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TSV Leutenbach: Optimaler Start in die Rückrunde

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Lars Linsenmaier (links, hier gegen Stefan Appel vom VfR Birkmannsweiler) ist zusammen mit Ilir Kurtulaj aktuell der erfolgreichste Torschütze des TSV Leutenbach. © Ralph Steinemann

Zwei Spiele – zwei Siege. Der TSV Leutenbach macht in der Fußball-Kreisliga A I auf sich aufmerksam. Immerhin bezwang er den Tabellendritten SSV Steinach-Reichenbach mit 4:0. Am Wochenende könnte es gegen den KTSV Hößlinswart den dritten Sieg in Folge geben.

Trainer Markus Bührer wäre es nicht unrecht. Er sagt aber auch: „In dieser Liga kann fast jeder jeden schlagen.“ Also Vorsicht. In der Vorrunde unterlag der TSV in Hößlinswart mit 2:4. Allerdings, so Bührer, war auch diese Niederlage eine von mehreren, die nicht hätte sein müssen. „Wir haben einige Punkte verschenkt in Spielen, in denen wir nicht die Schlechteren waren.“

Lernen und Lehrgeld zahlen

Aber es gehört wohl dazu, dass ein Aufsteiger, noch dazu einer mit vielen jungen Spielern, sich erst an die neue Liga gewöhnen, lernen und Lehrgeld zahlen muss. Markus Bührer: „In der vergangenen Saison hat es in 60 Prozent der Spiele nur wenig Gegenwehr gegeben.“ Der TSV wurde Zweiter in der B I und schaffte über die Relegationsrunde den Sprung in die A I. Hier muss er nun in jedem Spiel über 90 Minuten alles geben.

Das klappte zunächst ganz ordentlich. Sechs Punkte hatte der TSV in den ersten vier Spielen gesammelt, dann kam das 2:3 in Stetten. Bis zur 88. Minute hatten die Leutenbacher noch mit 2:1 geführt. „Das war der Knackpunkt“, sagt Bührer. Danach gelang nicht mehr allzu viel: ein 2:2 in Beinstein, ein 3:0 in Haubersbronn, ansonsten Niederlagen. Zehn Punkte zur Saisonhalbzeit. „Wir haben das Potenzial zu mehr.“

Zwei Siege haben für neuen Schwung im Training gesorgt

Dieses Potenzial zeigt das Team nun. 4:0 gegen Steinach, 1:0 gegen Plüderhausen. Gegen den Mitaufsteiger aber, so Bührer, „hätten wir schon zur Halbzeit mir 3:0 führen müssen“.

Immerhin: Die beiden Siege haben Auftrieb gegeben. „Das ist im Training zu sehen. Da ist deutlich mehr Zug drin, jeder traut sich mehr zu.“ Gutgetan hat dem TSV, dass mit Dennis Schwab (vom TSV Nellmersbach) und Torjäger Francesco Gentile (von der SV Remshalden) in der Winterpause zwei wichtige Spieler zurückgekehrt sind.

Der Kopf arbeitet nun für die Leutenbacher

Auch wenn der Kader schon vorher gut besetzt gewesen sei, mit den beiden lassen sich auch die Ausfälle von Philipp Schnee (Auslandsaufenthalt, Rückkehr voraussichtlich Ende des Monats) und Daniel Wassermann (Knöchel-OP) noch leichter verkraften.

Am Sonntag ist der KTSV Hößlinswart zu Gast. Der ist auswärts (sieben Punkte) deutlich weniger erfolgreich als auf eigenem Platz (15). Der dritte Sieg in Folge ist also möglich vor allem, weil die Leutenbacher jetzt einen mentalen Vorteil haben. Nach dem 2:3 in Stetten war die Kurve abwärtsgegangen. „Kopfsache“, meint Trainer Markus Bührer. Nach dem optimalen Start in die Rückrunde arbeitet der Kopf nun für die Leutenbacher.

TSV Leutenbach

  • Leutenbach beendete die vergangene Saison auf Platz zwei der Kreisliga B I hinter dem SV Plüderhausen und stieg über die Relegation auf.
  • In der Vorrunde der Kreisliga A I kam der TSV auf zehn Punkte, belegte damit den Abstiegsrelegationsplatz.
  • Die zehn Punkte holte er gleichmäßig verteilt auf eigenem Platz und auswärts.
  • Erfolgreichste Torschützen sind derzeit Lars Linsenmaier und Ilir Kurtulaj mit jeweils sieben Treffern.
  • Markus Bührer war zuvor Trainer der zweiten Mannschaft des TSV Schwaikheim II.
  • Wie die Leutenbacher den kommenden Spieltag tippen, sehen Sie in unserem Video-Wochenend-Tipp am Freitag