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TSV Leutenbach setzt Aufwärtstrend fort

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Der TSV Leutenbach steht auf Platz zwei der Kreisliga A I. Verteidigen muss er ihn am Sonntag in Hegnach. Dennis Warwasch (Mitte) wird dabei nicht mithelfen können. Er ist gesperrt. © Ralph Steinemann

In der Vorrunde der Saison 2016/17 stand er noch mitten im Abstiegskampf, nun ist der TSV Leutenbach Zweiter in der Fußball-Kreisliga A I. Ist er auf dem Weg vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten?

Trainer Markus Bührer bremst. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber dass wir um die Meisterschaft spielen, das sehe ich nicht.“ Nach gerade mal vier Spielen wäre das wohl auch vermessen. Allerdings haben die Leutenbacher bisher drei der vier Spiele gewonnen und nur gegen den TSV Schmiden, in der Vorsaison immerhin Vizemeister, verloren. 0:1 nur, überdies unnötig, wie Bührer findet. Es könnten also sogar noch mehr Punkte auf dem Konto stehen. „Wir spielen gut, schießen eher zu wenig Tore“, sagt Bührer. In welche Richtung das alles laufen wird, sei aber frühestens Ende Oktober abzusehen.

Aufwärtstrend begann im Winter

Der Leutenbacher Aufwärtstrend begann im Winter. Nach nur zehn Punkten in der Vorrunde (Platz zwölf) kamen in der Pause mit Francesco Gentile und Dennis Schwab zwei Ex-TSVler zurück, die Rückrunde lief dann weitaus besser: Mit 22 Punkten kletterte der TSV noch auf Rang zehn, bewegte sich frühzeitig weit weg von den gefährdeten Plätzen.

Auch im Umfeld habe sich mittlerweile viel getan, sagt Markus Bührer. „Im Hintergrund arbeiten jetzt mehr Leute.“ So hat beispielsweise Marc Sommer nach dem Karriereende die sportliche Leitung übernommen.

Überwiegend junge Spieler

In die Saison 2017/18 ging der TSV ganz bewusst mit einem großen Kader. Der wurde unter anderem um einen weiteren Rückkehrer, Rudy Diawonda, ergänzt. Der Kader besteht überwiegend aus jungen Spielern, die meisten sind zwischen 18 und 23 Jahren alt, mit Felix Fleischmann, Timm Schöllhammer, Lartei Annan oder Max Riefler haben sich unter Bührer auch Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einen Platz erkämpft.

Der umfangreiche Kader hat zwei Vorteile. Zum einen „haben wir kein Problem damit“, dass aktuell einige Defensivspieler (Marcel Widmann, Steffen Püngel, Lartei Annan) fehlen, zum anderen ist der Trainingsplatz jeweils gut gefüllt. Bührer: „Wir haben in der ersten Mannschaft immer 15 bis 20 Spieler im Training.“ Dadurch sind viele am Taktiktraining beteiligt, der Ausfall eines Spielers ist leichter zu kompensieren. „Wir können mittlerweile auch während des Spiels die Grundordnung ändern, ohne dass Hektik aufkommt“, sagt Bührer.

„Vorne sind wir stark besetzt.“

Taktisch ist der TSV offensiv ausgerichtet. Bührer: „Vorne sind wir stark besetzt.“ Deshalb bleibe taktisch auch nichts anderes übrig, als nach vorne zu spielen. Was bisher ganz gut gelang.

Am Sonntag in Hegnach treten die Leutenbacher denn auch als Favoriten an. Der SVH ist noch ohne Punkt. Markus Bührer aber warnt. Voraussichtlich werde auf dem kleinen Kunstrasen gespielt. „Das wird schwer“, sagt Bührer, vor allem weil er die Hegnacher als kampfstark einschätzt. Gelingt aber Sieg Nummer vier, wäre das ein weiterer Schritt vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten.

Welches Ergebnis die Spieler von Markus Bührer in Hegnach erwarten, gibt es bei uns am Freitag als Video-Wochenend-Tipp.