Rems-Murr-Sport

TSV Rudersberg: Holpriger Start, starkes Finale

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Fabian Keinath (links, im Zweikampf mit Dennis Heinrich vom FC Welzheim) hat beim TSV Rudersberg nicht nur direkt den Sprung aus der A-Jugend in die erste Mannschaft geschafft, er ist auch bester Torschütze. © Ralph Steinemann

Der Start war holprig, aber das Finale furios: In den letzten vier Spielen der Vorrunde in der Fußball-Kreisliga A II gelangen dem TSV Rudersberg drei Siege und ein 2:2 beim souveränen Tabellenführer TSV Oberbrüden. Platz zwei ist nun wieder in Reichweite.

Schon in der Sommer-Vorbereitung, so TSV-Trainer Jan Strotbek, begannen die Probleme. Verletzte Spieler zwangen immer wieder zu Umstellungen. Auch in die Runde ging der TSV nicht in Bestbesetzung. So stand Innenverteidiger Sezgin Cimen nach einer Schulterverletzung erst zur Mitte der Vorrunde wieder zur Verfügung. Die Rudersberger traten immer wieder in veränderter Aufstellung an. Das stärkte nicht gerade das Selbstvertrauen, genauso Niederlagen wie das 1:2 in Fichtenberg und vor allem das 1:5 beim FV Sulzbach/Murr.

"Der Kader ist eng"

Strotbek: „Der Kader ist eng. Wenn dann noch erfahrene Spieler ausfallen, tun wir uns schwer.“ Zu den Erfahrenen zählt Kenny Ehinger, der aber mittlerweile in Karlsruhe wohnt und nur unregelmäßig zu den Spielen kommen kann.

Immerhin hat Strotbek zwei Neue aus der A-Jugend integrieren können. Manuel Hinderer und Fabian Keinath. Keinath ist mit acht Treffern sogar erfolgreichster Torschütze. Der Trainer ist voll des Lobes für die beiden. „Wenn alle so mitziehen würden wie die zwei“, wären die Probleme trotz des engen Kaders geringer. Aber gerade an der zweiten Reihe, die der Stammelf Druck machen soll, fehle es.

4:3 gegen den FSV Weiler zum Stein Startschuss zu einer starken Phase

Dennoch ist Strotbek „im Großen und Ganzen zufrieden“. Das liegt unter anderem an der Partie gegen den FSV Weiler zum Stein am vierten Spieltag. Mit Dirk Seifert fiel damals einer der zentralen Spieler aus. „Aber da hat die Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt“ – und mit 4:3 gewonnen. Danach gab’s nur noch eine Niederlage: 1:2 gegen die Viktoria Backnang II. Dass der Gegner damals auch Spieler aus dem Landesligakader eingesetzt hatte, will Strotbek nicht als Grund anführen. Schon eher, dass der eine oder andere in seiner Mannschaft „zu viel Halloween gefeiert“ habe.

In der Schlussphase kamen die Rudersberger schließlich richtig „ins Laufen“. Damit haben sie sich eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde geschaffen. Zwar liegt der TSV mit 24 Punkten nur auf Rang vier, aber wenn er das Nachholspiel gegen die Spvgg Kirchberg gewinnt, sind es nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz zwei.

Letztlich chancenlos im Kampf um den Relegationsplatz

Strotbek erinnert sich allerdings auch noch an das vergangene Jahr. Da waren die Rudersberger als Dritter in ähnlich guter Lage gewesen – und nutzten sie nicht. Im Gegenteil. Nach einer schwachen Rückrunde blieben sie zwar auf Platz drei, waren aber letztlich chancenlos im Kampf um den Relegationsplatz.

Damit dies nicht erneut passiert, muss der TSV „gut aus der Winterpause kommen“. Das heißt: Zum Auftakt gegen die SK Fichtenberg gewinnen. In der Vorrunde sind die Rudersberger von der Zweikampfhärte der Fichtenberger überrascht worden. Obwohl die SK nur Neunter ist, also ein schwerer Gegner. Strotbek: „Aber vielleicht ist das ja ein guter Einstieg.“

Verzichten muss er dabei allerdings auf seinen Torjäger. Manuel Hinderer steht aus privaten Gründen erst wieder im April zur Verfügung.

TSV Rudersberg

  • Der TSV ist aktuell mit 24 Punkten Vierter der Fußball-Kreisliga A II. Nachholen muss er noch die Partie beim Drittletzten, Spvgg Kirchberg.
  • Erfolgreichster Torschütze ist Fabian Keinath mit acht Treffern vor Dirk Seifert (7) und Marko Janzekovic (5).
  • Jan Strotbek trainiert den TSV seit 2014. Er löste – damals zusammen mit Kenny Ehinger – Sebastian Siegle ab. Im Jahr zuvor hatte er als Spieler aufgehört und die zweite Mannschaft gecoacht.