobleme).

Noch drei Spieltage sind’s für den VfL Waiblingen bis zum Saisonende in der 2. Bundesliga. Die Handballerinnen wollen unbedingt die Tabellenführung behalten, um als Meister direkt in Liga eins aufzusteigen. Allerdings müssen noch zwei dicke Brocken aus dem Weg geräumt werden. Der erste ist die TG Nürtingen. Nachbarschaftshilfe hat der VfL im Derby nicht zu erwarten.

TG Nürtingen (6. Platz, 30:24 Punkte) – VfL Waiblingen (1. Platz, 47:7 Punkte; Samstag, 19.30 Uhr). Die

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